LEXIKON
Brucellose
Die Brucellose (Abortus Bang, Bang´sche Krankheit) ist in Deutschland zwar sehr selten geworden, aber wegen der möglichen Übertragungsgefahr auf den Menschen (Zoonose) und der hohen wirtschaftlichen Konsequenzen die von der Krankheit ausgehen, ist sie immer noch eine anzeigepflichtige Tierseuche.
Die Krankheitserreger der Brucellose sind Bakterien der Gattung der Brucellen.
Symptome:
Es ist ein bräunlich, wässriger, schmieriger, teilweise auch übelriechender Gebärmutterausfluss zu beobachten.
Verlauf:
Nach dem Ausbruch der Krankheit kommt es bei tragenden Kühen in der zweiten Trächtigkeitshälfte (6.-8. Monat) zu einem seuchenhaften Verkalben, bei dem die Nachgeburt in der Kuh zurückbleibt. Kühe die die Krankheit überstehen, sind oft unfruchtbar und haben eine niedrigere Milchleistung als vor Ausbruch der Krankheit.
Da ein einmal infiziertes Tier zeitlebens über Milch und Harn den Erreger ausscheidet, ist die Gefahr der Neuinfektion anderer Tiere sehr hoch.
Brucellose beim männlichen Tier:
Die Übertragung von Brucellose kann beim Deckakt erfolgen. Beim männlichen Tier führt die Krankheit zu einer schmerzhaften Hodenschwellung und es kann zur Unfruchtbarkeit des Bullen kommen.
Maßnahmen:
Zum Erhalt der Seuchenfreiheit werden in regelmäßigen Zeitabständen aus der gelieferten Milch Proben entnommen und untersucht. Werden Brucellen gefunden, leitet der Amtstierarzt in verdächtigen Beständen eine Blutuntersuchung an.
Außerdem sollte bei jedem verdächtigen Absterben der Früchte ein Tierazrt zurate gezogen werden, bzw. sind die Eihäute und die Früchte unter Vorsichtsmaßnahmen (z.B. Handschuhe) zur Untersuchung einzusenden.
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