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ZDS Aktuelles

Funde von resistenten Keimen sind keine neue Erkenntnis
Nicht nur in den Krankenhäusern, auch in Beständen von Nutztieren nehmen die Resistenzen von Bakterien gegen Antibiotika zu. Resistente Stämme sind dabei sowohl unter krankmachenden Keimen als auch unter nicht krankmachenden Bakterien, sogenannten Kommensalen, zu beobachten. Diese Entwicklung überrascht nicht. Denn immer, wenn Antibiotika eingesetzt werden, entsteht ein Selektionsdruck, und Bakterienstämme, die Abwehrmechanismen gegen die eingesetzten Antibiotika entwickelt haben, können sich ausbreiten. Das ist in den Tierställen nicht anders als in den Kliniken. Funde von resistenten Keimen sind keine neue Erkenntnis.
Derzeit ist nach Auffassung des Bundesinstituts für Risikobewertung das Risiko für den Verbraucher gering, bei Beachtung der Regeln der Küchenhygiene über Lebensmittel eine Infektion mit antibiotikaresistenten Erregern zu erwerben, die nicht behandelt werden kann.
Und: Eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt, dass ein genereller Zusammenhang zwischen Behandlungsintensität und Betriebsgröße nicht erkennbar ist.

definitiv! business day 2012
Am 22. Februar 2012 findet der definitiv! business day 2012 zum Thema "Schweineproduktion: Qualität und Quantität. Ein Widerspruch?" in Münster/Westfalen statt. Experten und Praktiker beleuchten welches Maß an Qualität, Tierwohl, Tiergesundheit und Transparenz bei einer hohen Quantität an Tieren möglich ist bzw. ob das möglich und lohnend ist.
Die Tagung richtet sich an Mitarbeiter von Verbänden, Genossenschaften, Ämtern, Instituten und Behörden, die im Bereich Schweineproduktion tätig sind. Zur Teilnahme ist eine persönliche Anmeldung erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Zur Anmeldung einfach eine formlose E-Mail an mf@defintiv-ba.de oder ein Fax an +49 (0)251 917996-29 senden. Bitte den vollständigen Namen des Teilnehmers / der Teilnehmerin bzw. der Teilnehmer sowie Kontaktdaten zur Zusendung der Anmeldebestätigung und Detailinformationen angeben.

Die aktuelle SuS 1/2012 ist da
Die aktuelle SuS, Ausgabe 1/2012, ist soeben erschienen. U.a. mit folgendem Inhalt:

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Preiserhöhungen für viele Bio-Produkte
(AMI) Bio-Landwirte in Deutschland erhielten 2011 wieder mehr Geld für viele ihrer Produkte. Zwei kleine Getreideernten in Folge, gestiegene Produktionskosten verbunden mit anhaltend hoher Nachfrage haben die Erzeugerpreise für Bio-Getreide, -Fleisch, -Milch und -Eier im Laufe des Jahres 2011 ansteigen lassen.

Nach langer Preisstabilität mit ca. 2,90 EUR/kg Schlachtgewicht für E-Schweine kam im Herbst 2011 Bewegung in den Bio-Mastschweinemarkt. Verschiedenste Vermarkter haben ihre Aus-zahlungspreise um 5 bis 15 Cent/kg erhöht. Viele zahlen für die E-Schweine zum Jahresende 3,05 bis 3,15 EUR/kg Schlachtgewicht oder mehr ? einige sogar pauschal ohne Preismaske. Im Schnitt erreichte der Preis bei den am AMI-Panel teilnehmenden Unternehmen im Dezember 3,13 EUR/kg.

Amerika: Hochsicherheitstrakt Schweinestall?
Gute Schweinepreise führen in den USA regelmäßig zu Tierdiebstählen.
Jetzt wurden vier Personen festgenommen, die in der Vergangenheit für mehrere 100 Schweinediebstähle in Iowa und Minnesota verantwortlich gemacht werden. Da die Ställe teilweise sehr abgelegen liegen, rät selbt die Polizei den Landwirten, die Ställe besser zu schützen. Z.B. durch Kameraanlagen.

