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Mittleres Einkommen von 67 500 Euro für Niedersachsens Landwirte vorausgesagt

Für die Landwirte in Niedersachsen zeichnet sich nach zwei schwierigen Jahren wieder ein besseres Unternehmensergebnis ab. In einer Prognose für das laufende Wirtschaftsjahr 2016/17 errechnete die Landwirtschaftskammer Niedersachsen für Haupterwerbsbetriebe ein Einkommen, das über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt liegt. Der Vorhersage zufolge werden sie im Mittel 67 500 Euro erwirtschaften; das wären etwa 10 % mehr als im Schnitt der Wirtschaftsjahre 2011/2012 bis 2015/16.

„Diese Ergebnisse sind aber nicht mit den Bruttolöhnen in der Wirtschaft zu vergleichen“, relativierte der Kammerpräsident Gerhard Schwetje die Prognose heute in einer Presseverlautbarung. Von dem Erwirtschafteten seien neben den Privatentnahmen auch betriebliche Investitionen, private Steuern und die Altersvorsorge zu bezahlen. Deshalb seien die meisten Betriebe von einer Nettorentabilität, also einer adäquaten Verzinsung für das eingesetzte Kapital und die eingebrachte Arbeitskraft der Betriebsleiterfamilie, noch weit entfernt.

Besonders erfreut zeigte sich Schwetje von den Ergebnissen der Milchviehbetriebe und Schweinehalter, die es in den beiden zurückliegenden Jahren extrem hart getroffen hatte. Bei den Milchviehbetrieben weisen die Prognosen der Kammer zufolge einen Wert von etwa 77 000 Euro aus; das wäre ein Plus von 48 % gegenüber dem fünfjährigen Mittel. Damit könnten die Betriebe nach langer Durststrecke erstmals wieder einen Wert erzielen, der eine annähernd kostendeckende Milchproduktion in Aussicht stelle.

Für die Veredlungsbetriebe - Mastschweine und Ferkel - werden von der Kammer knapp 67 000 Euro vorausgesagt. Das entspräche einem Plus von 30 % gegenüber dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Trotz des positiven Trends wären die Betriebe bei einem solchen Wert aber noch weit davon entfernt, einen Unternehmensgewinn zu erzielen.

„Der Aufwärtstrend muss sich fortsetzen, damit die Tierhalter nach langer Zeit wieder die Möglichkeit haben, aufgeschobene Investitionen durchzuführen und die so wichtigen Risikorücklagen zu bilden“, erklärte Schwetje. Um die betrieblichen Folgen des Defizits der letzten Jahre aufzufangen, seien zwei wirtschaftlich gute Jahre unbedingt notwendig. AgE (14.02.2017)

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