Deutsche Schweinehalter verlangen Hilfe bei der Erschließung neuer Märkte

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) fordert von der Politik ein verstärktes Engagement zur Erschließung neuer Absatzmärkte für Schweinefleisch, beispielsweise in Japan und Mexiko. Die aktuellen, vorsichtig optimistischen Signale am Rande der Grünen Woche, dass Russland sein Embargo gegen Agrarprodukte aus der EU lockern könnte, hält die ISN zwar für einen Silberstreif am Horizont, allerdings für bei weitem nicht genug. „Es muss noch viel mehr passieren“, erklärte die ISN heute in einer Pressemitteilung. Die Erzeugerpreise für Schlachtschweine lägen derzeit um rund 20 % unter dem Niveau des Vorjahres. Die Schweinehalter schrieben tiefrote Zahlen. Die Lage für Ferkelerzeuger wie Schweinemäster sei desaströs. Vor allem kleine und mittlere Familienbetriebe stünden auf der Kippe.
Unter anderem verlangt die ISN die unbürokratische und schnelle Ausarbeitung von Veterinärzertifikaten sowie angemessene Hilfen zur Verbesserung der Absatzchancen außerhalb Europas. „Mit Hilfen sind aber weder Exporterstattungen noch Subventionen gemeint“, stellten die Schweinehalter gleichzeitig klar. Ausfuhrerstattungen lehnt die ISN ausdrücklich ab. Auch die in einigen EU-Staaten geforderte Unterstützung der privaten Lagerhaltung ist nach Meinung der ISN keine Lösung. Damit verschiebe man lediglich die Probleme. Eine nachhaltige Entlastung des Marktes finde jedoch nicht statt. AgE (23.01.2015)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Wind- und Freiflächen-PV
Niedersachsen führt Abgabe ein
19.04.2024 — Der Landtag hat das Niedersächsische Windgesetz verabschiedet. Damit werden die Betreiber verpflichtet, für jedes neue Windrad oder jede Freiflächen-Photovoltaikanlage eine "Akzeptanzabgabe" von 0,2 Cent pro Kilowattstunde an die jeweilige Gemeinde zu zahlen. Zusätzlich müssen sie mit weiteren rund 0,1 Cent pro Kilowattstunde die Menschen im Umfeld von 2,5 Kilometern der Anlage direkt beteiligen.
Pflanzenschutzmittel
NABU: Einsatz nur noch im Notfall
19.04.2024 — Für eine naturverträglichere Landwirtschaft fordert der Naturschutzbund Deutschland in seinem "Grundsatzprogramm Offenland", Pflanzenschutzmittel nur noch im Notfall einzusetzen. Strukturelemente müssten bis 2030 ein Zehntel der Agrarlandschaft einnehmen, lautet eine weitere von insgesamt elf Forderungen. In der Tierhaltung sei eine Obergrenze von 1,8 Großvieheinheiten pro Hektar einzuführen.
Mehrwertsteuerfinanzierung
Beringmeier ist dafür
18.04.2024 — Der Vorschlag der Zukunftskommission Landwirtschaft für eine Mehrwertsteuerfinanzierung findet beim WLV grundsätzliche Zustimmung. Allerdings müsse er konkretisiert werden. Entscheidend seien eine gesetzliche Regelung, dass die Einnahmen vollständig den Betrieben zuflössen und diese Planungssicherheit für 20 Jahre bekämen, so der WLV.
Rundumschutz
R+V-AgrarPolice
Im Schadenfall kann die wirtschaftliche Existenz des Betriebes und damit die Lebensgrundlage der Familie und der Mitarbeiter schnell gefährdet sein. Landwirtschaftliche Unternehmer sind kaum in der Lage, für diesen Fall ausreichend Rücklagen zu bilden. Die R+V-AgrarPolice bietet umfassenden betrieblichen Versicherungsschutz, den Sie individuell für Ihren Betrieb zusammenstellen können.en.
Nachwachsende Rohstoffe
Anbau war 2023 rückläufig
17.04.2024 — Der Flächenbedarf für nachwachsende Rohstoffe (NawaRo) ist 2023 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Laut der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) war dafür eine geringere Biogasverstromung ursächlich. Im Segment des Energiepflanzenanbaus für Biogas ging der Flächenbedarf um 11% zurück. Der Trend dürfte sich fortsetzen, sofern die Konditionen für Alt-Biogasanlagen nicht verbessert werden, so die FNR.

xs

sm

md

lg

xl