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Globale Nahrungsmittelnachfrage wächst langsamer

Ein weltweit insgesamt nicht mehr so stark wachsender Bedarf an Grundnahrungsmitteln wird in der nächsten Dekade den Preisanstieg für landwirtschaftliche Erzeugnisse begrenzen. Das ist zusammengefasst das Ergebnis einer heute veröffentlichten Gemeinschaftsprognose der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zur Entwicklung der landwirtschaftlichen Märkte bis zum Jahr 2026.

Die im Vergleich zu Höchstständen der vergangenen Dekade nun erwartet niedrigeren Preise am Getreidemarkt seien sowohl auf den verlangsamten Nachfragezuwachs in Schwellenländern als auch auf den politisch gesteuerten Rückgang des Bedarfs an Biokraftstoffen zurückzuführen. Auch die Aufstockung der Getreidebestände um 230 Mio t im letzten Jahrzehnt sowie die reichhaltigen Bestände anderer Nahrungsrohstoffe dürften die Nahrungsmittelpreise voraussichtlich gering halten, heißt es in der Prognose.

In ihrem mehrjährigen Ausblick gehen die beiden Organisationen davon aus, dass der Bedarf an Grundnahrungsmitteln - mit Ausnahme der am wenigsten entwickelten Länder - stabil bleiben wird. Die zusätzlich nachgefragten Kalorien und Proteine sollen im Prognosezeitraum am ehesten durch Pflanzenöl, Zucker und Milchprodukte gedeckt werden. Das Wachstum bei der Fleischnachfrage werde zurückgehen, da kein anderer Akteur China als Triebkraft dieser Entwicklung ersetzen werde. Zudem sei nur eine begrenzte Annäherung an westliche Ernährungsgewohnheiten in den weniger entwickelten Staaten zu erwarten.

Das Nachfragewachstum bei Ethanol und Biodiesel hat der Studie zufolge aufgrund niedrigerer Preise für fossile Brennstoffe und geringerer Anreize durch staatliche Fördermaßnahmen bereits nachgelassen. Obwohl die Energiepreise voraussichtlich wieder steigen werden, dürfte die abgeleitete Nachfrage nach Rohstoffen für Biokraftstoffe, insbesondere Mais und Zuckerrüben, nur noch langsam wachsen. Ausnahme seien einige Entwicklungsländer, in denen die Nachfrage durch proaktivere nationale Politikmaßnahmen angetrieben werde. AgE (11.07.2017)

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