(DLG). Die weltweit führende Landtechnikausstellung, die vom 10. bis 14. November 2009
(Exklusivtage am 8. und 9. November) in Hannover stattfindende Agritechnica, wird durch
ein Neuheiten-Feuerwerk gekennzeichnet sein. Neben dem außerordentlich guten Anmeldeergebnis
mit mehr als 2.150 Ausstellern aus 45 Ländern lassen die Landtechnikhersteller
mit zahlreichen Innovationen aufhorchen. Bis Anfang September wurden beim Agritechnica-
Veranstalter, der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft), über 300 Neuheiten
angemeldet. Dies ist als deutliches Signal zu werten, dass die Landtechnikhersteller mit
Innovationen die gegenwärtig von der Finanz- und Wirtschaftskrise beeinflussten Märkte
beflügeln wollen. Zugleich unterstreicht es die Stellung der Agritechnica als weltweite Innovationsbörse
für ihre Branche.
Eine von der DLG eingesetzte, neutrale Expertenkommission hat aus den angemeldeten
Neuheiten nach strengen Kriterien insgesamt fünf Neuheiten mit Goldmedaillen und 28
Neuheiten mit Silbermedaillen ausgezeichnet:
Goldmedaillen
• „CLAAS AUTO FILL“
CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH, Harsewinkel, Deutschland,
Halle 13, Stand E02
Häckseln ist eine anspruchsvolle Erntearbeit. Optimale Befüllleistung mit wenig Stress,
Risiko und Feldverlusten ist das Ziel. Mit der digitalen 3-D-Bildanalyse des Claas Auto Fill
ist eine automatische Befüllung der Transporteinheiten bei Tag, Dunst und Nacht gegeben.
Sowohl der Auswurfkrümmer als auch die Klappe des Häckslers orientieren sich voll automatisch
an den Konturen des Anhängers. Die Fahrer brauchen sich nicht mehr auf das
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Befüllen des Anhängers zu konzentrieren. Dieses hochwertige Fahrerentlastungssystem
erhöht die Arbeitsqualität, Effizienz und Arbeitssicherheit erheblich.
• „Automatische Auswurfkrümmer- und Auswurfklappensteuerung
(Turmsteuerung)“
New Holland Agriculture Equipment Spa, Turin, Italien,
Halle 3, Stand C21
Häckseln ist eine anspruchsvolle Erntearbeit. Optimale Befüllleistung mit wenig Stress,
Risiko und Feldverlusten ist das Ziel. Mit dem 3-D-Scanner von New Holland ist eine automatische
Befüllung der Transporteinheiten bei Tag, Dunst und Nacht gegeben. Sowohl der
Auswurfkrümmer als auch die Klappe des Häckslers orientieren sich voll automatisch an
den Konturen des Anhängers. Die Fahrer brauchen sich nicht mehr auf das Befüllen des
Anhängers zu konzentrieren. Dieses hochwertige Fahrerentlastungssystem erhöht die Arbeitsqualität,
Effizienz und Arbeitssicherheit erheblich.
• „CEMOS“
CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH, Harsewinkel, Deutschland,
Halle 13, Stand E02
Der elektronische Maschinen-Optimierungs-Service (CEMOS) der Fa. Claas ist ein interaktives
Einstellassistenzsystem, das alle Einstellungen aller Baugruppen des Mähdreschers
für verschiedene Früchte und Erntebedingungen beinhaltet und den Fahrer schrittweise an
die optimale Maschineneinstellung heranführt. Damit ist erstmalig eine ganzheitliche Optimierung
des Mähdruschprozesses mit Hilfe eines maschinengestützten Einstellassistenzsystems
möglich. Moderne Mähdrescher sind zwar mit programmierten Einstellwerten im
Informationssystem für mittlere Erntebedingungen ausgestattet. Jedoch ändert der Fahrer
diese Stellwerte bei der Einstelloptimierung auf die aktuell gegebenen Erntebedingungen
oft nur in geringem Maße. Dies hat zur Folge, dass die meisten Mähdrescher mit Arbeitsleistungen
und Arbeitsqualitäten unterhalb des technischen Potentials der Maschine ernten.
