Miller fordert Rückkehr zu solider Preispolitik
München – Empört zeigt sich Bayerns Landwirtschaftsminister
Josef Miller über die drastischen Preissenkungen bei Milch
und Milchprodukten im Lebensmitteleinzelhandel. Miller: „Wer hochwertige
und heimische Lebensmittel zu Schleuderpreisen anbietet, gefährdet die
Existenz unserer Bauern, die von ihren Produkten leben müssen.“ Hier werde
eine Marktmacht ausgespielt, die nur vordergründig den Verbrauchern
zugute kommt. Miller: „Wenn unsere Landwirte die Milcherzeugung einstellen
müssen, zahlen wir alle die Rechnung.“
Auch wenn die Milchmenge nicht mehr so knapp ist wie im vergangenen
Jahr, seien Preiseinbrüche von 16 bis 18 Prozent nicht nachvollziehbar
und nicht gerechtfertigt, erklärte der Minister. Wenn große Handelsketten
nahezu gleichzeitig und in gleichem Ausmaß die Preise für Milchprodukte
senken, dann richte sich dies gegen Milcherzeuger und Molkereien. Um
weiterhin hochwertige Milch und Milchprodukte herstellen zu können,
brauchen die Erzeugerbetriebe laut Miller einen Milchpreis, der nicht nur
die gestiegenen Produktionskosten deckt, sondern auch die notwendigen Investitionen
in moderne Haltungsformen und Produktionstechnik sowie eine
angemessene Lebenshaltung ermöglicht. Eine faire Preisgestaltung ist seinen
Worten zufolge Grundvoraussetzung für die Erhaltung einer flächendeckenden
Milchwirtschaft in Bayern und die Stabilität des ländlichen Raums.
Die großen Handelsketten forderte der Minister auf, schnellstmöglich
wieder zu einer soliden Preispolitik zurückzukehren, die auch den produzierenden
Landwirten das Überleben ermöglicht.
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