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ZDS Aktuelles

Husten Index App ergänzt Service rund um Mykoplasmenimpfstoff

Atemwegserkrankungen, verursacht z.B. durch Mykoplasmen, gehen immer auch mit Husten einher. Deshalb ist es wichtig, bei Husten im Stall genau hinzuschauen: Wie viele Tiere husten, wie oft husten sie, gibt es weitere Symptome? Doch die Bewertung der Hustenhäufigkeit ist schwierig und je nach persönlicher Erfahrung eher subjektiv. Deshalb hat Boehringer Ingelheim Vetmedica jetzt eine Husten Index App entwickelt: Mit dem Smartphone ist es nun möglich, den Husten im Stall einfach und objektiv zu messen.
Die Husten Index App ist eine selbsterklärende App, die das einfache Zählen der Hustenereignisse erlaubt. Als Ergebnis erhält der Nutzer einen Hustenindex für die zu messende Tiergruppe.  Erscheint die Zahl des Index in Rot, liegt der Hustenindex über 2,5; erscheint sie in Grün, liegt er unter 2,5. Fachlich belegt ist, dass ein Hustenindex > 2,5 als Hinweis für ein Atemwegsproblem gilt.

Rinder sind keine Klimakiller, ganz im Gegenteil
RLV - In der gesellschaftlichen Diskussion ist oft vom "Klimakiller"-Rind die Rede und auch die Produktion von Fleisch- und Wurstwaren sowie anderen tierischen Lebensmitteln steht als klimabelastend am Pranger.
Energiebedingte CO2-Emissionen machen jedoch nach RLV-Angaben fast 90 % der gesamten Emissionen von Klimagasen aus. Der Methanausstoß von Kühen und Schafen liege aber nur bei 2 % der Klimagase. Das bestätige auch die FAO Studie aus dem Jahr 2010. Insgesamt verursache die Landwirtschaft insgesamt rund 7,5 % der Treibhausgase. Die Rinderhaltung zähle damit nur zu den kleineren Verursachern des Klimawandels.

Ähnlich wie Gnus, Elefanten oder Kamele scheiden auch Rinder, Schafe und Ziegen im Zuge der Verdauung Methan aus, das im Verdauungstrakt vor allem durch den mikrobiellen Abbau des Futters gebildet wird. So emittiert eine Milchkuh 200 bis 400 g Methan pro Tag, ein Elefant erzeugt etwa 2 400 g Methan am Tag. Doch das Grünfutter, das die Tiere zu sich nehmen, hat durch das Pflanzenwachstum zuvor diese klimaschädlichen Gase aus der Atmosphäre gebunden. Nutztiere wie auch Wildtiere füllen ihren Magen nicht an der Tanksäule, sondern in der Natur durch Pflanzen, wie Gräser, stellt der RLV fest.
Kühe stießen zwar Methan aus, trotzdem würden in der Landwirtschaft mehr CO2 und andere Klimagase ? etwa durch den Anbau von Pflanzen und Wäldern ? aus der Atmosphäre gebunden als freigesetzt. Daher sei die CO2-Bilanz der Land- und Forstwirtschaft in Deutschland eindeutig positiv.

Anm. d. Red.: Was der RLV hier anspricht, ist die vom Umweltbundesamt vorgeschlagende Differenzierung nach regenerativem und fossilen C02-Kreislauf. Trotzdem werden auch die Emissionen aus der Landwirtschaft mit steigender Nahrungsmittelproduktion und Nachfrage nach tierischen Proteinen ansteigen. Der nachhaltigen Produktivitätssteigerung, arbeitsteiligen Systemen und neuen Biotechniken kommen  für den Klimaschutz daher eine wichtige Bedeutung zu. Berücksichtigt man dann noch den Input auf Basis eines vergleichbaren Niveaus, schneidet Milch meist besser ab, als seine pflanzlichen Alternativen.

