RMX/ Grillwetter treibt Schlachtschweine-Futures

HANNOVER (Dow Jones)--Vielversprechend begann am Montag die neue Handelswoche an der RMX in Hannover. Mehr als deutlich im Aufwind präsentierten sich die Schlachtschweine-Futures. Am Wochenende liefen die Grills der Nation auf Hochtouren und die Laufzeiten bis November schossen um bis zu 1,5 cts in die Höhe. Der neue Frontmonat Mai legte ebenfalls deutlich zu und zeigt, dass offenbar auch im physischen Markt noch Luft nach oben ist. Mit insgesamt 56 gehandelten Kontrakten hat dieser Trend durchaus aussagekräftigen Charakter, kommentierte ein Börsenteilnehmer. Schon fast in Hochstimmung ist derzeit der Kassamarkt. Sommerwetter, Monatsanfang und die Spargelzeit mit gesteigerter Schinkennachfrage verursachen eine schon fast nicht mehr für möglich gehaltene Nachfrage nach Schlachtschweinen. Die Euphorie führt soweit, dass selbst der fehlende Schlachttag am Pfingstmontag der guten Stimmung nichts anhaben kann.

Die Schlusskurse für die Schlachtschweine-Futures an der RMX lagen am Montag bei 1,556 EUR/ kg SG (plus 0,8 cts) für den Mai (3. Woche). Der Juni (1. Woche) lag bei 1,590 EUR/ kg SG (plus 1,2 cts) und der Juni (3. Woche) bei 1,640 EUR/kg SG (plus 1,5 cts). Der Juli schloss mit 1,679 EUR/ kg SG (plus 1,3 cts) und der August ging mit 1,680 EUR/ kg SG (plus 0,9 cts) aus dem Handel. Insgesamt wurden 56 Kontrakte gehandelt.

Der Kartoffelterminhandel startete schwungvoll in die zweite Maiwoche. Die Börse spielte weiter mit den Erwartungen für die neue Ernte, so dass die Notierungen nach oben kletterten. Auch die Speisekartoffeln wurden bei geringen Umsätzen mitgezogen. Der Novembertermin erhielt weiter keinerlei Beachtung.

Die Pflanzarbeiten für Kartoffeln aller Reifegruppen sind intensiv im Gange. Die warmen Temperaturen und die trockenen Winde führen auf schweren Böden zur Verhärtung der Oberfläche nach der Pflanzung. Die Landwirte warten dringend auf Niederschläge, sonst dürfte sich das Wachstum regional verzögern. Marktteilnehmer befürchten im Juni einen Mangel an Kartoffeln, da die neue Ernte verzögert ausreift. Der Wettbewerb um alterntige Ware wird intensiver. Die vorhandene frühe Importware kommt nicht in den benötigten Mengen und Sortierungen. Der Industriekartoffel-Kontrakt für Juni 2008 schloss am Montag, mit 11,00 EUR/dt (plus 0,10 EUR), der November 2008 mit 11,50 EUR/dt (unverändert) und der April 2009 mit 17,90 EUR/dt (plus 0,30 EUR). Die Speisekartoffeltermine schlossen bei 10,00 EUR/dt (unverändert) für den November 2008 und der April 2009 mit 16,50 EUR/dt (plus 0,50 EUR). London Potatoes auf die Laufzeit April 2009 schlossen mit 22,50 EUR/dt (minus 0,50 EUR). Insgesamt wurden 200 Kartoffelkontrakte umgeschlagen. DJG/wda/emk/5.5.2008

Diese Seite drucken
Diesen Artikel per E-Mail versenden

Alle mit "Dow Jones" gekennzeichneten Beiträge: © Dow Jones & Co., Inc.

Impressum – Kontakt: info@raiffeisen.com
© Copyright 2000 – 2008 raiffeisen.com GmbH & Co. KG