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Vermehrer gegen Einbeziehung von Saatgut in die Stoffstrombilanz

Gegen die Einbeziehung von Saatgut in die Stoffstrombilanz hat sich der Bundesverband der VO-Firmen (BVO) positioniert. Beim Saatguthandelstag in Magdeburg wies der Geschäftsführer des Verbandes, Martin Courbier, heute darauf hin, dass der vor kurzem vorgelegte Referentenentwurf zur Stoffstrombilanzverordnung auch die Einstufung von Saatgut als Betriebsmittel und die Bilanzierung der enthaltenen Nährstoffe vorsehe. Die geplante Bilanzierung sei aber nur mit einem hohen Aufwand umsetzbar und zudem aufgrund der geringen Nährstoffmengen nicht verhältnismäßig.

Laut Courbier geht es bei der Bilanzierung der Nährstoffmengen im Saatgut allenfalls um 3 kg Stickstoff pro Hektar. In Anbetracht der üblichen Düngergabe von rund 180 kg N/ha werde deutlich, dass die logistische und technische Mehrbelastung nicht nachvollziehbar sei, so der Geschäftsführer.

Der BVO-Vorsitzende Jörg Hartmann monierte in diesem Zusammenhang, dass die im Referentenentwurf geplante Bilanzierung zudem Daten voraussetze, die in der Praxis gar nicht zur Verfügung stünden. So solle die Bilanzierung unter anderem nach Fruchtart und insbesondere nach Rohproteingehalt erfolgen. Letzterer werde beim Getreidesaatgut aber beispielsweise nicht erhoben. Wolle der Gesetzgeber dies so umsetzen, müsse jede Saatgutpartie gesondert beprobt und analysiert werden. Damit drohe ein neues „bürokratisches Monster“, warnte Hartmann.

Nach seiner Darstellung begrüßt die Saatgutbranche grundsätzlich den politischen Ansatz zur Bilanzierung der Nährstoffströme in der Landwirtschaft. Ebenso stehe man zum Ansatz, den Nährstoffeinsatz so effizient wie möglich zu gestalten. Die dafür ergriffenen Maßnahmen müssten aber verhältnismäßig und fachlich umsetzbar sein, forderte Hartmann. Deshalb lehne der BVO die geplante Einbeziehung von Saatgut in der Stoffstrombilanzierung ab. AgE (31.05.2017)

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