Bauern wollen fairen Dialog
Unter einem enormen Druck sieht Landvolkpräsident Werner Hilse die bäuerlichen Familienbetriebe in Deutschland und damit auch in Niedersachsen. "Unsere Betriebsleiter werden fast täglich mit neuen Forderungen konfrontiert", schildert Hilse vor Journalisten im Landvolkhaus in Hannover. "Die Bauern sollen dem Tierwohl eine noch höhere Priorität einräumen und dabei zugleich mehr für den Umwelt- und Naturschutz tun. Sie sollen sich auf heimische Märkte konzentrieren, am besten als Direktvermarkter, Produkte in hoher Qualität liefern, aber das alles auf niedrigstem Preisniveau", nennt er konkrete Beispiele. Der Verband sieht die Höfe einem immensen Erwartungsdruck ausgesetzt, "aber wir vermissen in vielen Fällen  die Gesprächsbereitschaft  gegenüber den Landwirten und ihren Familien über Möglichkeiten, wie diese Erwartungen realisiert werden können", sagt Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes. An die Adresse der in Hannover tagenden Agrarminister von Bund und Ländern richten Hilse und Krüsken für die deutschen und niedersächsischen Landwirte den Appell, bisher erreichte Fortschritte auf den Höfen zu würdigen und den Blick für faire und realistische Lösungen bei dem Wunsch nach weiteren Veränderungen nicht aus den Augen zu verlieren.

Anm. d. Red.: Gesprächsbereitsschaft ist wichtig. Genauso wichtig sind sozio-ökonomische Folgenabschätzung, die bei Gesetzesänderungen vorgelegt werden müssen, um die finanziellen Auswirkungen für die Verbraucher, die Unternehmen und die Volkswirtschaft abschätzen zu können. Bei der Gesetzesänderung zum Ausstieg aus der Kastration ist das nicht erfolgt - und das Dilemma jetzt entsprechend groß. Nachträglich angefertigte Gutachten bescheinigen der Gesetzesmaßnahme enorm negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit und den Strukturwandel in Deutschland.

Nitrat in Feldsalat und Rucola - das ist normal

"Acht von neun getesteten Rucola-Salaten sind deutlich mit Nitrat belastet", informiert die Stiftung Warentest in einer aktuellen Pressemeldung und warnt vor "Schadstoffen". Dabei wird man bei Salaten meist immer fündig. Gerade Salate sind für die Anreicherung von Nitrat bekannt. Das ist nicht ungewöhnlich und i.d.R. auch nicht gefährlich.
Das Bundesinstitut für Risikoforschung schreibt dazu in einer Information aus dem Jahr 2009: "Das Institut stellt fest, dass beim Verzehr größerer Mengen solcher Salate die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegte duldbare tägliche Aufnahmemenge (ADI-Wert) gelegentlich erheblich überschritten werden kann. Da aber nicht mit einer langfristigen Überschreitung der duldbaren täglichen Aufnahmemenge zu rechnen ist, ist nicht von einem gesundheitlichen Risiko für den Verbraucher auszugehen." Die in Deutschland geltende Höchstmenge von Nitrat in diätetischen Lebensmitteln für Säuglinge und Kleinkinder liegt bei 250 mg Nitrat pro kg. Die geltende Höchstmenge für Trinkwasser liegt bei 50 mg Nitrat pro Liter.

Sachliche Debatten anstoßen
In der Branche wird heftig über die eigene Zukunft diskutiert. So auch in Ulm. Die  Stuttgarter Viehzentrale Südwest GmbH, der Vermarkter-Gesellschaft der  Vieherzeuger-Gemeinschaft eG, hatte eingeladen ? und der Saal war brechend voll mit Genossenschaftsmitgliedern. Kein Wunder, denn die Expertenvorträge "Perspektiven des Veredelungsstandorts Süddeutschland" und "Haltungsverfahren der Zukunft ? Entwicklungen und erwartete Veränderungen" trafen den Nerv der Rinder- und Schweinehalter.
Denn ist klar, wenn der europäische Nutztiersektor langfristig erfolgreich sein will, muss er sich am Prinzip "Nachhaltigkeit" ausrichtet, um gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden und sich im Welthandel behaupten zu können.
Von der VZ-Veranstaltung berichtet der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband.