Das System CEMOS analysiert die gegenwärtige Situation, erarbeitet daraus systematisch
Optimierungsschritte und schlägt diese dem Fahrer vor. Dabei berücksichtigt das System
auch die gegebenen Grundeinstellungen und Ausstattungsvarianten. Der Fahrer kann diesen
Einstellvorschlag annehmen oder eine Alternative fordern. Nimmt er einen Einstellvorschlag
an, so erhält er bei den von Sensoren überwachten Einstellungen eine Mitteilung, ob
sich das Arbeitsergebnis verbessert hat oder nicht. Zusätzlich weist CEMOS den Fahrer
frühzeitig auf Zielkonflikte, wie beispielsweise eine Zunahme des Bruchkornanteiles bei
intensivem Ausdrusch sowie auf technische Grenzen der gewählten Einstellung, hin. Er
kann eigenständig im Dialog mit dem System die Arbeitsqualität und Arbeitsleistung des
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Mähdreschers bis an seine technischen Grenzen maximieren. CEMOS ist somit ein richtungsweisender
Meilenstein in der Effizienzsteigerung der Druschfruchternte.
• „Herstellerübergreifende ISOBUS-Bedienkonzepte“
Competence Center ISOBUS, Wallenhorst, Deutschland,
Halle 27, Stand G33
(initiiert von den Unternehmen Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG,
Grimme Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, Bernard Krone GmbH Maschinenfabrik,
Kuhn Maschinen-Vertrieb GmbH, LEMKEN GmbH & Co. KG
und Rauch Landmaschinenfabrik GmbH)
In einer Zusammenarbeit mehrerer – auch im Wettbewerb zueinander stehender - Landtechnikunternehmen
wurde die weltweit erste herstellerübergreifende Konzeption und Realisierung
anwenderfreundlicher Bedienkonzepte bei ISOBUS-kompatiblen Landmaschinen
umgesetzt. Sowohl für verschiedenartige (z.B. Ladewagen, Kartoffelernter oder Pflug) als
auch gleiche Applikationen mit Anbaugeräten verschiedener Hersteller (z.B. Düngerstreuer)
wurden identische Menustrukturen, Masken für Setup und Eingabe, identische Piktogramme
und Positionierungen für eine intuitive Eingabe und Navigation entwickelt. Zur Realisierung
des Konzeptes haben die Unternehmen gemeinsam ein auf dem neuesten Stand der
Technik stehendes ISOBUS-Terminal mit ergonomischem Design realisiert. Dabei wurde
neben den notwendigen technischen Hard- und Software-Schnittstellen der Schwerpunkt
insbesondere auf die Mensch-Maschine-Schnittstelle gelegt, Beispiele sind die Eingabe via
Touchscreen, Softkeys und Inkrementalgeber, die Einhand-Bedienung oder der ISOBUSStop-
Button. Durch Tausch der Terminals verschiedener Hersteller und Anbaugeräte konnte
das realisierte Bedienkonzept erfolgreich getestet werden und stellt damit einen Meilenstein
auf dem Weg von Insellösungen zur notwendigen herstellerunabhängigen Praxiseinführung
von ISOBUS dar.
• „John Deere ActiveCommand Steering“
John Deere Vertrieb, Bruchsal, Deutschland,
Halle 13, Stand A43
John Deere stellt erstmalig eine Steer by Wire-Lenkung vor, die über einen Controller aktiv
in den Lenkungsregelkreis eingreift, um die Fahrsicherheit und den Fahrkomfort deutlich zu
verbessern. Dieser aktive Eingriff in den Lenkungsregelkreis wurde bisher auch im PKWund
Nutzfahrzeugbereich noch nicht dargestellt, sondern lediglich als zukünftiges Entwicklungsziel
formuliert. Das bei den bisher üblichen vollhydrostatischen Lenkungen unbefriedigende
Geradeausfahrverhalten wird verbessert, wodurch sich die Lenkaktivität reduziert
und der Fahrer deutlich entlastet wird. Das Lenkmoment wird fahrsituationsbedingt aktiv
moduliert, so dass der Fahrer eine Rückmeldung über seine Lenkmanöver am Lenkrad
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fühlt. Schnelle Ausweichmanöver führten bisher manchmal zu unkontrollierbarem Aufschaukeln
(Übersteuern) des Fahrzeuges, was jetzt aktiv unterdrückt wird und eine ähnliche
Wirkung wie das ESP am PKW hat. Dies kommt besonders bei der schnellen Fahrt mit
schweren Mehrachsstarrdeichselanhängern zum Tragen. Neben den genannten Sicherheitsaspekten
bietet das System mit einer geschwindigkeitsabhängigen Lenkübersetzung
zusätzlich eine Bedienungserleichterung auf dem Feld und bei Frontladerarbeiten.
