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Futternachfrage belebt Weizenerzeugung

In Mitteleuropa macht zurzeit ein eisiger Winter erste Ahnungen auf einen frühen Start in die Vegetationszeit zunichte.

Es lässt sich nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes zurzeit noch nicht abschätzen, ob die im Herbst gesäten Wintersaaten den späten Kälteeinbruch überall unbeschadet überstehen werden. Diese Tatsache hält aber internationale Gremien nicht von dem Blick in die Glaskugel ab. Der internationale Getreiderat in London hat jetzt bereits Prognosen für die weltweite Weizenernte 2012/13 veröffentlicht und ergänzt diese mit Langzeitprognosen für die weltweite Versorgung am Getreidemarkt.Danach gehen die Londoner Experten mit weltweit 685 Mio. t Weizen von einer etwas geringeren Erzeugung aus. Die Europäische Union stellt mit voraussicht-lich gut 27 Mio. ha Anbaufläche für Weizen nur ein relativ kleines Areal der weltweit auf 225 Mio. ha prognostizierten Anbaufläche. Nahezu doppelt so groß ist bereits die Weizenfläche der GUS-Staaten. Die größte Weizenfläche prognostiziert der Weizenrat in Asien mit 85 Mio. ha, als größte Erzeugungsregionen gelten hier Indien mit knapp 30 und China mit 25 Mio. ha. Die Weizenfläche in Nord- und Mittelamerika wird auf 30 Mio. ha geschätzt, in Afrika dagegen sollen es nur zehn Mio. ha sein.

Zwei Drittel der gesamten weltweiten Weizenernte wird nach den Londoner Daten als Nahrungsmittel verwendet. Die Futtermittelnachfrage wurde aktuell etwas nach oben korrigiert und dürfte im Jahr 2011/12 auf 129 Mio. t ansteigen. Ein knappes Angebot an Mais und relativ attraktive Weizenpreise haben die Nachfrage in diesem Segment belebt. Die Nachfrage nach Mais für die industrielle Verwertung nimmt am weltweiten Markt mit einem Volumen von 20 Mio. t nur eine kleine Größenordnung ein. In seiner Langzeitprognose zur Versorgungsbilanz mit Getreide rechnet der Weltgetreiderat für 2016/17 mit einer leichten Flächenausdehnung und einer Produktionssteigerung. Sie liegt mit 1,977 Mrd. t aber nahezu gleichauf mit der weltweiten Nachfrage, die in London auf 1,979 Mrd. t geschätzt wird. Auch die weltweite Weizenerzeugung soll nach diesen Zahlen 2016/17 mit 714 Mio. t fast exakt die weltweite Nachfrage in Höhe von 716 Mio. t treffen. Ob Anbaudaten und Witterungsverlauf diese Prognosen tatsächlich eintreten lassen, das lässt sich zurzeit weder für das laufende Jahr, noch weniger für 2016/17 abschätzen. (LPD) (07.02.2012)

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