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Ernteergebnisse in Brandenburg enttäuschend

Die Bauern in Brandenburg dürften in diesem Jahr nicht zuletzt aufgrund von Extremwetterlagen eine insgesamt deutlich kleinere Ernte als 2016 einfahren. Wie Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger heute in Vetschau feststellte, sind die Ertrags- und Ernteverluste in einigen Landkreisen so erheblich, dass die Landesregierung die Rahmenrichtlinie des Bundes für Hilfen nach extremen Wetterereignissen in Kraft setzen muss. Bei wichtigen Kulturen seien von den Betrieben regional hohe Ausfälle, in einigen Fällen sogar Totalverluste, angezeigt worden. Allerdings sei die Situation in einem großen Flächenland wie Brandenburg regional sehr unterschiedlich, erklärte Vogelsänger.

Während die Erträge bei der Wintergerste laut Angaben des Ministers im landesweiten Mittel mit 6,15 t/ha nur wenig unter dem des Vorjahres von 6,25 t/ha blieben, ist hier beim Winterraps ein regelrechter Einbruch zu verzeichnen: Mit geschätzten 2,64 t soll der Hektarertrag der Ölfrucht im Landesdurchschnitt um 0,9 t oder rund ein Viertel hinter dem von 2016 zurückbleiben. Für Winterroggen wird aktuell mit einer Ertragsverschlechterung von 1,0 t/ha auf nur 3,8 t/ha gerechnet. Mit Blick auf den Winterweizen wird für 2017 von einer mittleren Ertragsleistung von 6,2 t/ha ausgegangen; das wären 0,6 t/ha weniger als im Vorjahr.

Laut Vogelsänger kommt erschwerend hinzu, dass die Landwirte mit den Erntearbeiten nur sehr zögerlich vorankommen. Zeitweise sei beim Drusch ein Rückstand von ein bis zwei Wochen im Vergleich zu den Vorjahren zu verzeichnen. Wegen des Starkregens werde die Ernte mancherorts durch flachgedrücktes Getreide zusätzlich erschwert.

Obwohl genaue Zahlen zu den wirtschaftlichen Ausfällen bei den Acker- und Obstbauern noch nicht vorliegen, sind nach Darstellung des SPD-Politikers bereits Schritte unternommen worden, um möglichst zeitnah mit Hilfen reagieren zu können. Nach den Regularien der EU könnten betroffene Agrarunternehmen einen teilweisen Schadensausgleich aufgrund extremer Wetterereignisse erlangen. Antragsberechtigt seien Betriebe, die bezogen auf den durchschnittlichen wirtschaftlichen Ertrag der vergangenen drei Jahre Verluste von mindestens 30 % nachweisen könnten. AgE (24.08.2017)

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