Netzwerk Nachhaltiger Konsum sucht Botschafter und Multiplikatoren
Mit dem Nationalen Netzwerk Nachhaltiger Konsum soll eine gesellschaftliche Plattform aufgebaut werden, um nachhaltigen Konsum als gesellschaftsübergreifende Gestaltungsaufgabe dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein zu halten, einen fachlichen Austausch zwischen allen beteiligten Akteuren zu gewährleisten, Synergien für die Verwirklichung nachhaltiger Konsummuster, Lebensstile und Märkte zu schaffen und einen Bezug zu Politikprozessen auf globaler Ebene herzustellen. Das Nationale Netzwerk Nachhaltiger Konsum leistet damit einen konkreten Beitrag zur gesellschaftlichen Verbreitung des nachhaltigen Konsums unter Berücksichtigung der im Bundesprogramm formulierten Leitlinien einer Politik für nachhaltigen Konsum.
Interessenten können sich online als Mitglied registrieren.

Wenn der Keks "eine Ecke ab" hat - Nährstoffkreisläufe am Beispiel Nutztierfütterung

Gebäck, das buchstäblich "eine Ecke ab" hat, ist ein Leckerschmecker in kontrollierter Lebensmittelqualität ? aber unverkäuflich. Tieren ist die fehlende Ecke völlig egal, solange Qualität und Schmackhaftigkeit stimmen und die Futterrationen im Ganzen bedarfsgerecht sind. Auch der Umwelt nutzt die verantwortungsvolle Nutzung aller Ressourcen. Wie Produkte aus der Lebensmittelherstellung für die Tierernährung genutzt werden können, die entweder aufgrund von Bruch, Fehldrucken auf den Verpackungen oder als weiteres Herstellungsprodukt neben einem Lebensmittel aus einem Ausgangsprodukt entstehen, wird in einem neuen Lehrermagazin verständlich dargestellt und erklärt.

Zusammen mit information.medien.agrar e. V. (i.m.a) hat der DVT für das Lehrermagazin lebens.mittel.punkt mittlerweile zwei Schwerpunktthemen rund um Futter und Fütterung entwickelt. Neben Lehrern können auch andere Aktive aus der Branche diese Informationen verwenden oder sie beispielsweise bei Werksbesichtigungen als Anregung nutzen. Die jeweiligen Ausgaben sind hier mit ihren dazugehörigen Arbeitsblättern als PDFs bereitgestellt.

Ein Download der gesamte(n) Ausgabe(n) des Lehrermagazins "lebens.mittel.punkt" ist kostenlos unter www.ima-lehrermagazin.de möglich.

Unverantwortliche Ackerverschwendung für Ausgleichsmaßnahmen
Zum Ausgleich für ein Gewerbegebiet in Bad Schwalbach sollen 70.000 Quadratmeter wertvoller Ackerboden, der sich seit Generationen landwirtschaftlich bewirtschaftet wird, als "Ausgleichsmaßnahme" aufgeforstet werden. Die Kritik ist zu Recht groß. Ackerboden ist nicht vermehrbar und die Nahrungsmittelnachfrage einer steigenden Weltbevölkerung wächst und wächst. Dabei haben sich die Länder verpflichtet, den Flächenverbrauch auf 50.000 Quadratmeter pro Tag zu reduzieren. Derzeit sind es noch 750.000 Quadratmeter. Gleichzeitig wird eine Agrarwende mit Extensivierungszielen gefordert und produktive Landwirtschaft verteufelt.
Widersprüchlicher oder "verlogener" kann Politik nicht sein.