Silbermedaillen
• „Messerschleifen am Ladewagen“
Alois Pöttinger Maschinenfabrik Ges. m.b.H., Grieskirchen, Österreich,
Halle 27, Stand D34
Das Schleifen von Ladewagen-Messern ist bisher als zeitaufwändige und nicht ergonomische
Arbeit bekannt. Pöttinger ist es gelungen, einen Schleifautomaten für Einzelmesser in
Ladewagenschneidwerken zu entwickeln. Der voll automatisierte Schleifvorgang ist während
der Transportfahrt mehrmals täglich möglich. Der komplett hydraulische Antrieb ist
einfach konzipiert und wartungsfreundlich. Ständig scharfe Messer mit hoher Schnittqualität
sind jetzt auch am Ladewagen für eine effiziente Arbeitsleistung möglich.
• „Frontmähwerk EasyCut 32 CV Float“
Bernard Krone GmbH Maschinenfabrik, Spelle, Deutschland,
Halle 27, Stand J15
Geschobener Anbaubock mit integrierter Federentlastung und neuartiger Federzug-
Kinematik für gleichmäßigen Boden-Auflagedruck unter allen Einsatzbedingungen. Erstmals
wird mit dem EasyCut 32 CV „Float“ ein Frontmähwerk mit geschobenem Anbaubock
und integrierter Mähwerksentlastung angeboten, welches gleichzeitig auch einen gleichmäßigen
Auflagedruck durch die neuartige „Float“- Federentlastungs-Kinematik ermöglicht.
Es werden also die Vorteile des „geschobenen“ Frontmähwerkes mit denen des „gezogenen“
Mähwerkes kombiniert, ohne mit den bisher notwendigen Vorbaukonstruktionen zusätzliche
Last auf die Vorderachse zu bringen, was insbesondere auch in hängigem Gelände
Vorteile bietet. Einzigartig ist dabei der Zusatznutzen des gleichmäßigen Auflagedruckes.
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• „VariStream“
Bernard Krone GmbH Maschinenfabrik, Spelle, Deutschland,
Halle 27, Stand J15
Variabler Gutflusskanal im selbstfahrenden Feldhäcksler für einen widerstandreduzierten
Materialfluss zur Reduzierung von Verschließ, zur Energieeinsparung und zur Motorentlastung.
Bei dem Krone-VariStream-System ist der vordere Teil des Trommelbodens an der
Gegenschneide angelenkt. Beim Nachstellen der Gegenschneide nach dem Messerschleifen
wird damit automatisch auch der Trommelboden im vorderen Bereich nachgeführt. Es
entsteht also kein „toter Raum“ zwischen Gegenschneide und Trommelboden, der den
Gutfluss negativ beeinträchtigen könnte. Der hintere Teil des Trommelbodens ist federnd
gelagert und kann somit großen Futtermassen nachgeben. Bei geringerem Massenstrom
stellt sich der Boden bedingt durch die Federn wieder in die ursprüngliche Position zurück.
Die Verstopfungsgefahr ist geringer, der gleichmäßige Gutfluss bleibt erhalten, und die
Wurfleistung der Häckseltrommel wird nicht vermindert.
• „Cleanfix Pulstronic - Sauberer Kühler bei geringer Lüfterleistung“
Hägele GmbH, Schorndorf, Deutschland,
Halle 6, Stand C40
Nicht nur zum Reinigen des Kühlers lassen sich die Lüfterflügel am Cleanfix Pulstronic um
die Längsachse drehen, sondern auch um Antriebsenergie zu sparen. Die Flügel können je
nach Kühlleistungsbedarf in jeder Zwischenstellung positioniert werden. Dies ermöglicht ein
in den Verstellmechanismus integrierter Regelkreis, der PWM- oder CAN-Bussignale des
Motorcontrollers verarbeitet und über einen Positionssensor die exakte Flügelstellung ausregelt.
Im Gegensatz zur Viscokupplung fällt bei jeder beliebigen Lüfterleistung kein leistungsverzehrender
Kupplungsschlupf an. Zusätzlich haben die an den Flügelenden angebrachten
„Flex Tips“ ein kleines Übermaß, so dass sie sich im Betrieb im vorderen Bereich
an der Lufthutze einschleifen. Dadurch wird eine Luft-Rezirkulation wirkungsvoll vermieden
und die Effizienz zusätzlich gesteigert.
