Britische Biokraftstoffindustrie fordert mehr Unterstützung von Regierung

LONDON (Dow Jones)-Großbritanniens Biokraftstoffindustrie macht Druck auf die Regierung. Diese habe bisher versäumt, in der Debatte über den Einsatz pflanzlicher Rohstoffe zur Energieerzeugung eine führende Rolle zu spielen. Stattdessen sei Regierung zu häufig in die Defensive gegenüber der Kritik vieler Nichtregierungsorganisationen geraten, sagte Graham Prince vom Biokraftstoffproduzenten D1 Oils. Statt zu reagieren, müsse die Regierung ihre Biokraftstoffpolitik aktiver kommunizieren.

In den vergangenen Monaten war die Nachhaltigkeit von Biotreibstoffen und ihre Auswirkung auf die Entwicklung der Nahrungsmittelpreise in Großbritannien zunehmend in die öffentliche Diskussion gelangt. Am Anfang des Monats hatte die Regierung angekündigt, dass 2,5% des für den Straßentransport benötigten Treibstoffs künftig aus regenerativen Quellen stammen müsse. Doug Ward, Vorsitzender der Renewable Energy Association, warf der Regierung vor, sie habe ihre Biokraftstoffstrategie bisher zu wenig verteidigt. Im Gegensatz dazu stünde die EU-Kommission deutlich offensiver zu ihren Biotreibstoffzielen, so Ward weiter. DJG/DJN/mil/30.4.2008

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