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BRS Aktuelles

Automatische Melksysteme in der Ökomilchviehhaltung
ökolandbau.de - Automatische Melksysteme, kurz AMS, sind zunehmend gefragter. Mehr als 50 Prozent aller aktuell in Deutschland neu installierten Melksysteme sind AMS ? Tendenz steigend. Auch ökologische Milchviehhalterinnen und -halter interessieren sich immer mehr für das automatische Melken mit dem Melkroboter. Kein Wunder, lässt sich damit doch die Arbeitsbelastung senken und die Arbeitszeit flexibler gestalten.

Neugestaltung der Kastenstandhaltung: Eckpunktepapier aus dem BMEL
BMEL - Ausgelöst durch das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Sachsen-Anhalt ? und um Rechts- und Planungssicherheit für Landwirte zu schaffen ? soll die Kastenstandhaltung von Sauen im Deckzentrum künftig neu gestaltet werden. Nach einem Konzept einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll in Zukunft die zulässige Dauer der Fixierung von Sauen im Deckzentrum deutlich reduziert werden. Die künftigen Kastenstandweiten sollen sich an der Größe der Tiere orientieren. Die Neuerungen sollen nach einer angemessenen Zeitspanne umzusetzen sein, die die Belange des Tierschutzes berücksichtigt und gleichzeitig einen Strukturbruch in der Ferkelerzeugung vermeidet. Hier geht es zum Eckpunktepapier.

Anm. d. Red.: Mehr "Tierschutz" hat in der Vergangenheit stets den Strukturwandel forciert. Ob diesmal der Strukturbruch ausbleibt, ist zweifelhaft, insbesondere deshalb, weil es viele offene Fragen und noch keine Haltungsalternative gibt, die ohne Nachteile ist. Von den Kosten, auf denen die Ferkelerzeuger hängen bleiben, einmal abgesehen. In der Vergangenheit haben die Mitwettbewerber im europäischen Umland von den politischen Rahmenbedingungen in Deutschland profitiert. So wachsen dort die Tierbestände, der Ferkelexport nach Deutschland floriert, während bei uns der Sauenbestand sinkt. Das hat auch Auswirkungen für den vor- und nachgelagerte Sektor und ist volkswirtschaftlich ein Desaster.

Urteil: Bausperre bei Gerüchen ist unverhältnismäßig
"In einem durch landwirtschaftliche Geruchsimmissionen vorbelasteten Gebiet steht § 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 BauGB der Errichtung eines Ferkelaufzuchtstalles nicht entgegen, wenn durch das Vorhaben die vorhandene Immissionssituation zumindest nicht verschlechtert wird, sofern die Vorbelastung die Grenze zur Gesundheitsgefahr noch nicht überschritten hat und das - immissionsschutzrechtlich nicht genehmigungsbedürftige - Vorhaben den Anforderungen des § 22 Abs. 1 BImSchG genügt," heißt es in einem aktuellen Urteil des Bundesverwaltungsgericht (Urteil des 4. Senats vom 27. Juni 2017 - BVerwG 4 C 3.16), mit dem ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG, Urteil vom 27.6.2017, Az. 4 C 3.16) aufgehoben und neu verhandelt werden muss.

Übersetzt heißt das: Eine übermäßig strenge Anwendung der GIRL schränkt das Baurecht der Landwirte unverhältnismäßig ein. Auch wenn auf die sog. Geruchsimmissionsrichtlinie als Orientierungshilfe zurückgegriffen werden kann, darf das nicht so streng ausgelegt werden, dass das Baurecht auf null reduziert wird. Niedersachsen war diesbezüglich in der Vergangenheit besonders strikt. Selbst wenn durch Neubaumaßnahmen und den Einbau von Abluftfilteranlagen niedrigere Belastungen als vor der Baumaßnahme nachgewiesen werden konnten.

Video: Experiment Gruppensäugen
©SuS - Der Betrieb Völker aus Rheda-Wiedenbrück hat ein Abteil für das Gruppensäugen umgebaut.
Die Sauen werden zunächst in kompakte Buchten mit Ferkelschutzkörben aufgestallt. Etwa sieben Tage nach der Geburt öffnet der Betrieb die Türen und die Sauen sowie die Ferkel nutzen den gemeinsamen Laufbereich zwischen den Buchten. Günther Völker: "Man hat den Eindruck, dass die Sauen und die Ferkel das große Miteinander genießen". Die Bewegungsfreiheit verbessert zum einen das Tierwohl. Zum anderen fressen Sauen und Ferkel häufig gemeinsam aus dem zusätzlichen Futterautomaten im Laufbereich.
Bauliche Details und Erfahrungen zum Management lesen Sie in der Reportage "Experiment Gruppensäugen" in der SUS 4/17 ab Seite 48. Zudem stehen eine Bildergalerie sowie Videoaufnahmen aus dem Abteil bereit. Schauen Sie rein.

