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Nur etwa 3 Prozent der Weltackerfläche für Biokraftstoffe

Schätzungen zufolge sind im vergangenen Jahr nur etwa 45 Mio ha oder 3 % der weltweiten Ackerflächen für den Anbau von Energiepflanzen wie Getreide, Ölpflanzen und Zuckerrohr sowie Zuckerrüben genutzt worden.

Darauf hat der Deutsche Bauernverband (DBV) am Dienstag vergangener Woche in Berlin hingewiesen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass bei der Biokraftstofferzeugung zu einem hohen Anteil pflanzliche Nebenprodukte anfielen, die als Futtermittel Verwendung fänden und damit die Nettoinanspruchnahme von Flächen für Energiezwecke deutlich kleiner ausfallen ließen, erklärte der DBV. Beim Getreide sind dies laut seinen Angaben etwa 40 % Schlempe, beim Raps rund 60 % Schrot. Prognosen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) über die Erzeugung von Bioethanol und Biodiesel für das Jahr 2020 führten zu einer Inanspruchnahme von 60 Mio ha bis 70 Mio ha, und das vor allem aufgrund einer höheren Verwendung von Pflanzenölen, Zucker und anderen Biomassestoffen, führte der Bauernverband weiter aus. Also nicht Getreide, sondern Pflanzenöle und Zucker wären nach dieser Prognose die Träger des Wachstums auf den Biokraftstoffmärkten. Dem DBV zufolge fallen nach überschlägigen Berechnungen von der globalen Biokraftstofferzeugung - Bioethanol und Biodiesel - des vergangenen Jahres 42 % auf die USA und 24 % auf Brasilien. Weitere 14 % entfielen auf die EU und 7 % auf China. Vom Weltgetreideverbrauch wurden 2011 laut DBV rund 150 Mio t oder knapp 7 % für Biokraftstoffe genutzt. Vom globalen Pflanzenölvorkommen flössen derzeit etwa 10 % in die Biodieselherstellung, in der EU 35 %. Bei Zucker dienten knapp 30 % der Welterzeugung der Ethanolherstellung, wobei es sich zu 98 % um Rohrzucker handle. Nahrungsmittel- und Energiemärkte hingen eng zusammen, stellte der DBV fest. Der Ausbau der Bioenergie beziehungsweise der nachwachsenden Rohstoffe biete den Landwirten für eine alternative Vermarktung ihrer Erzeugnisse strategische Chancen. Die Preise am Energiemarkt bildeten letztlich die Preisuntergrenze für Agrarprodukte. Bewegten sich jedoch die Lebensmittelpreise - wie zurzeit - oberhalb des energetischen Wertes der Produkte, gehe die wirtschaftliche Attraktivität der bioenergetischen Verwertung zurück. Auch die Bioenergieerzeugung sei empfindlich gegenüber volatilen Rohstoffpreisen. http://www.agra-europe.de (25.01.2012)

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