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Westfleisch ermittelt CO2-Footprint für Rindfleisch

Für die komplette Prozesskette der Rindfleisch-Produktion bei der Westfleisch eG, Münster liegt nun eine verlässliche CO2-Bilanz („Carbon Footprint“) vor. Damit hat die Westfleisch-Gruppe erstmals objektiv geprüfte Emissionsdaten für die Fleischsparten Schwein, Rind und Kalb ermittelt. Westfleisch dokumentiert mit der aufwändigen Analyse der CO2-Bilanz für den gesamten Rotfleisch-Bereich seine Vorreiter-Rolle für die deutsche Fleischbranche.

„Dem Ziel einer standardisierten und einer für unsere Kunden und den Handel nachvollziehbaren Darstellung der ökonomischen, ökologischen und sozialen und somit der gesellschaftlichen Leistung ist Westfleisch damit deutlich näher gekommen“, erklärt Dr. Helfried Giesen, Sprecher des Vorstands der Westfleisch eG, Münster. Die Öko-Bilanz fürs Rindfleisch komplettiert mit den CO2-Fußabdrücken für die Produktion von Schweinefleisch vor zwei Jahren (Ergebnis 3,2 kg CO2e/kg Fleisch) und für Kalbfleisch im vergangenen Jahr (Ergebnis 8,7 bis 10,9 kg CO2e/kg Fleisch) den Dreischritt der Genossenschaft. Ziel von Westfleisch ist die Erfüllung der Beschlüsse der UN-Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen, die dauerhafte Reduzierung von Treibhausgasen bis 2020.

Unterschiedliche Rohstoffe, unterschiedliche Werte
Bei der Produktion von Rindfleisch fallen zwischen 14,3 und 15,3 Kilogramm CO2-Äquivalente (CO2e) je Kilogramm erzeugtem Rinder-Muskelfleisch an, haben die Experten errechnet. Die Spannweite der Werte ergibt sich aus der unterschiedlichen Betrachtungsweise von Geschlecht und Schlachtrasse als „Einnutzungsrind“ (männliche Tiere, Fleischrasse) oder „Zweinutzungsrind“ (männliche Tiere, Milch- oder Fleischrasse). Der Rindfleisch-Carbon-Footprint wird vor allem durch die Umsetzung der Nahrung im Verdauungstrakt der Wiederkäuer während der Haltung geprägt. Die Futtermittel haben bei der Rindfleischproduktion einen deutlich geringeren Einfluss als bei der Schweinefleischerzeugung.

Der Carbon-Footprint für Rinderverarbeitungsfleisch (weibliche Tiere, Milchrasse), wie z.B. vorwiegend bei Hackfleischprodukten verwendet, ist im Vergleich zum Rindfleisch nur rund halb so hoch. Er liegt bei 6,6 kg CO2e/kg Fleisch und ist zu etwa 40 Prozent auf direkte Methanemissionen der Mutterkuh zurückzuführen. Der restliche Beitrag setzt sich fast ausschließlich aus den Futter- und Gülleemissionen zusammen. Im Unterschied zu Jungbullen ist das Hauptprodukt von Milchkühen die Milch, der ein Großteil der Treibhausgasemissionen hinzuzurechnen ist.

Objektiv „third party audited“
Westfleisch stützte sich bei der Erhebung auf die Zuarbeit von Experten der Landwirtschaftskammer NRW sowie der AGRAVIS AG aus Münster als namhaften Futtermittelhersteller. Für die Erarbeitung der Ökobilanz hat sich Westfleisch die Expertise der auf Ökoeffizienzanalysen spezialisierten BASF SE gesichert. Das Unternehmen hatte bereits die Ermittlung der CO2-Footprints für Schweine- und Kalbfleisch in den beiden Vorjahren begleitet. Das Ergebnis wurde durch die zur Fresenius-Gruppe gehörende Zertifizierungsgesellschaft SGS Germany bewertet und gilt somit in der Ökobilanz als „third party audited“.

Die CO2-Bilanz (Carbon Footprint) für den kompletten Rotfleisch-Sektor der Westfleisch-Unternehmensgruppe ergänzt die aktualisierte Fassung des Nachhaltigkeitsberichts nach den Standards der Global Reporting Initiative (GRI), der auf der Generalversammlung der Genossenschaft Ende Mai in Münster vorgelegt wird.

„Wir stehen nicht für Schnellschüsse“, hatte Giesen der Fleischbranche mit westfälischer Nachhaltigkeit die CO2-Bilanz vor drei Jahren auf der Branchenleitmesse Anuga in Köln angekündigt. Ab dem kommenden Jahr wird Westfleisch diese nun komplettierten Vergleichsdaten für die Rotfleisch-Range nutzen und in seine Ökobilanzierungen einbringen. Im regelmäßigen Turnus werden dabei die Veränderungen der Werte je Gattung gegenüber gestellt. (15.05.2012)

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