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Bauernverband pocht auf langfristige Perspektive für herkömmliche Biokraftstoffe

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat seine Forderung nach einer langfristigen Perspektive für Biokraftstoffe der ersten Generation bekräftigt. DBV-Vizepräsident Wolfgang Vogel stellte heute in Berlin auf der Erntepressekonferenz des Verbandes fest, dass herkömmliche Biokraftstoffe auf der Basis von Raps, Zuckerrüben oder Getreide für den Klimaschutz auch nach 2020 unverzichtbar seien. Der Vorschlag der EU-Kommission, diese bis 2030 schrittweise durch Biokraftstoffe der zweiten Generation, etwa aus Stroh und Holzresten zu ersetzen, ist daher aus seiner Sicht nicht akzeptabel, zumal die die EU ihre Klimaschutzziele für den Verkehr bis 2030 so nicht erreichen könne. Der Bauernverband fordert daher erneut, den bis 2020 festgelegten Anteil von 7 % konventionelle Biokraftstoffe bis 2030 fortzuführen und Biokraftstoffe der zweiten Generation auf diese Quote aufsatteln zu lassen.

Von der kommenden Bundesregierung verlangte Vogel, die Spielräume für die Anhebung der sogenannten Treibhausgas-(THG)-Minderungsquote zu nutzen, um das Klimaschutzpotential von Biokraftstoffen voll auszuschöpfen. Dafür müsse die THG-Quote schon ab dem Jahr 2018 stufenweise von heute 4 % auf 6 % angehoben werden, erläuterte der DBV-Vizepräsident.

In der Einführung der Elektromobilität sieht Vogel einen „fortlaufenden Prozess“, der Verbrennungsmotoren auch auf längere Sicht nicht überflüssig mache.

Selbst nach 2030 würden gerade im Fern- und Schwerlastverkehr sowie bei Maschinen in der Land- und Forstwirtschaft flüssige Kraftstoffe benötigt. Vogel spricht sich daher dafür aus, die Beimischung von Biokraftstoffen im Schwerlastverkehr auf 30 % zu erhöhen.

Der Einsatz von Biotreibstoffen aus heimischen Rohstoffen hat nach Einschätzung des Bauernverbandes viele Vorteile: So könne der Verkehrssektor durch den Einsatz dieser Kraftstoffe die Vorgaben zur Senkung von Treibhausgasen zu vertretbaren Kosten erfüllen. Die Landwirte könnten ihre Fruchtfolgen mit wertvollen Kulturen erweitern, die Bodenfruchtbarkeit verbessern und zugleich heimische und gentechnikfreie Eiweißfuttermittel für die Tierhaltung erzeugen. AgE (23.08.2017)

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