Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Für die USA wird die Luft dünner

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
(AMI) Amerika verliert als Exportnation für Getreide und Ölsaaten an Wettbewerbsfähigkeit. Mangelnde Investitionen und die Infragestellung der bisherigen Handelsabkommen beeinträchtigen den Weltmarkthandel.
Die USA könnte 2018 seine jahrzehntelange Dominanz am größten Getreidemarkt der Welt an Brasilien verlieren. Während sich Brasilien zum Top-Agrarland mausert, kämpft der US-Getreidemarkt mit niedrigen Preisen und veralteter Infrastruktur. Gleichzeitig behindern die Bemühungen Washingtons, die Handelsabkommen neu zu verhandeln, die Absatzmöglichkeiten am Weltmarkt. Währenddessen profitiert Brasilien von niedrigen Produktionskosten und massiven Investitionen in die Infrastruktur. So hat bereits 2012/13 das südamerikanische Land die USA am Sojaexportmarkt vom Thron gestoßen, 2015/16 verdrängte Russland die USA am Weltweizenmarkt.
In der laufenden Sojaernte haben die brasilianischen Farmer bislang erst 17 % der Flächen geräumt. Sie werden dabei nachhaltig von Regenfällen gestört, denn zum Vorjahreszeitpunkt war bereits mehr als ein Viertel gedroschen. Dennoch legen sich die Sojaerzeuger mächtig ins Zeug, denn die Aussaat von Mais drängt. Gleichzeitig verbessern sich die Ertragserwartungen stetig, so dass bei den Sojabohnen nun 115,6 Mio. t erwartet werden. Das wären laut dem Beratungsunternehmen Safras & Mercado 1,4 Mio. t mehr als der Vorjahresrekord. Dabei waren schon zur Aussaat die Weichen für eine große Sojaernte gestellt worden, die Anbaufläche stieg gegenüber Vorjahr um 1,44 Mio. t ha auf 35,25 Mio. ha. Aber mit den Maiserträgen war lange gehadert worden. Es wird wohl nicht so viel Körnermais vom Acker kommen wie im Vorjahr, aber das Ergebnis wird wohl doch nicht so niedrig ausfallen wie lange Zeit vorhergesagt. Das Beratungsunternehmen geht derzeit auch davon aus, dass Brasilien 89,5 Mio. t Mais erzeugt. Das wären allerdings 17 % weniger als 2016/17, da die Anbaufläche um 11 % reduziert wurde und auch beim Mais die Erträge wohl nicht an das Vorjahresergebnis herankommen werden.
(22.02.2018)

Das könnte Sie auch interessieren

Produktionswert
Landwirtschaftlicher Produktionswert 2018 wohl rückläufig
Der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft dürfte im zu Ende gehenden Jahr 2018 gesunken sein. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn beziffert die Kenngröße mit Verweis auf erste vorläufige Schätzungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf 53,26 Mrd Euro; das wären 2,99 Mrd Euro oder 5,3 % weniger als 2017.
Ferkelkastration
Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration "gleichberechtigt"
Die Alternativen der betäubungslosen Ferkelkastration stehen nach Ansicht der Bundesregierung gleichberechtigt nebeneinander. Das geht aus einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs vom Bundeslandwirtschaftsministerium, Hans-Joachim Fuchtel, hervor, mit dem er gestern eine parlamentarische Anfrage der agrarpolitischen Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Dr. Kirsten Tackmann, beantwortete. Laut Fuchtel ist es wichtig, dass der einzelne Landwirt das für ihn geeignete Verfahren wählen kann.
GAP-Reform
Deutschland begrüßt Ergebnisorientierung der GAP-Reform
Mit Nachdruck hat sich die deutsche Delegation zumindest im Hinblick auf deren stärkere Ergebnisorientierung hinter die Vorschläge der EU-Kommission für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 gestellt.
Sicherheitsdatenblätter
Sicheres Arbeiten mit Gefahrstoffen
Für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen sind Sicherheitsdatenblätter unerlässlich. Wir stellen Ihnen in einer Datenbank alle Sicherheitsdatenblätter zur Verfügung – immer vollständig und aktuell für Sie zum downloaden. Alle Betriebsmitteln, von denen Gefahren ausgehen, werden als Gefahrstoffe eingestuft. Dazu gehören Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Düngemittel, Säuren und Laugen, Lacke und Farben und viele weitere.
Dürre
Dürrehilfen aus dem Bund-Länder-Programm werden rege nachgefragt
Die Dürrehilfen von Bund und Ländern werden in den von der diesjährigen Trockenheit betroffenen Bundesländern offenbar sehr gut angenommen. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium heute berichtet, waren bis zum 7. Dezember bundesweit 8 519 Anträge bei den zuständigen Landesbehörden eingegangen.

xs

sm

md

lg

xl