LEXIKON



Mastitis

Die Mastitis des Rindes ist eine Entzündung des Euters, die durch verschiedene Krankheitserreger hervorgerufen wird. Sie kann als die teuerste Krankheit in der Milchviehhaltung angesehen werden, da die Verluste durch eine verminderte Milchleistung, Behandlungskosten und eine verkürzte Nutzungsdauer sehr hoch sind.

Mastitiden können auf verschiedene Weisen eingeteilt werden. Eine mögliche Einteilung erfolgt aufgrund der verschiedenen klinischen Ausprägungen von Mastitiden:

akute Mastitis: Bei einer akuten Mastitis sind die fünf klassischen Symptome einer Entzündung
(Rötung, Schwellung, erhöhte Temperatur, Schmerz und gestörte Funktion) klar ausgeprägt. Die erkrankten Tiere geben Schmerzäußerungen von sich, verweigern oft die Futteraufnahme und Stellen teilweise das Wiederkäuen ein. Die Milch von Kühen, die an einer akuten Mastitis erkrankt sind, hat ihren Milchcharakter völlig verloren. Das Eutersekret ist von wässrig-eitrig, blutig bis schaumig stinkend. Verluste entstehen durch Milchausfall, Behandlungskosten, erhöhten Arbeitsaufwand und durch die Ausmerzung von stark erkrankten Tieren. Bei Analysen wurde festgestellt, dass chronische und subklinische Mastitiden sieben- bis zehnmal häufiger auftreten als akute Mastitiden.

chronische Mastitis: Eine chronische Mastitis ist durch Symptome wie bindegewebige Knoten im Drüsengewebe und in den Zisternen gekennzeichnet. Das Milchsekret der Vorgemelksprobe weist Flocken auf, ist oft wässrig und kann auch eitrig sein. Verluste entstehen dem Milchviehbetrieb durch Behandlungskosten, langfristige Milchminderleistung und hohe Zellzahlen in der Tankmilch (Milchgeldabzüge).

subklinische Mastitis: Diese Form der Mastitis ist meistens eine Folge von akuten und chronischen Mastitiden. Das Problem bei der Erkennung einer subklinischen Mastitis sind die fehlenden Symptome am Euter und das unauffällige Milchsekret bei der grobsinnlichen Untersuchung.

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