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Schulze Föcking warnt vor „ideologischem Missbrauch“ des Themas Glyphosat

Für ein besonnenes Vorgehen bei der Diskussion um die zukünftige Verwendung des umstrittenen Pflanzenschutzmittelwirkstoffs Glyphosat hat sich Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking ausgesprochen. „Es ist wichtig, dass wir dieses Thema nicht politisch missbrauchen oder ideologisch überziehen“, sagte die Ressortchefin heute in Köln-Auweiler bei einem Besuch des Pflanzenschutzlabors der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Grundlage von politischen Entscheidungen sollte immer die Wissenschaft sein; dafür gebe es in Deutschland das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Schulze Föcking erklärte, dass es Wege gebe, den Einsatz von Glyphosat deutlich zu reduzieren. So sei es beispielsweise nicht notwendig, den Wirkstoff zur Sikkation, also zur Herbeiführung einer gleichmäßigen Abreife von Getreide, zu verwenden. Auch der Einsatz in der kommunalen Grünflächenpflege oder im privaten Garten müsse nicht unbedingt sein.

Die Ministerin plädierte dafür, differenziert an die Thematik heranzugehen. Auf der einen Seite sollten der Bevölkerung Ängste vor dem Pflanzenschutz genommen werden. Dazu müsse beispielsweise erläutert werden, wie gründlich Pflanzenschutzmittel geprüft würden. Andererseits gelte es, den Einsatz von Glyphosat kritisch zu hinterfragen und auch andere Pflanzenschutzmöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Schulze Föcking wies darauf hin, dass sie in dieser Thematik in engem Kontakt zu ihren Amtskollegen aus den anderen Bundesländern stehe, um eine möglichst bundeseinheitliche Vorgehensweise zu finden.

Seinen letzten Pressetermin hatte der Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Johannes Frizen. Nach zwölf Jahren im Amt wird er bei der morgigen Wahl eines neuen Präsidenten bei der Vollversammlung in Bad Sassendorf nicht mehr zur Verfügung stehen. Frizen erinnerte daran, dass die Kammer in den vergangenen Jahren ihre Standorte für die zentralen Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen neu konzipiert und dabei unter anderem Bonn nach mehr als 100 Jahren endgültig aufgegeben habe. Dennoch bleibe die Landwirtschaftskammer weiterhin mit zahlreichen Einrichtungen im Rheinland vertreten. AgE (08.12.2017)

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