Lahmheiten bei Kühen mindern die Fruchtbarkeit
Bereits geringes Lahmen führt bei Milchkühen zu einer negativen Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit.
In einer wissenschaftlichen Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover ging man dem Zusammenhang zwischen Fundamentproblemen und den Fruchtbarkeitsleistungen bei 839 Kühen auf den Grund.
Diese Tiere wurden in einer Laktationsperiode zweimal im Abstand von einem sechs Monaten einer Klauenpflege unterzogen. Dabei wurden alle Klauen geschnitten sowie Veränderungen am Fundament, verschiedene Diagnosen, Lahmheiten und die Schwere der Lahmheit mit einem Grad von 0 bis 3 dokumentiert (0 = kein Befund, 3 = schwere Lahmheit).
Lahmende Kühe wurden zwischen den Klauenpflegeterminen einmal wöchentlich behandelt. Auch hier wurden der Lahmheitsgrad und die Ursache festgehalten. Zur Beurteilung der Fruchtbarkeit wurde in den Auswertungen ein Vergleich zwischen lahmenden und nicht lahmenden Tieren angestellt. Hierbei unterteilten die Wissenschaftler nach Laktationsnummer, maximalem Lahmheitsgrad, Lahmheitshäufigkeit und Zeitpunkt des Auftretens der Probleme in der Laktation. Die Fruchtbarkeit wurde anhand der vorliegenden Einzeltierdaten über die Anzahl der Besamungen, Zwischenkalbezeit etc. beurteilt.
Ergebnis: Lahmheit hatte einen deutlich negativen Effekt auf die Fruchtbarkeitsparameter, in erster Linie, wenn die Lahmheit im Zeitraum von 60 bis 100 beziehungsweise 71 bis 105 Tage nach dem Kalben auftrat. Vor allem geringgradige Lahmheiten führten schon zu schlechteren Fruchtbarkeitsergebnissen mit erheblichen ökonomischen Verlusten. Daher muss großes Augenmerk auf die regelmäßige Klauenpflege und das Vorbeugen von Klauenerkrankungen gelegt werden.
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