Getreidepreise: Südamerika steuert
Wieder einmal ist es das Wetter, das die Richtung an den Getreidemärkten vorgibt. In den letzten Wochen des alten Jahres haben die Berichte über die Trockenheit in Argentinien und im Süden Brasiliens zu einem kräftigen Anstieg der globalen Mais-, Soja- und auch Weizenpreise geführt. Immerhin entfallen auf die beiden südamerikanischen Länder knapp 30 % der internationalen Maisexporte und sogar 50 % der weltweiten Sojaausfuhren. Größere Ertrags- und Produktionseinbußen hätten also spürbare Auswirkungen auf die weltweite Versorgung mit Futtergetreide und Eiweißfutter. Diese Befürchtungen schlagen sich unmittelbar in der Preisentwicklung an den Getreide- und Ölsaatenmärkten nieder, auch wenn der Zeitpunkt für belastbare Prognosen noch sehr früh ist. In Argentinien erfolgt die Maisaussaat von November bis Dezember und die Ernte von April bis Mai. In Brasilien beginnt die Maisaussaat im Süden (Sommermais) des Landes im September und im Westen (Wintermais/Safrina) im Februar (nach Soja). Soja wird in Brasilien im Februar geerntet und in Argentinien im Mai. (05.01.2012)
Diese Seite Drucken – Versenden – Bookmarken
© Copyright 2000 – 2012 raiffeisen.com GmbH & Co. KG













