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Allgemeines

Die Gerste (Hordeum vulgare) ist die Getreideart mit der größten ökologischen
Anpassungsfähigkeit. Sie wird von den Trockengebieten der Subtropen bis an
die Grenze des Ackerbaus in Nordeuropa angebaut. Ursprungsgebiet ist der Nahe Osten.
Hauptanbaugebiete sind Europa, Rußland und Nordafrika. Die genetische Variabilität
ist sehr groß. Es gibt Sommer- und Winterformen, bespelzte und freidreschende
Typen und zwei- und mehrzeilige Genotypen.
Wichtigste Verwertungsrichtung der Wintergerste ist die Fütterung.
Vor allem Schweinemäster schätzen sie sehr aufgrund ihrer Eignung zur Fütterung.

  gerste.jpg (11784 Byte)

Zuchtziele

Neben dem Ertrag sind vor allem Resistenzen gegen pilzliche Erkrankungen von Wichtigkeit. In Mitteleuropa steht die Mehltauresistenz im Vordergrund, daneben sind Resistenz gegen Gelbrost und Gelbmosaikvirus bedeutend. Qualitätsanforderungen unterscheiden sich je nach Nutzungsrichtung: Sommergerste ist meist zweizeilig und wird als Braugerste verwendet, Wintergerste kann zwei- oder mehrzeilig sein und dient als Futtergerste. Der Proteingehalt soll bei der Braugerste niedrig und bei der Futtergerste hoch sein.


Zuchtmethodik

Gerste ist ein relativ strenger Selbstbefruchter. Die Erzeugung von Haploiden ist einfacher als bei anderen Getreidearten. Gerste ist das klassische Objekt für Mutationsauslösung. Kreuzung mit Wildarten sind relativ leicht durchführbar.


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