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Milchquotenbörse: Quotenpreis leicht gestiegen

Bei der 25. Milchbörse am 1. Juli 2008 ermittelte der Deutsche Bauernverband (DBV) einen gewogenen Durchschnittpreis für Deutschland von 33 Cent/kg. Im Vergleich zum letzten Handelstermin ist dieser um 2 Cent/kg (6 Prozent) gestiegen. Gleichzeitig lag dieser Durchschnittpreis 6 Cent unter dem Preis des Vorjahrestermins im Juli 2007.

Für den Übertragungsbereich West wurde ein Handelspreis von 34 Cent/kg ermittelt. Im Vergleich zum Apriltermin ist dieser um 2 Cent/kg gestiegen. Der Handelspreis für den Übertragungsbereich Ost lag bei 26 Cent/kg. Käufer in diesem Übertragungsbereich mussten gegenüber dem Apriltermin 1 Cent/kg mehr zahlen.

145 Millionen Kilogramm Milchquote wurden insgesamt gehandelt. Damit liegt die gehandelte Menge im Mittel der vergangenen Jahre. Die Gesamtnachfrage nach Milchquoten in Höhe von 280 Millionen Kilogramm überstieg das Angebot um fast das Zweifache. Das Gesamtangebot betrug 149 Millionen Kilogramm.

Die Auswertung des Übertragungsbereiches West zeigte, dass insbesondere in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen die Nachfrage ungefähr das Dreifache über dem Angebot lag. Nur in Hessen wurden mehr Milchquoten angeboten als nachgefragt. Im Übertragungsbereich Ost lagen in Brandenburg und Sachsen die nachgefragten Mengen ca. das Sechsfache über den angebotenen Mengen. Lediglich in Thüringen wurde mehr angeboten als nachgefragt.

Von den insgesamt 4.016 Anbietern konnten 3.972 (99 Prozent) erfolgreich Quoten verkaufen. Rund 57 Prozent der Gesamtnachfrager (6.221) konnten erfolgreich Quoten kaufen.

Die Auswertung der Milchquotenzugänge und -abgänge der einzelnen Übertragungsstellen des Übertragungsbereiches West zeigt eine Quotenwanderung in Richtung Norddeutschlands (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen) mit rund 28 Millionen Kilogramm. Im Übertragungsbereich Ost hat eine Quotenwanderung in Richtung Brandenburg (+ 2,5 Millionen Kilogramm) und Sachsen (+ 2,2 Millionen Kilogramm) stattgefunden.

Für einen Julihandelstermin sei ein leichter Anstieg nicht unüblich, erklärte der DBV. Allerdings könnten auch die Diskussionen der letzten Wochen um die einseitige nationale Begrenzung der Liefermenge (Saldierung, Umrechnungsfaktor) mit zu der Preisentwicklung beigetragen haben. Die klare Aussage der EU-Kommissarin Fischer Boel im Rahmen des Deutschen Bauerntages in Berlin zum Ende der Milchquotenregelung 2015 muss bei allen weiteren Überlegungen zum Quotenkauf Berücksichtigung finden, so der DBV. Eine Reduzierung der Produktionskosten und nicht deren Steigerung sei das Gebot der Stunde.

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