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EU immer größerer Exporteur von Rindfleisch

Die Nettoexporte von Rindfleisch der Europäischen Union haben sich im vergangenen Jahr kräftig erhöht. Wie aus einer aktuellen Übersicht der EU-Kommission hervorgeht, wurden aus der Gemeinschaft von Januar bis November 2011 bezogen auf das Schlachtgewicht insgesamt 589 000 t Rind- und Kalbfleisch einschließlich lebender Tiere ausgeführt.

Dem standen Importe in Höhe von 296 000 t gegenüber. Der positive Handelssaldo belief sich damit auf 293 000 t, was verglichen mit der Nettoexportmenge in der Vorjahresperiode mehr als eine Vervierfachung bedeutete und soviel war wie seit zehn Jahren nicht mehr. Während die Exporte in Drittländer im Betrachtungszeitraum um 40 % wuchsen, importierten die EU-Mitgliedstaaten auf der anderen Seite 16 % weniger Ware vom internationalen Markt. Vor allem das große Kaufinteresse der Türkei, wohin insgesamt 156 400 t Rindfleisch einschließlich Lebendrinder geliefert wurden, sorgte für den Exportaufschwung. Das Land am Bosporus verdrängte damit Russland von Platz eins der wichtigsten EU-Kunden für Rindfleisch. Die Lieferungen nach Russland beliefen sich von Januar bis November 2011 auf 128 500 t; im Vorjahresvergleich entsprach dies einem Zuwachs von 5 %. Wachsende Absatzmöglichkeiten boten auch die Balkanstaaten Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und der Kosovo, in welche zusammen 55 200 t Rindfleisch verkauft wurden, was einem Plus von gut 20 % entsprach. Auf der Einfuhrseite verkaufte der wichtigste EU-Lieferant Brasilien mit 115 000 t in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres 14 % weniger Rindfleisch in die Gemeinschaft. Gleichzeitig fielen die Importe aus Argentinien mit 57 750 t und Uruguay mit 47 500 t um ein Fünftel kleiner aus als im Zeitraum Januar bis November 2010. Deutlich mehr Rind- und Kalbfleisch wurde dagegen von den EU-Importeuren in Australien und den USA bestellt; laut EU-Statistik waren hier Importzuwächse von rund 40 % zu verzeichnen. Diese konnte jedoch den Rückgang der Hauptlieferländer nicht ausgleichen; unter dem Strich gelangten gut 55 000 t weniger Rindfleisch aus Drittstaaten auf die Märkte der EU-Mitgliedsländer. http://www.agra-europe.de (25.01.2012)

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