Verband: Kostenentlastungsprogramm für Schweinehalter notwendig
BERLIN (Dow Jones)--Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, hat ein Kostenentlastungsprogramm für Schweinehalter gefordert. Seit 2006 seien die Kosten der Schweinezucht durchgehend höher als die Erlöse, schrieb Sonnleitner in einem Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU). Die Nulltoleranz-Regel für in der EU noch nicht zugelassene gentechnisch veränderte Futtermittel müsse abgeschafft werden. Zudem müsse die Verfütterung von tierischen Fetten an Schweine ermöglicht werden. Der Einsatz tierischer Proteine in Futtermittel für Schweine sollte ebenfalls vor dem Hintergrund knapper Eiweißträger und explodierender Phosphatpreise aufgehoben werden. Sonnleitner zufolge belasten auch die steigenden Energiepreise die Schweinezüchter enorm. "Deshalb muss die Besteuerung von Strom, Gas und Diesel zur Entlastung gesenkt werden", betonte der DBV-Präsident. Schweinehalterbetriebe müssten betriebliche Rücklagen bilden können. Diese bilanzielle Schwankungsreserve sei angesichts der stark schwankenden Märkte notwendiger denn je.
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