Deutscher Milchmarkt in Stichworten
Nach dem Jahreswechsel konnten die Molkereiunternehmen in Deutschland meist auf etwas mehr Rohstoff zurückgreifen als zuvor. Laut der Landesvereinigung der Milchwirtschaft in Nordrhein-Westfalen stieg die dortige Milchanlieferung in der ersten vollen Kalenderwoche des neuen Jahres um 0,2 % an; das Vorjahresniveau wurde allerdings um 6 % unterschritten. Die Organisation teilte weiter mit, dass sich die in diesem Bundesland erzeugte Milchmenge 2011 auf 2,96 Mio t belaufe und damit gegenüber dem Vorjahr um 3,3 % erhöht habe. Zum Jahresstart fiel auch das Milchaufkommen in Niedersachsen umfangreicher aus. Laut der dort ansässigen Landesvereinigung lieferten die Bauern während der sieben Tage bis zum 8. Januar 0,7 % mehr Milch an ihre Molkereien als in der Vorwoche; im Vorjahresvergleich wurde die Anlieferungsmenge um 1,6 % überschritten. Der Verband der Milcherzeuger Bayerns (VMB) berichtete ebenfalls über saisonal zunehmende Milchanlieferungen zu Jahresbeginn, die auch gemessen an der Vorjahresmenge wieder stärker expansiv seien. Weniger Rohstoff fiel in der ersten Januarwoche dagegen in Rheinland-Pfalz an. Die Milchanlieferungen verringerten sich dort zu Jahresbeginn nach Angaben der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft saisonal um 0,8 %. Bundesweit hatte den privaten und genossenschaftlichen Molkereibetrieben in der Woche zum 1. Januar 2012 bei einem Minus von 0,1 % annähernd genauso viel Rohstoff zur Verfügung gestanden wie in der Woche zuvor. Während sich dabei die erfasste Milchmenge in Westdeutschland saisonal um 0,2 % erhöhte, sank sie in den neuen Ländern jedoch um 1,3 %. Verglichen mit der betreffenden Vorjahreswoche erhöhte sich das Aufkommen im früheren Bundesgebiet um 2,5 % und in Ostdeutschland um 2,1 %, woraus für Deutschland insgesamt ein Plus von 2,4 % resultierte. http://www.agra-europe.de (16.01.2012)
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