Briten rüsten Schlachthöfe mit Kameras auf
©SuS - Nach Frankreich setzt nun auch England auf den verpflichtenden Einsatz von Kameras an Schlachthöfen. Als Teil der Tierwohlinitiative des britischen Landwirtschaftsministeriums werden ab dem kommenden Jahr alle Bereiche eines Schlachthofes, in dem sich lebende Tiere aufhalten, permanent videoüberwacht. Zudem erhalten die staatlichen Amtsveterinären uneingeschränkten Zugang zu den Aufnahmen.

DVT-Futtermittel-Tabellarium 2017

In 33 Tabellen ? jeweils mit Kurzkommentaren versehen ? und 11 Abbildungen fasst das Futtermittel-Tabellarium die wichtigsten Entwicklungen rund um die Futtermittelwirtschaft und insbesondere die Mischfutterherstellung in Deutschland und der Europäischen Union zusammen.

Das verwendete Datenmaterial bezieht sich vorwiegend auf die Kalenderjahre 2015 und 2016 bzw. auf die Wirtschaftsjahre 2015/2016 und 2016/2017. Beim Schwerpunktthema Mischfutterproduktion werden Anzahl, Strukturen und regionale Verteilung der Mischfutterwerke wie auch die Herstellungsmengen in bekannter Form ausführlich dargestellt. Darüber hinaus informiert die Broschüre über Tierhaltungsbetriebe, Viehbestände, Futterverbrauch, Entwicklung der Tierleistungen und die Versorgung mit tierischen Produkten in Deutschland und in den Ländern der Europäischen Union.

Nitrat und Trinkwasser
Unser Trinkwasser ist von ausgezeichneter Qualität und der Nitratgehalt im Grundwasser sinkt. Anlagen zur Nitratfällung sind selten, wenn es sie bei den Wasserversorgern überhaupt noch gibt. Eines der größten Probleme allerdings sind und bleiben steigende Medikamentenrückstände - angeblich 8.000 Tonnen jährlich - für die kaum eine Kläranlage gerüstet ist.
Unabhängig davon wird gerne die Landwirtschaft für steigende Trinkwasserkosten verantwortlich gemacht. Kritiker machen es sich damit zu einfach. Der Agrarstatistiker Georg Keckl wird nicht müde, über das komplexe Thema zu informieren und auf Zusammenhänge hinzuweisen, die kaum jemand berücksichtigt. Mittlerweile mit eigener Homepage, mit einem aktuellen Beitrag: "Umweltbundesamt korrigiert fehlerhafte Pressemitteilung kommentarlos". Selbst einige Verbraucher misstrauen der offiziellen Berichterstattung und erkundigen sich bei ihren Wasserlieferanten nach Nitrat - und erhalten beruhigende Antworten.

Ein "Zurück zur Natur" kann es nicht geben
"Jedes Lebewesen muss die Natur nutzen, um für sich Nahrung, Wasser und Platz zum Leben zu erlangen. Das geht nicht ohne Eingriffe in die Natur, die in ihr immer Störungen und Schädigungen verursachen und Ausgleich oder Regulierung erfordern. Außerdem ist Nutzung immer auch mit Konkurrenz zwischen den Lebewesen um die Erfüllung ihrer Ansprüche verbunden," daran erinnern Prof. Breitschuh und Eckert in einem aktuellen "Agrarfaktenpapier" zur "Rolle der Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Mensch und Natur". Sie beziehen sich dabei u.a. auf Manuskripte von Prof. Wolfgang Haber zur Thematik "Natur-Landwirtschaft-Mensch". "In der Natur gibt es also weder Harmonie noch Existenzrechte, Verantwortung oder Gerechtigkeit", ist eine der Kernaussagen des Papieres.

Zahlreiche Updates und Neuheiten bei der Futterrationsberechnung für die Schweinehaltung
proteinmarkt.de - Kajo Hollmichel vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen hat Rechnungsprogramme aktualisiert und weiter optimiert. So wird beispielsweise die Energie nach NFF nicht mehr als Summe der jeweiligen Futtermittelanteile errechnet, sondern aus den Gesamtnährstoffen der Ration. Die Inhaltsstoffe der FUMIS wurden teilweise aktualisiert und die Regressionsgleichungen zur Berechnung der Aminosäue-Gehalte der einzelnen FUMIS an die neuen Formeln von Evonik angepasst. Ebenso wurde die Preiswürdigkeitstabelle der neuen Registrierungsformen aktualisiert. Die Nutzung ist kostenlos. Die aktualisierte Futterrationsberechnung für Schweinerationen stehen ab sofort zum download bereit.

Fipronil: in Belgien erhalten Betriebe Entschädigung, in Deutschland kommt die Staatsanwaltschaft
"Vom Fipronil-Skandal betroffenen Betrieben wurden jetzt vom Staat Entschädigungszahlungen in Aussicht gestellt," weiß Agrarheute in einer aktuellen Pressemeldung zu berichten. In Deutschland ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Betriebe.

