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Allgemeine Düngeinformationen
/Erbsen

Erbsen binden mit Hilfe der Knöllchenbakterien in den Wurzeln Luftstickstoff und nutzen diesen Stickstoff für ihre Ernährung. Die Stickstoffanreicherung eines Erbsenbestandes als Hauptfrucht ist enorm und kann bis 300 kg N/ha betragen.

Durch intensives Wurzelwachstum besitzen Erbsen ein hohes Nährstoffaufschließungsvermögen. Sie können daher auch schwer zugängliche Nährstoffe, insbesondere Phosphat, nutzbar machen. Voraussetzung dafür sind aber optimale Aussaat- und Wachstumsbedingungen, vor allem eine gute Kalkversorgung.


Nährstoffentzüge


Auch bei Erbsen auf ausreichende Ernährung achten.

   N P2O5 K2O MgO S
kg/dt Korn 3,6 1,1 1,4 0,2 0,3
kg/dt Korn und Stroh 5,1 1,4 4,0 0,5 0,7

Stickstoff

Eine N-Düngung ist bei Erbsen nicht beziehungsweise nur mit geringen Mengen -20 - 30 kg/ha - zum Start notwendig. Die Anfangs-N-Gabe bei ungünstigen Wachstumsbedingungen, schlechten Saatbettvoraussetzungen, Strukturschäden, geringen pH-Werten.

Hohe N-Gaben, auch als organische Dünger, verursachen Massenwachstum und wirken sich negativ auf Kornertrag, Standfestigkeit und Entwicklung der Knöllchenbakterien aus.

Keine Vorfrüchte mit hohen Rest-N-Mengen!

In der Fruchtfolge nicht nach Früchte stellen, die hohe N-Mengen hinterlassen.


Phosphat und Kali

Die Nährstoffentzüge von Phosphat und Kali liegen bei Erbsen sehr hoch. Trotz des hohen Nährstoffaufschließungs- und Aneignungsvermögens des Wurzelwerkes sind entsprechende Nährstoffmengen, vor der Saat ausgebracht, notwendig; zum Beispiel:

80 kg/ha P2O5 und 150 kg/ha K2O.

Eine gute Versorgung mit P2O5 und K2O ist für die Aktivitäten der Knöllchenbakterien sehr wichtig und beeinflußt das Abreifeverhalten und die Ertragssicherheit.


Kalk


Der Kalk-Nährstoffentzug liegt bei Erbsen deutlich über Getreide. Eine gute Kalkversorgung ist für die Entwicklung der Knöllchenbakterien besonders wichtig. Knöllchenbakterien entfalten ihre optimale Tätigkeit bei neutraler bis schwach alkalischer Bodenreaktion. Kalkung eventuell schon zur Vorfrucht geben. Keine Verwendung von Carbokalk zur Aussaat, da der N-Anteil die N-Fixierung der Knöllchenbakterien hemmt.


Spurennährstoff-Düngung


Für hohe und sichere Erträge ist die ausreichende Versorgung mit Spurennährstoffen notwendig. Bei nicht genügender Nachlieferung über den Boden, muß ein Ausgleich durch Düngung erfolgen.

Schwefel


Bedarf 20 - 30 kg/ha. Düngung mit Kieserit oder schwefelhaltigen PK-Düngern. Als Blattdüngung, vor allem bei vorübergehenden Mangelerscheinungen / naßkalter Witterung, 10 - 15 kg/ha Bittersalz.

Weiterhin sind Bor, Mangan und Kupfer zu beachten. Bei Mangel aber auch vorbeugend kann mit entsprechenden Blattdüngern gearbeitet werden, zum Beispiel Solubor, Mangansulfat oder kupferhaltige Blattdünger. Die beste Wirkung erzielen sie bei der Ausbringung zur Blüte.

 

 


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