• „Ultra Guidance PSR ISO - ISOBUS-kompatible Automatiklenkung“
Reichhardt GmbH Steuerungstechnik, Hungen, Deutschland,
Halle 16, Stand A09
Die Integration eines automatischen Lenksystems - z.B. auf Basis von GPS oder Sensorik -
erfordert typischerweise maschinenspezifische Änderungen (Ventile, Hydraulikverschlauchungen)
mit einem entsprechenden Installationsaufwand. Damit ist das Lenksystem für
den spezifischen Traktor ausgelegt. Das ISOBUS-kompatible Automatik-Lenksystem „Ultra
Guidance PSR ISO“ ermöglicht nun in Verbindung mit Fahrzeugen und Geräten, die über
eine ISOBUS-Schnittstelle verfügen, eine Plug&Go-Installation des Lenksystems ohne
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Hardware-Anpassung; die Informationen zwischen Lenksystem, Traktor oder Anbaugerät
werden über ISOBUS ausgetauscht. Damit kann die Bedienung des Lenksystems über ein
beliebig vorhandenes ISOBUS-Terminal des Traktors oder des Anbaugerätes erfolgen. Das
Lenksystem ist unabhängig vom Traktor, so dass der Anwender Lenksysteme und Fahrzeuge
herstellerunabhängig voneinander nach seinen betrieblichen Anforderungen auswählen
und universell einsetzen kann.
• „GEOseed“
Kverneland Group Deutschland GmbH, Soest, Deutschland,
Halle 5, Stand E38
Das neue Verfahren erlaubt eine gleichmäßige, flächige Etablierung von Rüben oder Mais
im Dreieck- oder Rechteckverband. Es ist zu erwarten, dass die Arbeitswirtschaft und die
Umweltschonung durch einen vereinfachten und wirksameren Einsatz von mechanischer
Unkrautbekämpfung (Querhacken) verbessert werden. Darüber hinaus ist mit einer effektiveren
Ausnutzung der Wachstumsressourcen, wie Standraum und Nährstoffe, zu rechnen.
• „smartControl - Automatische Abstreiferregelung beim Einzelkornsägerät
EDX“
Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, Hasbergen, Deutschland,
Halle 14, Stand A20
Erstmalig wird bei einer Einzelkornsämaschine die Vereinzelungsqualität durch eine automatische
und adaptive Regelung der Abstreiferposition gewährleistet. Es wird dadurch die
Arbeitsqualität bei der Maisaussaat insbesondere bei hohen Fahrgeschwindigkeiten wesentlich
verbessert.
• „Intelligente Ladewagen-Kombination“
Alois Pöttinger Maschinenfabrik Ges. m.b.H., Grieskirchen, Österreich,
Halle 27, Stand D34
Pöttinger nutzt die neuen Möglichkeiten mit dem „Intelligenten Ladewagen“, der den Traktor
bei Bedarf nicht nur stoppt, sondern die Fahrgeschwindigkeit der Kombination nach der
Schwadstärke steuert. Hierzu wird mit Ultraschallsensoren an der Traktorfront die Schwadform
ermittelt. Durch die vorausschauende Erfassung bleibt dem Traktor ausreichend Reaktionszeit,
um die Geschwindigkeit anzupassen. Da nicht nur ein Sollwert für die Geschwindigkeit
vorgegeben, sondern auch die Beschleunigung gesteuert werden, arbeitet
das System in Kombination mit einer ausgeklügelten Sensorik am Ladewagen bei allen
relevanten Fahrgeschwindigkeiten und verbessert die Effizienz des Gesamtprozesses bei
einer gleichzeitig deutlichen Entlastung des Fahrers.
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• „John Deere Tractor-Implement Automation“
John Deere Vertrieb, Bruchsal, Deutschland,
Halle 13, Stand A43
John Deere ermöglicht - auf der Basis eines erweiterten ISOBUS-Protokolles - zertifizierten
Geräten den Zugriff auf sicherheitsrelevante Traktorparameter (z. B. Fahrgeschwindigkeit/-
strategie, Hydraulik, Zapfwelle). Diese Möglichkeit demonstriert John Deere am Beispiel
einer Rundballenpresse, um deren Leistungsfähigkeit zu steigern und den Fahrer zu entlasten.
