Westlicher Maiswurzelbohrer jetzt auch in Nordrhein-Westfalen
DÜSSELDORF. Erstmals ist jetzt auch in Nordrhein-Westfalen ein Befall mit dem Westlichen Maiswurzelbohrer festgestellt worden. Wie das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium am Dienstag vergangener Woche mitteilte, wurde der von der Europäischen Union als Quarantäneschaderreger eingestufte Käfer auf einem Feld in Köln entdeckt. Es würden jetzt die Vorgaben der EU für Maßnahmen greifen, die zum Ziel hätten, den Schädling hier auszurotten, erklärte das Ministerium. Die Maßnahmen würden im Befallsgebiet durch den Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen organisiert, durchgeführt und durch ein intensives Monitoring begleitet. Um den Befallsort wird laut Angaben des Agrarressorts im Umkreis von 1 km eine Zone ausgewiesen, die eine Fläche von 314 ha umfasst. Innerhalb dieser Befallszone werde derzeit auf etwa 80 ha Mais angebaut. Dort würden in den nächsten Tagen Pflanzenschutzmittel zur direkten Bekämpfung der ausgewachsenen Schädlinge ausgebracht. Das Mittel sei für Bienen ungefährlich; trotzdem würden vorsorglich alle Imker im betroffenen Gebiet rechtzeitig vor der Bekämpfung durch den Pflanzenschutzdienst informiert. Darüber hinaus würden Vorgaben für einen Fruchtwechsel verfügt. Das heiße, in der Befallszone dürfe in den nächsten zwei Jahren kein Mais angebaut werden. Um die Befallszone werde im Umkreis von 5 km eine Sicherheitszone im Umfang von 10 990 ha eingerichtet, in der ebenfalls ein Fruchtwechsel verbindlich vorgeschrieben werde, teilte das Ministerium weiter mit. Dort dürfe auf dem gleichen Feld nur in jedem zweiten Jahr Mais stehen. Diese Maßnahmen würden bis zur amtlichen Feststellung der Befallsfreiheit gelten. Der Maiswurzelbohrer gilt global als einer der bedeutendsten Schädlinge: Weltweit werden jährlich etwa 20 Mio ha befallen, davon allein 13,5 Mio ha in den USA. In Deutschland wurde der Westliche Maiswurzelbohrer erstmals 2007 in Bayern und Baden-Württemberg gefunden. Seither wurde dort jedes Jahr erneut ein Befall festgestellt. AgE (26.08.2010)
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