Pöttinger: Segel für künftiges Wachstum gesetzt
Zum zweiten Mal in Folge schliesst das Familienunternehmen Pöttinger ein Rechnungsjahr mit einem Umsatzrückgang ab. Die 2009/10 umgesetzten 182 Mio. Euro entsprechen einem Minus von 18% gegenüber der Vorjahresperiode.
Trotz des Umsatzrückgangs um 18% auf 182 Mio. Euro (2007/08: 240 Mio. Euro, 2008/2009: 224 Mio. Euro) sieht sich das Familienunternehmen auf dem Landtechnikmarkt gut positioniert. «Wir haben die Talsohle der Krise gut durchschritten», betonten die beiden Geschäftführer Heinz und Klaus Pöttinger anlässlich der Pressekonferenz am alle zwei Jahre stattfindenden «Pöttingertag». Das Ergebnis sei insbesondere nicht so dramatisch, als dass das Unternehmen gemäss eigenen Aussagen im letzten Jahr in vielen Ländern Marktanteile gewonnen habe und Lagerbestände konsequent abbauen konnte.
«Wir wollen nach wie vor ein Spezialist für die Futterernte und Bodenbearbeitung bleiben. Insbesondere die alpine Schlagkraft ist uns ein zentrales Anliegen», betonte Heinz Pöttinger. Dies hat seinen Grund, denn gerade die Verkäufe an bäuerliche Familienbetriebe in den Kernmärkten seien auch im letzten Jahr kaum zurückgegangen, wogegen die grösseren Ackerbaubetriebe sich eher volatil gezeigt hätten.
Neue Maschinen
Pöttinger hat den innovativen Anbaubock für Front-Trommel- und –Scheibenmäher «alpha-motion» neu überarbeitet und optisch verfeinert. Ebenfalls in einem neuen Design kommen die Aufbereiter auf den Markt. Für den alpinen Bereich lanciert Pöttinger neu das Front-Scheibenmähwerk «Novaalpin 306» (Bild) mit 3m Arbeitsbreite. Das leicht gebaute Mähwerk hat seinen Antrieb auf der rechten Seite, so dass eine maximale Sicht bei den links gesteuerten Zweiachsmähern gegeben ist. Ebenfalls für den alpinen Bereicht sind die beiden Ladewagen «Boss L 25 T» und «Boss L 28 T» konzipiert. Der neue Doppelschwader mit Mittenablage «Top 852 C s-line» bietet viel Raum für die Schwaden. Eine Kreiselaushebung, bei der die Achse im Raum steht (Raumlenkerachse), sorgt für eine Bodenfreiheit von rund 60 cm, was rund 30% mehr Bodenfreiheit als bei derzeit am Markt verfügbaren Geräten bedeutet. Die Kreisel heben sich schräg – auf Wunsch mit elektrohydraulischer Einkreiselaushebung – nach hinten und oben – das garantiert einwandfreie Schwade am Vorgewende.
Im Sektor der Bodenbearbeitung bekommt die auf der Agritechnica 2009 in Hannover vorgestellte «Terrasem»-Generation Zuwachs mit dem Modell «Terrasem C9« mit 9 m Arbeitsbreite. Auch das neueste Modell in der Baureihe vereint die Schritte Bodenbearbeitung, Rückverfestigung und Saat in einem Arbeitsgang. Neben der exakten Saatgutablage und der zentralen Schardruckverstellung sind die Maschinen für eine optimale Bodenanpassung ausgelegt: Die seitlichen Klappfelder der Scheibenegge, des Packers und der Säschiene folgen der Kontur des Bodens.
Bereits im Markt erhältlich ist die neue «Lion–Vitasem» Kombination mit multifunktionalem Feinsärad für exakte Saatgutablage, optimierter Standraumverteilung und reduzierter Aussaatmengen. Die «Vitasem»-Anbaumaschinen können solo oder in Kombination mit der «Lion»-Kreiselegge eingesetzt werden.
(28.08.2010)
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