Stimmung der Landwirte weiter relativ gut
Die Stimmungslage der deutschen Landwirte ist unverändert gut. Das geht aus dem jüngsten Konjunkturbarometer Agrar des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervor.
Der Konjunkturindex, der die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung und die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Landwirte zusammenfasst, tendierte nach Angaben des DBV im Dezember 2011 gegenüber dem Vorquartal sogar leicht nach oben. Das Konjunkturbarometer weise einen Wert von 32,6 aus, nach 31,9 im September und 33,5 im Juni, berichtete der Bauernverband am vergangenen Donnerstag in Berlin. Mit der Einschränkung, dass der nach Weihnachten einsetzende deutliche Rückgang der Schweinepreise in der Dezembererhebung kaum Berücksichtigung gefunden habe, könne festgestellt werden, dass die deutsche Bauern ihre Situation weiterhin relativ zuversichtlich beurteilten. Dabei erreichte dem DBV zufolge die Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage auf der Notenskala von 1 bis 5 mit durchschnittlich 2,72 einen Spitzenwert, der bislang nur im März 2008 erreicht worden ist. Die Einschätzung der künftigen wirtschaftlichen Lage falle mit 3,01 zwar nicht so positiv aus, bleibe aber im Zeitvergleich weiterhin auf einem relativ hohen Niveau.
Kostendruck stärker betont
Wie der DBV weiter mitteilte, sind im Vergleich zum September vor allem die Entwicklung der Fleisch- und Futtermittelpreise sowie auch die Ernteergebnisse des Jahres 2011 positiver beurteilt worden. Nahezu unverändert gut würden die Milch- und Rinderpreise eingeschätzt. Die Getreidepreise seien im Dezember allerdings deutlich schlechter beurteilt worden. Unverändert stark negativ wirken sich nach Darstellung des Bauernverbandes die Düngemittelpreise und die Pachten aus. Gegenüber September werde der Kostendruck, der von höheren Treibstoff- und Stromkosten ausgehe, von den Befragten noch stärker hervorgehoben.
Einbruch der Schweinepreise noch unberücksichtigt
In den Ackerbaubetreiben habe sich das Stimmungsbild zur wirtschaftlichen Lage der Landwirtschaft nach den Dezember-Ergebnissen wieder deutlich verbessert und das relativ hohe Niveau der Futterbaubetriebe erreicht, deren Stimmungswerte gegenüber September unverändert geblieben seien, führte der DBV aus. Schlechter als die anderen Betriebsformen, aber etwas besser als im September beurteilten die Veredlungsbetriebe ihre aktuelle wirtschaftliche Lage. Allerdings habe dabei der Einbruch der Schweinepreise kurz vor der Jahreswende kaum noch in die Bewertung eingehen können. Das betreffe auch die Einschätzung der wirtschaftlichen Situation. Die bessere Marktlage zur Zeit der Befragung lasse die Einschätzung der künftigen wirtschaftlichen Situation in den Veredlungsbetrieben etwas besser ausfallen als in den Ackerbau- und Futterbaubetrieben, deren Stimmungswerte gegenüber September leicht zurückgegangen seien.
(25.01.2012)
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