In Deutschland sind Alarmanlagen für die Klimaregelung von Tierställen in vielen Betrieben Pflicht. Bei der Ausstattung der Systeme ist der Fantasie keine Grenze gesetzt, das reicht vom Alarm auf das Handy, Alarmierung eines Wachdienstes, der Feuerwehr oder der Polizei. Diese Anlagen lassen sich auch zur Überwachung der Türen und Fenster nutzen.
Bei Interesse wenden Sie sich z.B. an Thomas Nierer, Schulz-Systemtechnik: 04445-897-266.

Gelatine - ein Steckbrief
"Gelatine ist ein geschmacksneutrales tierisches Eiweiß, das aus dem Bindegewebe von Schweinen und Rindern oder aus dem in Fischhäuten enthaltenen Kollagen hergestellt wird. Das Produkt besteht zu mehr als 83 % aus Eiweiß. Der Wassergehalt liegt unter 12 %, weniger als 2 % machen Mineralstoffe aus. Gelatine enthält nahezu alle für den menschlichen Organismus lebenswichtigen Aminosäuren," informert VION GmbH in seiner aktuellen Kundenzeitschrift "ProAgrar", Ausgabe 15 Nord.

Die optimale Verwertung aller Schlachtnebenprodukte ist wichtiger Bestandteil der Wertschöpfung bei der Rinder- und Schweinevermarktung sowie Bestandteil einer nachhaltigen Produktion.

DLG-Erlebnisausstellung "Land & Genuss 2012" in Frankfurt
Vom 1. bis 4. März 2012 findet erstmalig die "Land & Genuss" auf dem Messegelände in Frankfurt am Main statt, die neue DLG-Erlebnisausstellung rund um Land, Garten und kulinarische Spezialitäten. Zahlreiche Aussteller aus den Bereichen Landwirtschaft, Direktvermarktung, Landtourismus, Garten/Balkon und kulinarische Spezialitäten werden zusammen mit einem attraktiven Rahmenprogramm den Start in den Frühling einläuten. Als Partner der Ausstellung konnten u.a. der Hessische Bauernverband, der Frankfurter Landwirtschaftliche Verein, die Landwirtschaftliche Rentenbank, die Hessischen Landfrauen, der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, sowie die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft FNL mit ihrem Erlebnisbauernhof gewonnen werden.

ADR sucht neue(n) Geschäftsführer(in)
Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter e. V. (ADR) ist der Dachverband der organisierten Rinderzucht in Deutschland und sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Geschäftsführer/in.

Aufgabengebiete:

Bewerbungschluss ist der 29. Februar 2012.

Uni-Klinik Münster geht neue Wege im Kampf gegen MRSA
"In der Uniklinik Münster und rund 40 weiteren Krankenhäusern im Münsterland werden seit 2007 alle Risikopatienten per Nasenabstrich auf MRSA untersucht - ganz wie in Holland. Die Infektionen gingen stark zurück. Auch finanziell lohnt sich die Vorsorge. Ein Abstrich kostet ein paar Euro, bei einer Infektion mit MRSA kommen dagegen schnell einige tausend Euro zusammen ? von den schlimmen bis tödlichen Konsequenzen für die Patienten ganz zu schweigen," informiert der WDR am 08.02.2012 (Krankenhaushygiene in Deutschland lässt zu wünschen übrig).

