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NRW: Landwirtschaftsminister Remmel stellt Ergebnisse der Ernte 2010 vor

Landwirtschaftsminister Johannes Remmel hat heute in Düsseldorf gemeinsam mit Johannes Frizen, dem Präsidenten der Landwirtschaftskammer NRW (LWK), die Bilanz der Ernte in Nordrhein-Westfalen 2010 vorgestellt. „Die Landwirte werden mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die diesjährige Ernte zurückblicken“, sagte Landwirtschaftsminister Remmel. „Die Erträge beim Getreide sind im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent gesunken. Die Preise für Weizen, Roggen, Gerste und Hafer ziehen allerdings kräftig an, damit bleiben den Landwirten finanzielle Einbußen erspart.“ LWK-Präsident Frizen ergänzte: „Erst zu kalt, dann zu trocken, später zu heiß und zum Schluss zu nass, so lässt sich der Vegetations- und Ernteverlauf 2010 am besten beschreiben. Als Konsequenz daraus ergibt sich eine unterdurchschnittliche Ernte mit sehr uneinheitlichen Qualitäten beim Getreide.“

Die Gesamterntemenge für Getreide in Nordrhein-Westfalen liegt bei 3,8 Millionen Tonnen. Im Schnitt wurden damit 6,9 Tonnen Getreide pro Hektar geerntet. Das sind 16 Prozent weniger als im Vorjahr und neun Prozent weniger als im Mittel der letzten sechs Jahre.

„Die gestiegenen Getreidepreise und der Ernterückgang sind aber keine Begründung für teurere Brötchen“, erläuterte der Minister. „Der Anteil des Mehl an den Kosten von einem Brötchen beläuft sich etwa auf zwei Cent. Der Getreidepreis müsste sich also schon verdoppeln, um das Brötchen nur um einen Cent teurer zu machen.“

Zudem stellte Minister Remmel seine Leitprinzipien für eine neue Agrarpolitik vor. Oberstes Ziel sei eine nachhaltige, bäuerliche und gentechnikfreie Landwirtschaft, die zum Erhalt und zur Entwicklung lebenswerter ländlicher Räume beiträgt sowie Mensch, Tier und Umwelt schützt. Dies sie auch der Grundsatz bei der Gestaltung der Förderung: „Wir wollen die Umweltverträglichkeit und Wettbewerbsfähigkeit einer Landwirtschaft fördern, deren Stärke in Qualität und Nachhaltigkeit besteht. Nur eine Landwirtschaft, die sich insgesamt breiter aufstellt und die Bedürfnisse und Wünsche der Verbraucherinnen und Verbraucher berücksichtigt, wird langfristig Erfolg haben. In diesem Sinne bin ich frohen Mutes. Wir wollen gemeinsam neue Wege gehen. Deshalb ist uns der Dialog mit allen Beteiligten und insbesondere mit dem Berufsstand sehr wichtig“, so der Minister. (01.09.2010)

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