Ernteschätzung im Zeichen günstiger Witterung:
Getreide wird auf 46,7 Mio. t, Raps auf 5,2 Mio. t veranschlagt
Berlin. Die Schätzungen zur Getreide- und Ölsaatenernte 2008 hat der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) nach seiner monatlichen Umfrage bei den Mitgliedsgenossenschaften erneut nach oben gesetzt.
Im Vergleich zum sehr trockenen Vorjahr erwartet der DRV derzeit rund 10 % höhere Getreide-Durchschnittserträge. Einhergehend mit einer um 5 % ausgedehnten Anbaufläche dürfte damit die Ernte gegenüber dem Vorjahr um knapp 6 Mio. t bzw. 15,4 % auf 46,7 Mio. t steigen. In der Märzschätzung des DRV wurde mit 45,7 Mio. t noch eine um 1 Mio. t geringere Getreideproduktion veranschlagt.
Auch die jetzt blühenden Rapsfelder zeigen einen deutlich besseren Wachstumsstand als vor einem Jahr. Der DRV erwartet bei Winterraps einen Durchschnittsertrag von 3,7 t/ha. Dies wären je Hektar Anbaufläche knapp 300 kg oder 7 % mehr als 2007. Da die Anbaufläche insgesamt um 8,7 % oder ca. 120.000 ha auf 1,4 Mio. ha eingeschränkt wurde, wird eine Rapsernte von 5,2 Mio. t erwartet, die das Vorjahresergebnis von 5,3 Mio. t knapp verfehlt.
Für den weiteren Vegetationsverlauf ist entscheidend, dass bei zunehmend warmer Witterung sowohl bei Getreide als auch bei Raps der Befallsdruck mit pilzlichen Schaderregern und insbesondere Schadinsekten kontrolliert und Ertragsverluste minimiert werden. Bei weitgehend normalem Witterungsverlauf könnte die nächste Ertragsprognose Anfang Juni dann nochmals höher ausfallen.
Weitere Informationen: Dr. Henning Ehlers, DRV-Abteilung Warenwirtschaft, Tel. 0228 106-351, E-mail: ehlers@drv.raiffeisen.de
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