Herausforderung Arzneimittelrückstände und Mikroschadstoffe im Trinkwasser
Für Klärwerke sind sog. Mikroschadstoffe und Arzneimittelrückstände die größte Herausforderung. Die Journalistin Ehrenstein gibt für "Die Welt" einen schönen Überblick, der sich nicht nur erfreulich kompetent, sondern auch erstaunlich zurückhaltend präsentiert. Das neue Erlebnisdesign der Zeitschrift trägt zum positiven Eindruck bei.

Informationen von Landwirten für Verbraucher
Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern informiert über auf Twitter über die Arbeit seiner Landwirte. Zu erreichen über den Hashtag #wasmachtderlandwirt

Sicherheitsvorschriften in der Tierhaltung angepasst
Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat ihre Vorschrift für Sicherheit und Gesundheitsschutz (VSG) 4.1 zur Tierhaltung aktualisiert. Notwendig  wurden die Anpassungen durch rechtliche Änderungen, etwa im Tierschutzgesetz. Zudem habe man Weiterentwicklungen in der Tierhaltung berücksichtigt.

Anlage von Bejagungsschneisen im Mais sind jetzt wieder möglich

Brandenburg stellt das Antragsverfahren auf Agrarförderung auf ein ausschließliches Online-Verfahren um. Ab heute können Landwirte die Agrarförderung 2017 mit dem WebClient beantragen und sofort online an die Landwirtschaftsbehörden senden. Antragschluss ist der 15. Mai 2017. "Ich habe darauf gedrängt, dass eine Anlage von Bejagungsschneisen möglich sein muss und freue mich, dass wir dies in Brandenburg nun wieder einführen können", erklärte Agrarminister Jörg Vogelsänger.

Neuartiger APP-Impfstoff sorgt für mehr Tierschutz
Krankheiten können zu Leistungseinbußen und und sogar zu kompletten Ausfällen führen. Daher ist die akribische Einhaltung von Tiergesundheitsmanagementsystemen zur Gesunderhaltung der Tierbestände so wichtig. Inbesondere die Bedeutung prophylaktischer Maßnahmen, wie Impfungen wird immer wichtiger. Umso unverständlicher ist es, wenn bei einer Prävalenz von rd. 80 % mit dem Erreger Actinobacillus pleuropneumoniae (APP) nicht häufiger geimpft wird, um den Infektionsdruck bei den Tieren zu senken. Die DLZ berichtet von einem Praxisversuch mit einem neuartigen Impfstoff, der zwei Serotypen enthält und dessen Impfschutz über einen Zeitraum von 16 Wochen nachgewiesen werden konnte. In dem vorliegenden Fall nahm der Kranheitsdruck ab, die Tiere wiesen weniger Lungenläsionen auf und die Bestandsverluste konnten nach Behandlung gesenkt werden.

Detlef Steinert neuer Chefredakteur der LZ Rheinland
rlv - Detlef Steinert wird neuer Chefredakteur der LZ Rheinland. Der Verwaltungsrat des Rheinischen Landwirtschafts-Verlages hat ihn auf seiner Sitzung am Mittwoch dieser Woche einstimmig in diese Position berufen. Der 51-Jährige tritt am 1. September 2017 die Nachfolge von Stefan Sallen an, der Anfang Januar nach langer schwerer Erkrankung verstorben war.

Sinnfreie "Glyphosat"-Diskussionen?
Der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) hat die Einstufung von Glyphosat als nicht krebserregend bestätigt. Das wäre dann das x-te wissenschaftliche Gremium, dass die Ergebnisse vorheriger Bewertungen bestätigt. Wer jetzt aber glaubt, dass die Diskussionen um das Herbizid beendet wären, der täuscht. Die Kampagnen gegen den Wirkstoff werden ungeniert fortgesetzt - und die Kommentare lassen nicht lange auf sich warten.
Wer die Sorgen der Bevölkerung ernst nähme, der würde Vor- und Nachteile des Einsatzes dieses Herbizides oder der Alternativprodukte neutral, verständlich und auf wissenschaftlicher Basis gegenüberstellen und auf Angst- oder Verharmlosungsrhethorik verzichten. Lasst die Experten ihre Arbeit machen!

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