Nach der Füllung der Presskammer stoppt der Traktor automatisch, im Anschluss
an den Wickelvorgang öffnet und schließt sich die Heckklappe, indem die Presse die hydraulischen
Steuerventile des Traktors aktiviert. Dadurch kann nicht nur der gesamte Ablauf
automatisiert werden, sondern auch die bisher übliche Doppelausstattung mit elektrohydraulischen
Steuergeräten an der Presse kann entfallen.
• „Automatische Einstellung der Gebläsedrehzahl bei Hanglagen“
New Holland Agriculture Equipment Spa, Turin, Italien,
Halle 3, Stand C21
Übliche Hangausgleichssysteme für die Mähdrescherreinigung reagieren nur auf seitliche
Neigung. Erntet ein Mähdrescher in Steig- und Falllinie, so kann dies bei Bergauffahrt zum
Überblasen von Korn und Nichtkornbestandteilen aus der Reinigung und damit zu erhöhten
Körnerverlusten führen. Bei Bergabfahrt nimmt die Schichtdicke auf den Sieben zu, es
kommt zu erhöhten Anteilen an Nichtkornbestandteilen im Korntank und bei zu hoher
Schichtdicke ebenfalls zu erhöhten Körnerverlusten. Die hangneigungsabhängige Drehzahlregelung
des Reinigungsgebläses der Fa. New Holland passt erstmalig die Gebläsedrehzahl
fruchtabhängig automatisch der jeweiligen Neigung des Mähdreschers in Steigund
Falllinie an. Dies ermöglicht eine gleichmäßige Arbeitsqualität und Arbeitsleistung bei
der Ernte auf hängigen Schlägen ohne Einwirkung des Fahrers und ist somit eine Arbeitserleichterung
und eine wegweisende Detailverbesserung in der Druschfruchternte.
• „HR-Rodeaggregat für den Rübenroder Terra Dos T3 & Terra Dos T3 Plus“
Holmer Maschinenbau GmbH, Schierling-Eggmühl, Deutschland,
Halle 2, Stand A48
Das einzeln aufgehängte HR-Rodeaggregat ermöglicht erstmals in mehrreihigen Rodern,
dass sich die Rodetiefe an jeder Einzelreihe orientieren kann. Unebenheiten im Saatbett
der Zuckerrüben, Fahrspuren oder Erosionsereignisse erforderten bisher eine Rodetiefe,
die sich an den tiefststehenden Rüben innerhalb der Arbeitsbreite des Roders orientieren
musste mit den bekannten Nachteilen. Diese Entwicklung ermöglicht ein energiesparendes
und gleichzeitig schonendes Ernten mit geringen Erdanhängen.
DLG-Pressemitteilung, 25. September 2009 Seite 8
• „Füllstands- und Durchflussmengenmesssystem iTANK"
Josef Kotte Landtechnik GmbH & Co. KG, Rieste, Deutschland,
Halle 15, Stand A11
Mit dem relativ preisgünstigen iTank System der Firma Josef wird sowohl der Füllstand von
Flüssigmisttankwagen als auch die Durchflussmenge gemessen. Durch diese Messungen
ist es möglich, beim Befüllvorgang eine automatische Abschaltung vorzunehmen. Alternativ
können auch die aktuell ausgebrachte Hektargabe und eine Reichweite bei Feldarbeit errechnet
und angezeigt werden.
• „LED-Einzeldüsenbeleuchtung“
Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, Hasbergen, Deutschland,
Halle 14, Stand A20
• „HD-Nightlux“
Herbert Dammann GmbH Pflanzenschutztechnik, Buxtehude-Hedendorf,
Deutschland,
Halle 15, Stand C12
Beide Hersteller nutzen die hohe Lichtintensität von LEDs, um in den Abend- und Nachtstunden
die Spritzfächer der Düsen am Spritzgestänge gut sichtbar zu machen. Düsen, die
nicht einwandfrei funktionieren und keinen oder nur einen unvollständigen Spritzfächer
ausbilden, lassen sich - soweit während der Spritzung einsehbar - auf diese Weise erkennen
und können gereinigt oder ausgetauscht werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin,
dass der zu behandelnde Pflanzenbestand sich auch über die Arbeitsbreite des Gerätes
hinaus dem Blickfeld des Fahrers erschließt und auf Hindernisse rechtzeitig reagiert werden
kann.
