WVZ rechnet mit 3,7 Millionen Tonnen Zucker
BONN. Die heimische Zuckererzeugung aus Rüben wird sich 2010/11 nach der ersten Schätzung der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ) auf 3,762 Mio t belaufen; das wären 445 000 t oder etwa 13 % weniger als 2008/09, aber etwas mehr als 2007/08. Wie die WVZ am Dienstag vergangener Woche berichtete, gehen erste Proberodungen in den Regionen von einem durchschnittlichen Zuckerrübenertrag von 64,6 t/ha und einem Zuckergehalt von 17,7 % aus, und zwar bei einer gegenüber dem Vorjahr leicht reduzierten Anbaufläche von 362 009 ha. Im vergangenen Jahr waren in Deutschland bei einem mittleren Rübenertrag von 71,2 t/ha und einem durchschnittlichen Zuckergehalt von 18,2 % insgesamt 4,207 Mio t Zucker erzeugt worden. Das Anbaujahr 2010 sei bislang von extremen Bedingungen geprägt gewesen, stellte die WVZ fest. Das Frühjahr sei nass und kalt gewesen, so dass die Aussaat in den meisten Gebieten erst spät begonnen habe und oft habe unterbrochen werden müssen. Die anschließenden sommerlichen Temperaturen bis zu 39 Grad und die lang anhaltende Trockenheit hätten auch für die Zuckerrüben Stress bedeutet. Das Fehlen von Niederschlägen habe zu einem vorübergehenden Entwicklungsstillstand geführt. Im August hätten dann die kräftigen Regenfälle für einen Wachstumsschub gesorgt, so dass sich die Rübenerträge derzeit im fünfjährigen Mittel bewegten, erklärte die WVZ. Die Rübenanbauer hofften nun auf eine sonnige Phase, damit auch die Zuckergehalte noch etwas steigen könnten, so dass noch mit einer durchschnittlichen Ernte gerechnet werden könne. AgE (30.08.2010)
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