Bei den Landwirten wird Futter dreimal verwertet
Gülle ist wertvoller Pflanzendünger, der Landwirte unterstützt, Mineraldünger im Wert von rd. 1,2 Mrd. Euro zu sparen. Das ist gelebter Ressourcenschutz.
Futter ist der Rohstoff für alle drei Verwertungsmöglichkeiten. Damit gehören Landwirte zu den wenigen Unternehmern, die Rohstoffe dreimal verwerten: zur Milch- oder Fleischerzeugung, zur Stromerzeugung und zur Pflanzendüngung.
Wer sich informieren möchte, wie Gülle verwertet wird, sollte sich dieses Video anschauen oder mit Landwirten auf dem Facebook-Kanal "Agrikultur"  diskutieren.

agriKULTUR ist ein YouTube-Kanal in dem junge Landwirte ihre Sicht der Landwirtschaft zeigen. Dabei filmen sie ihren Arbeitsalltag. Ein muss für Verbraucher, die mitreden wollen.

Haben Milchviehhalter Lieblingskühe?

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) erzählt aus dem Leben seiner Landwirte auf Youtube. Die Filme sollen nach RLV-Angaben unterhalten und Einblicke in die Landwirtschaft geben. Dabei werden alle Themenbereiche abgedeckt: Eine Kuhherde, die in einen nagelneuen Stall einzieht ? mit Kuhbürste und vielen weiteren Tierwohl-Ads; eine Biene, die im Rapsfeld auf Pollensuche geht und noch etwas anderes findet; Eine Kuh, die neugierig in die Kamera schnüffelt; Eine Erdbeere namens Lambada, die sehr süß ist und die es nur direkt beim Bauern zu kaufen gibt; die landwirtschaftliche Grillaktion in der Krefelder Innenstadt; Kühe, die nach der Winterpause wieder auf die Weide gelassen werden und Kälber, die vergnügt im Stroh herumspringen.

Ganz neu: Vor 4 Monaten sind Marcels Kühe in den neuen modernen Kuhstall gezogen. Eine aufregende Zeit für Landwirt und Tiere. Im Video erklärt Marcel, wie es ihm und den Tieren seitdem ergangen ist, inklusive Vorstellung der Lieblingskuh.

Smarte Teilnehmer gesucht: Jetzt mitmachen beim Pilotprojekt Einsparzähler
meistro - Sie ärgern sich über zu hohe Stromkosten in Ihrem landwirtschaftlichen Betrieb? Sie suchen Möglichkeiten, um mit wenig Aufwand Zeit und Geld zu sparen? Sie interessieren sich für innovative Energielösungen? Dann bewerben Sie sich jetzt für das Pilotprogramm Einsparzähler von meistro. Profitieren Sie von einem speziell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen innovativen Branchenkonzept, das in Zusammenarbeit mit BMWi Fördermitteln bereitgestellt wird.

Mehrwerte für Ihr Unternehmen

Warum Sie teilnehmen sollten, erklärt Bauer Hezel in dem kleinen Video, Milchviehbetrieb aus Baden-Württemberg, der u.a. von Energieberatern des LKV Baden-Württemberg betreut wird. Sie planen eine Informationsveranstaltung für Ihre Landwirte? Sprechen Sie uns an. Musterschreiben schicken wir gerne zu: stefan.froeb@meistro.de

Mit Biosicherheitsmaßnahmen Seucheneinschleppung vorbeugen
Vor dem Hintergrund neuer Ausbrüche der Aujeszkyschen Krankheit bei Wildschweinen, immer wieder vereinzelt auftretenden Fällen von Brucellose bei Schweinen in Freilandhaltung und dem Damoklesschwert "Schweinepest" kommt der Einhaltung von grundlegenden Biosicherheitsmaßnahmen mit der Wahl geeigneter Desinfektionsmittel eine besondere Bedeutung zu.
Zur Sensibilisierung mag das angehängte Poster dienen, das uns von Noack Deutschland GmbH zur Verfügung gestellt wurde.

Niedersachsen prescht beim Kastenstand vor
Niedersachsens Initiative zur Änderung der Sauenhaltung stellt die Betroffenen vor eine ganze Reihe großer Probleme. Darauf macht das Niedersächsische Landvolk in einer Pressemeldung aufmerksam, nachdem das niedersächsische Landwirtschaftsministerium in einer Pressemeldung über eine Bundesratsinitiative zur Änderung der Tierschutznutztierhaltung informierte. Das Landvolk sieht kaum eine Chance für Umbaulösungen, die diese aus Gründen des Natur- und Immissionsschutzes nicht genehmigt werden. Außerdem seien die geplanten Übergangsfristen viel zu kurz.

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