Gefahrenquelle Weidezaun

Sorgfaltsanforderungen an den Tierhalter

(aid) - Ausgebrochene Weidetiere verursachen immer wieder Verkehrsunfälle. So wie die Schafherde, die bei Fulda einen ICE entgleisen ließ und damit einen millionenschweren Schaden hinterließ. Wenige Tage später tötete ein Regionalzug in Thüringen zwölf Rinder, die sich auf den Gleisen aufhielten. Für Schäden, die aus Weiden ausgebrochene Tiere verursachen, haftet der Tierhalter. Es sei denn, er kann nachweisen, dass er bei der Beaufsichtigung der Tiere die erforderliche Sorgfalt beachtet hat. Welche Sorgfaltsanforderungen bei Weidetieren gelten, ist durch die einschlägige Rechtsprechung bekannt. Einen absolut ausbruchssicheren Weidezaun gibt es nicht. Bei Tieren in Panik halten manchmal auch "Stahlkonstruktionen" mit einbetonierten Pfosten dem Druck der Tiere nicht Stand. Die Tiere müssen auf der Weide auf alle Fälle ausreichend mit Futter und Wasser versorgt sein. Weideunverträgliche Tiere müssen beispielsweise ausgesondert werden. Es muss alles verhindert werden, was Unruhe in die Herde bringt. Die Art des Zaunes ist abhängig vom Gefährdungspotenzial der Umgebung und von der weidenden Tierart und -kategorie. Das heißt, eine Weide in unmittelbarer Nähe einer stark befahrenen Straße oder gar einer ICE-Bahntrasse ist anders zu beurteilen als eine Weide an einem Feldweg. Weidezäune für Schafe müssen anders beschaffen sein als Zäune für Pferde und es ist ein Unterschied, ob weideerfahrene Milchkühe oder Mutterkühe mit Nachzucht gehalten werden. Weidezäune müssen auch regelmäßig (oft täglich) auf ihre Funktionssicherheit überprüft werden. Das aid-Heft "Sichere Weidezäune" informiert über mögliche Weidezaunarten und -varianten für Rinder, Pferde, Schafe, Wild und Schweine und gibt Empfehlungen zur Anzahl und Höhe der Einzeldrähte. aid, Dr. Elisabeth Roesicke

aid-Heft "Sichere Weidezäune" 44 Seiten, Bestell-Nr. 61-1132, ISBN 978-3-8308-0066-8, Preis: 2,00 EUR (Rabatte ab 10 Heften), zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung

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