Wofür steht eigentlich ESBL?
Lt. BfR steht ESBL für "extended-spectrum beta-lactamases" und bezeichnet Enzyme, die ein breites Spektrum von ß-Laktam-Antibiotika verändern und damit unwirksam machen. Bakterien, die diese Enzyme produzieren, werden dadurch unempfindlich (resistent) gegenüber wichtigen Wirkstoffen wie Aminopenicillinen (z.B. Ampicillin), Cephalosporinen (auch der dritten und vierten Generation) und Monobactamen. Damit Bakterien ESBL produzieren können, müssen sie die dafür nötigen genetischen Informationen (Resistenz-Gene) in sich tragen. Der Ursprung dieser Gene ist nicht bekannt. Allerdings weist auch das BfR darauf hin, dass mangelhafte Hygiene im Krankenhaus, im Tierstall und auch im Haushalt eine herausragende Rolle bei der Verbreitung spielen können. Die meisten Bakterien, die ESBL tragen, sind harmlose Darmbewohner ("Kommensale"), die keine Erkrankungen verursachen und daher nicht bemerkt werden. Bisher sei nicht bekannt, wie oft der Kontakt oder die Besiedlung mit ESBL-tragenden Bakterien beim Menschen zu einer Erkrankung führt.
Derzeit wird innerhalb des Forschungsverbundes RESET untersucht, wie häufig die ESBL bei Tieren wie Schweinen oder Geflügel vorkommen, wie die Übertragungswege auf den Menschen sind, und welche Bedeutung dies für die Therapie hat.

Broschüre "Lernort Bauernhof"
Der Verein "Stadt und Land in NRW e.V." hat eine Broschüre zum Thema "Machen Sie aus Ihrem Bauernhof einen Lernort - Praxistipps für Landfrauen und Landwirte" herausgegeben. Darin wird der Bauernhof aus Sicht der Landwirtschaft ebenso wie aus Sicht der Schüler und Lehrer als interessanter Lernort dargestellt. 5 Betriebe mit den Produktionsschwerpunkten Schweinehaltung, Bullenmast, Milchkühe sowie Spargel und Erdbeeren zeigen, das auch in der Öffentlichkeit teilweise kritisch gesehene Themen offensiv angegangen und gut verständlich dargestellt werden können. Die Broschüre soll den Öffentlichkeitsarbeitern vor Ort mit Praxistipps von der Kontaktaufnahme über die Ablaufplanung bis hin zu Versicherungsfragen helfen.

EPP-Kongress 2012
Der Club der Europäischen Schweineproduzenten (European Pig Producers) führt seinen Jahreskongress 2012 vom 30 Mai - 01. Juni in Vilnius/Litauen durch. Unter dem Thema "Schweineproduktion im Baltikum - Chancen und Herausforderungen" informieren Experten und Praktiker aus Litauen, Russland, Weißrussland und Polen über das wirtschaftliche Potential der Landwirtschaft und der Schweineproduktion im Baltikum.
Der European Pig Producers Club wurde vor über 20 Jahren auf Initiative von führenden europäischen Schweineproduzenten und der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) in Herning (Dänemark) gegründet. Mittlerweile gehören dem Club rund 475 Mitglieder aus mehr als 20 Ländern an, die Geschäftsführung liegt bei der DLG.

Grüne Gentechnik: Anbau steigt auf 160 Millionen Hektar - Zuwachs vor allem in den Entwicklungsländern
transgen - Weltweit sind die Anbauflächen gentechnisch veränderter Pflanzen 2011 um 12 auf nunmehr 160 Millionen Hektar gestiegen. Knapp die Hälfte entfallen auf Entwicklungs- und Schwellenländer. Wie die internationale Agrobiotech-Agentur ISAAA auf einer Pressekonferenz heute in Manila mitteilte, haben im vergangenen Jahr 16,9 Millionen Landwirte in 29 Ländern gv-Pflanzen ausgebracht.

Transgener Mais schadet Bienenlarven nicht

Wie gut vertragen Bienen die Pollen von gentechnisch verändertem Mais in ihrer Nahrung? Diese Frage haben Wissenschaftler der Universität Würzburg zum ersten Mal unter kontrollierten Bedingungen im Feld und im Labor untersucht. Ein erstes Ergebnis liegt jetzt vor.

Erhalten Bienenlarven mit ihrer Nahrung Pollen von gentechnisch veränderten Maissorten verabreicht, hat das keine Konsequenzen für sie.

Doktorandenstelle an der Universität Rostock zu besetzen
Im Rahmen des Kompetenznetzes PHÄNOMICS, welches durch die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock koordiniert wird, soll schnellstmöglich eine Doktorandenstelle im Verbundprojekt 4 "Validierung der neuen Biomarker" besetzt werden.

Aufgabengebiet:

Bewerbungschluss: 29. Februar 2012

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