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Ackermanager - Roggen/Triticale - Düngung

 
 

Allgemeine Düngeinformationen

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Nährstoffentzüge

   N P2O5 K2O MgO
kg/dt Korn 1,5 0,8 0,6 0,1
kg/dt Korn und Stroh 2,0 1,1 2,6 0,3
kg/70 dt Korn 140 77 182 21,0

 

Stickstoff

Voraussetzung für hohe, wirtschaftliche N-Gaben sind gesunde und standfeste Roggenbestände. Der Nmin Sollwert im Frühjahr liegt bei 100 kg/ha. Bei Ertragserwartungen über 70 dt/ha sind Zuschläge von 20 kg/ha zum Sollwert einzuplanen. Üblich sind zu Vegetationsbeginn 40 - 70 kg/ha als Mineraldünger.

Die empfohlene Schossergabe liegt im Bereich 20 - 40 kg/ha N. Die Spätdüngung ist mit 30 - 50 kg/ha N ausreichend. Sie fördert die Kornausbildung und die Kornqualität.


Phosphat

Die Aufgaben des Phosphates in der Pflanze sind sehr vielfältig. Es ist wesentlich an der Steuerung des Stoffwechsels in der Pflanze beteiligt und trägt in großem Maße zur Bildung von Speicherstoffen (Eiweiß, Stärke) bei.

Bestände, die an einem P-Mangel leiden, zeigen ähnliche Symptome wie Mangelbestände:

schwaches Wurzelwerk
dünne Stengel
schmutzig-grüne, teilweise rötliche Verfärbung der Blätter
mangelnde beziehungsweise schwache Kornausbildung

Ein Getreidebestand nimmt im Zeitraum von Ende Mai bis Anfang Juli 60% des gesamten P-Bedarfes auf, das entspricht einer Menge von bis zu 1,5 kg Phosphat je ha und Tag.
Deswegen sollen P-Formen zum Einsatz gelangen, die gut löslich sind und leicht von der Pflanze aufgenommen werden können. Hier spielen Standortbedingungen eine große Rolle, da vor allem auf Böden mit hoher Kalkversorgung die Gefahr der Festlegung von Düngephosphaten besteht. Umgekehrt kann die Anwendung stark versauernd wirkender Dünger (Harnstoff) eine Mobilisierung von P verursachen.

Geeignete P-Dünger für Getreide sind Superphosphat, Triplesuperphosphat,Thomasphosphat, Hyperphos, NP- und NPK-Dünger.

Kali

Wichtigste Aufgabe von Kalium in der Getreidepflanze ist die Regulation des Wasserhaushaltes. Ausreichend mit Kali versorgte Getreidebestände haben einen geringen Wasserverbrauch, überstehen Trockenperioden besser und haben eine höhere Kältetoleranz (Auswinterungsschäden). Auch der Protein- und Eiweißstoffwechsel in der Pflanze wird wesentlich vom Kalium beeinflußt.
Bestände, die an Kali-Mangel leiden, zeigen zum Teil ähnliche Symptome wie Bestände, die einen N-Überschuß haben:

mangelnde Standfestigkeit
höhere Krankheitsanfälligkeit
Welkesymptome
Chlorosen an den älteren Blättern
geringe Einlagerung von Reservestoffen im Korn

Für eine ausreichende Kali-Versorgung sind Düngersorten wie Korn-Kali, Patent-Kali sowie Volldüngersorten geeignet. Tonreiche Böden können Kali in ihren Mineralen absorbieren, welches dann der Pflanze nicht mehr zur Verfügung steht.

 

Magnesium

Als zentraler Baustein des Chlorophyll kommt dem Magnesium eine wichtige Bedeutung zu.
Magnesiummangel zeigt sich durch schwache Blattgrünbildung und perlschnurartig aufgereihte Aufhellungszonen auf den Getreideblättern.

Die Auswaschungsverluste liegen im Schnitt bei 20 - 60 kg MgO/ha und Jahr. Die Nährstoffzufuhr kann über MgO -haltige Düngemittel erfolgen zum Beispiel Korn-Kali 40/5, Mg-Kalke, KAS mit MgO und Mehrnährstoffdünger.

Zur Aufdüngung sollte das hochkonzentrierte und leichtlösliche Kiesent 27 % MgO eingesetzt werden.

Um verdecktem MgO Mangel vorzubeugen, kann auch Bittersalz 16 % MgO in Verbindung mit Pflanzenschutzmaßnahmen gespritzt werden. Jedoch läßt sich der gesamte MgO-Bedarf über diese Maßnahme nicht abdecken.

 

Schwefel

Auch im Getreideanbau gewinnt der Schwefel immer mehr an Bedeutung. Ein gut entwickelter Getreidebestand benötigt circa 15 - 25 kg/ha Schwefel. Dieser soll nach Möglichkeit in sulfatischer Form verabreicht werden, um eine rasche Aufnahme durch die Pflanze sicherzustellen. Schwefelmangel zeigt sich zunächst wie Stickstoffmangel, die Pflanzen neigen zu Starrtracht, hellen vor allem an den Blatträndern auf und zeigen Chlorosen. Schwefel kann aber in der Pflanze nicht umverlagert werden, so daß die jüngeren Blätter die die oben beschriebenen Symptome zeigen, während die alten Blätter völlig normal erscheinen.

 

 


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