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Sauenhalter müssen viel Geld in die Hand nehmen

Mit tiefen Sorgenfalten gehen viele niedersächsische Sauenhalter derzeit in ihre Ställe. Die Betriebsleiter sehen sich nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes mit einer ganzen Reihe von Problemen konfrontiert. Als besonders dringlich stufen die Landwirte selbst die anstehende Umsetzung der Tierschutz Nutztierhaltungsverordnung und die damit verbundene Umstellung auf die Gruppenhaltung der Tiere an. Konkret heißt dies für die Betriebe, dass sie ihre Sauen ab der vierten Trächtigkeitswoche bis zu einer Woche vor dem errechneten Geburtstermin in Gruppen halten müssen. „Unsere Betriebsleiter müssen dazu viel Geld in die Hand nehmen, können ihre Höfe aber betriebswirtschaftlich nicht weiter entwickeln“, verdeutlicht der Cloppenburger Landvolkvorsitzende Hubertus Berges. Nach Expertenmeinung müssen für die Umrüstung eines Sauenplatzes zwischen 250 und 400 Euro investiert werden. Bei einer durchschnittlichen Betriebsgröße mit 250 Sauen kommen damit Investitionen in einer Höhe von 60.000 bis 100.000 Euro zusammen. Diesen Betrag hat nach dem langen tiefen Tal mit Ferkelpreisen, die weit unter der Gewinnschwelle lagen, kein Sauenhalter als liquide Mittel zur Verfügung. Die Investitionskosten bringen keinen zusätzlichen Gewinn, im Gegenteil, bei vorhandener Stallkapazität können in der Gruppenhaltung weniger Tiere gehalten werden. Erschwerend kommt hinzu, dass in Deutschland die neuen Vorgaben nicht überall gleich ausgelegt werden und selbst Stallausrüster oder Veterinäre den Landwirten wenig hieb- und stichfeste Hinweise an die Hand geben können.

Experten gehen davon aus, dass in den norddeutschen Veredelungshochburgen Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ähnlich wie in Dänemark die von der EU vorgeschriebene Umrüstung bereits in zwei von drei Betrieben realisiert wurde. In den Niederlanden dagegen dürfte erst jeder zweite Sauenhalter die Initiative zur Umrüstung ergriffen haben. In vielen anderen EU-Staaten gehen Marktbeobachter von nur jedem dritten Sauenhalter aus, der die EU-Vorgaben bereits jetzt erfüllt. In Niedersachsen verunsichert die Betriebsleiter aktuell die Diskussion um den Tierschutzplan zusätzlich. Sie befürchten weitere Vorgaben des Landes, die dann erneut erhebliche Investitionskosten nach sich ziehen könnten. Dazu aber fehlt den Sauenhaltern schlichtweg das finanzielle Polster. Eine Reihe von Betriebsleitern ist daher nicht mehr bereit, Investitionen vorzunehmen und denkt über eine Betriebsaufgabe nach. Schon jetzt dürfte feststehen, dass durch die Verschärfung der Haltungsvorschriften der Strukturwandel wieder einmal angeheizt wird. (LPD) (16.03.2012)

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