KTG Agrar plant weiteres Wachstum
HAMBURG (Dow Jones)--Der Agrarproduzent KTG Agrar AG, Hamburg, will sein Geschäft auch in den kommenden Jahren weiter deutlich ausbauen. Landwirtschaft sei ein Zukunftsmarkt mit Wachstumspotenzialen sowohl im ökologischen als auch im konventionellen Anbau, stellte der Vorstandsvorsitzende von KTG Agrar, Siegfried Hofreiter, jetzt anlässlich der Vorstellung der vorläufigen Geschäftszahlen für 2007 fest. Hofreiter erwartet künftig eine stabile Preisentwicklung auf hohem Niveau.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2008 kündigte er eine neuerliche deutliche Steigerung des Umsatzes bei einer überproportionalen Verbesserung des operativen Ergebnisses an. Der Flächenbestand soll demnach auf über 22.500 ha von 17.500 ha zum Ende 2007 anwachsen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 sorgte bei dem Unternehmen eine hohe Nachfrage nach Agrarrohstoffen für ein kräftiges Wachstum: Nach vorläufigen Zahlen stiegen die Gesamterlöse um 67% auf rund 30 (Vorjahr: 18) Mio EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um rund 60% auf 4 (2,5) Mio EUR. Zugleich vergrößerte die KTG-Gruppe ihren Flächenbestand im Jahr 2007 um fast 30% auf rund 17.500 ha. Dabei nahm der Eigentumsanteil von 13,8% auf 15% zu. Als Produzent von ökologischen und hochwertigen konventionellen Marktfrüchten wie Getreide, Mais und Raps habe das Unternehmen insbesondere von der steigenden Nachfrage in Deutschland profitiert, zeigte sich Hofreiter zufrieden mit dem Geschäft im vergangenen Jahr.
Dazu trug auch der Geschäftsbereich Energieproduktion von KTG Agrar bei. Seit November 2007 sind alle zehn Biogasanlagen mit einer elektrischen Anschlussleistung von insgesamt 6,5 MW am Netz. Trotz deren schrittweiser Inbetriebnahme im vorigen Jahr setzte das Unternehmen in diesem Segment bereits mehr als 4 Mio EUR um. KTG Agrar will zukünftig für die Biogasproduktion verstärkt so genannte Zweitfrüchte nutzen. So wird erst nach der Ernte von Winter-Roggen für die Lebensmittelproduktion Hirse als Einsatzstoff für die Biogasproduktion angebaut, erläuterte Hofreiter. Er sieht in der Biogasproduktion viele Vorteile: Denn sie liefert zum einen gut planbare Umsätze und hohe Margen. Darüber hinaus nutzt KTG Agrar die Gärreste als Ökodünger und kann so den Ernteertrag im ökologischen Marktfruchtanbau deutlich erhöhen, betont der Vorstandschef. Im Jahr 2007 lag der Anteil der Flächen für die Biogasproduktion am Gesamtbestand des Unternehmens deutlich unter 20%.
DJG/12/jc/sru/28.4.2008
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