Schlachtschweinemarkt in ruhigem Fahrwasser
August-Kontrakt an der Eurex in Frankfurt auf Höhe des unverändert belassenen Vereinigungspreises - Folgetermine tendieren leicht schwächer - Magermilchpulverfutures etwas höher bewertet - Deutliche Abschläge bei den Verarbeitungskartoffeln - Weizenterminpreise in Paris bröckeln
FRANKFURT/PARIS. Der deutsche Schlachtschweinemarkt hat sich auch zur Monatsmitte in ruhigem Fahrwasser bewegt. Dies galt sowohl für den Kassa- als auch den Terminmarkt. An der Eurex wurde der August-Kontrakt am vergangenen Freitagvormittag für 1,498 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) und damit marginal unter dem für den Kassamarkt relevanten Vereinigungspreis gehandelt. Dieser wurde am Freitag erneut auf 1,50 Euro/kg SG festgesetzt. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Wirtschafts GmbH (ISW) berichtete von einer ausgeglichenen Situation am Schlachtschweinemarkt. Das größere Angebot lasse sich problemlos auch kurzfristig bei den Schlachtbetrieben platzieren. Im Fleischverkauf fehlten markante Impulse, die zu höheren Erzeugerpreisen führen könnten, erklärte die ISW. Etwas eingetrübt haben sich die Erlösaussichten der Mäster für die nächsten Monate. So wurden an der Eurex am Freitagvormittag September-Schweine für 1,435 Euro/kg SG gehandelt, was im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 1,5 Cent/kg bedeutete. Oktober-Tiere verbilligten sich von Donnerstag auf Donnerstag um 2,5 Cent/kg auf 1,345 Euro/kg SG. Uneinheitlich tendierten die Eurex-Ferkelnotierungen: Der vordere Kontrakt wurde am vorigen Donnerstag zu 41 Euro pro 25-kg-Ferkel abgerechnet, was auf den Berichtszeitraum bezogen ein Plus von 0,50 Euro bedeutete. Für September- und Oktober-Ferkel waren hingegen wie sieben Tage zuvor 37,50 Euro sowie 34,50 Euro anzulegen. Gehandelt wurden am Freitag zwei Kontrakte zur Abrechnung im Januar 2011, und zwar für 39,80 Euro pro Ferkel.
Butter-Futures durchgängig für 3 550 Euro abgerechnet
Nur wenig bis gar keine Bewegung zeigten in der vergangenen Woche der Butter- und der Magermilchpulver-Terminmarkt. An der Eurex wurden am Freitag für die Tonne Milchfett zur Abrechnung im Oktober 3 450 Euro/t geboten; gefordert wurden aber 3 700 Euro/t. Am Donnerstag war der betreffende Kontrakt wie auch alle weiteren Termine für 3 550 Euro/t abgerechnet worden, was dem Kursniveau der Vorwoche entsprach. Erneut nicht zusammen kamen in der Berichtsperiode auch die Bieter und Forderer im Magermilchpulver-Terminhandel, wobei der Abstand zwischen den Preisvorstellungen geringer ausfiel. Hier standen am Freitag beim Oktober-Kontrakt einem Kaufgebot von 2 100 Euro ein Verkaufsgebot in der Höhe von 2 175 Euro/t gegenüber. Abgerechnet worden war dieser Future am Donnerstag für 2 138 Euro/t und damit um 13 Euro/t höher als sieben Tage zuvor. Auch die Folgetermine notierten am vergangenen Donnerstag sämtlich zu diesem Preisniveau. Geboten wurden am vorigen Freitag für die Tonne Magermilchpulver zur Abrechnung im Januar 2 100 Euro/t, gefordert 2 300 Euro/t.
Hoffen auf spätere Kartoffelsorten
Die Terminpreise für Veredlungskartoffeln an der Eurex gaben in der Berichtswoche weiter nach. Der November-Kontrakt wurde von der Eurex am Donnerstag für 15,60 Euro/t abgerechnet, was im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 1,10 Euro/dt bedeutete. Gehandelt wurde jedoch wieder ausschließlich der April-2011-Termin: Für die betreffende Ware wurden am Freitagnachmittag glatt 18 Euro/dt gezahlt, was verglichen mit dem Abrechnungspreis vom Donnerstag der Vorwoche eine Verbilligung um 2,30 Euro/dt oder 7 % bedeutete. Seit dem am 23. Juli verzeichneten Hoch von 24 Euro/t hat der Kontrakt somit ein Viertel an Wert verloren. Die Kaack Terminhandel GmbH erklärte den anhaltenden Kursabschwung mit den ergiebigen Regenfällen in allen Anbaugebieten, die die Chancen vergrößert hätten, dass bei den späten Sorten noch einiges heranwachsen könne. Unter dem Strich weiter bergab ging es auch mit dem an der Matif in Paris gelisteten Mahlweizen. Ware zur Andienung im November wurde am späten Freitagnachmittag für 210 Euro/t gehandelt; bezogen auf den Donnerstag der Vorwoche bedeutete dies einen Abschlag von gut 1 %. Unter der Woche gab es jedoch ein dynamisches Auf und Ab: Die Meldung, wonach Russlands Regierung die Einfuhr von 5 Mio t Getreide plane, sorgten am Donnerstag für kräftige Aufschläge, die die vorangegangenen Verluste nahezu ausglichen. AgE (24.08.2010)
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