DBV: Aldi erpresst Molkereien

Wie Pressemitteilungen zu entnehmen ist, setzt der größte Discounter Deutschlands, die Aldi-Gruppe, den Molkereien bei den anstehenden Listungsgesprächen wiederum heftig zu. Die Ankündigungen, ab kommender Woche den Verkaufspreis von Konsummilch um 10 Cent pro Liter zu senken, ist für die hart arbeitenden Milchbauern eine Provokation, erklärt der Deutsche Bauernverband (DBV).

Der DBV verurteilt dieses Vorgehen der Discounter aufs Schärfste und wird seine Reaktion auf diesen provokativen Verhandlungsabschluss sehr genau und gezielt abwägen. Außerdem kündigt der DBV an, dass bei den auf ein halbes Jahr verkürzten Verträgen und des weltweiten Nachfragesogs nach Milch und Molkereiproduktion der Ausgleich dieses Preiseinbruchs im kommenden Herbst durchgesetzt werden wird.

Der DBV erkennt an, dass es einigen Molkereien gelungen ist, erträglichere Bedingungen mit der Aldi-Gruppe auszuhandeln. Das sollte die Molkereiwirtschaft ermutigen, bei den weiteren Listungsgesprächen für Joghurt und Käse auf der Einhaltung marktorientierter und fairer Bedingungen zu bestehen. Die Molkereien wurden aufgefordert, alles zu tun, um den Milchauszahlungspreis weitestgehend auf dem Niveau von 2007 zu stabilisieren.

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