• „Erweiterte i-Lösungen für John Deere Pflanzenschutzspritzen“
John Deere Vertrieb, Bruchsal ,Deutschland,
Halle13, Stand A43
John Deere erweitert seine Anhängegeräte der Serie 700i und 800i mit Funktionen, die auf
eine genaue Befüllung des Gerätes, ein genaueres Ausspritzen der noch im Gerät verbleibenden
Restmengen und sowie eine verbesserte Reinigung und Ausbringung der Restflüssigkeiten
abzielen. Zentrales Bedienungsterminal ist das GreenStar 2600 zur Einstellung,
Überwachung und Ausführung bekannter Funktionalitäten. Der neue integrierte Tank Fill
Calculator errechnet die erforderliche Menge an Wasser und Pflanzenschutzmitteln, die für
die jeweilige Tankfüllung (auch wenn nicht vollständig entleert wurde oder für verbleibende
Restflächen) erforderlich ist. Die nötigen Wasser- und Mittelmengen werden auf einem
Zettel ausgedruckt. Mit Hilfe der GPS-gesteuerten Ausbringung werden die am Ende
verbleibende noch zu behandelnde Restfläche exakt ermittelt und die dafür benötigten
DLG-Pressemitteilung, 25. September 2009 Seite 9
Mengen an Wasser und Pflanzenschutzmitteln bestimmt. Bei exakter Einfüllung dieser
Mengen lassen sich Restmengen auf ein Minimum reduzieren. Das Auto Dilute System
übernimmt die anschließende Reinigung des Spritzgerätes, die automatisch erfolgt, unabhängig
davon, ob die Reinigung und das Ausspritzen absätzig, d.h. gemäß vorzuwählender
Verdünnungsfaktoren (1:6 bzw. 1:100) oder in einem kontinuierlichen Vorgang erfolgen
sollen. Das System bietet folgende Vorteile:
- Deutliche Entlastung des Anwenders durch Verringerung des Risikos von
Bedienungsfehlern.
- Verminderung von Restmengen und Umweltbelastungen.
- Vermeidung von Fehldosierungen, verbesserte Dokumentation.
- Erleichtertes Ansetzen der gewünschten Spritzflüssigkeit.
- Zusätzlicher Kundennutzen durch schnelleres, exaktes Befüllen, Reinigen
und Ausspritzen.
• „Stufenlos verstellbares Spritzgestänge LEMKEN VariExtend“
LEMKEN GmbH Co. KG, Alpen, Deutschland,
Halle 11, Stand B45
Das Spritzgestänge ist segmentartig aufgebaut und kann in Arbeitsstellung durch Ausschieben
oder Einziehen der Segmente in seiner Gestängebreite variiert werden. Auch eine
asymmetrische Gestängebreite ist möglich. Die äußeren Segmente der Spritzgestänge
verbleiben hierbei in ihrer äußeren Position, so dass die Funktionalität des Anfahrschutzes
im Schiebebereich voll erhalten bleibt. Das Gestänge lässt sich damit leicht an unterschiedliche
Arbeitsbreiten / Fahrgassenabstände anpassen. Hindernisse auf Ackerflächen können
damit exakt ausgespart und ohne Verlassen der Fahrspur passiert werden.
• LEMKENConnect
LEMKEN GmbH & Co. KG, Alpen, Deutschland,
Halle 11, Stand B45
Das „QuickConnect“ erleichtert den Dreipunktanbau von Geräten ganz wesentlich. Das
Anschließen von Oberlenker, Gelenkwelle, Schläuchen, etc. erfolgt bei einem ausreichend
großen Freiraum zwischen Traktor und Anbaugerät. Nach dem Zurücksetzen des Traktors
greifen die Schnellkuppler in die Unterlenkerbolzen ein und der Oberlenker wird geräteseits
automatisch in seine Endposition geführt und arretiert. Dieser zweite Teil des Koppelvorganges
kann ohne abzusteigen aus der Kabine erfolgen. Zusätzlich bringt das Koppelsystem
das Anbaugerät noch näher an den Traktor heran. Dieses neue Koppelsystem bietet
folgende Vorteile:
- Das Ankoppeln kann komfortabler und sicherer von einer Person vorgenommen
werden.
DLG-Pressemitteilung, 25. September 2009 Seite 10
- Zuwachs an Arbeits- und Verkehrssicherheit durch Schwerpunktverlagerung
des Anbaugerätes hin zum Traktor.
• „Ultralight 800“
Biso Schrattenecker GmbH, Ort im Innkreis, Österreich
Halle 5, Stand D06
Großmähdrescher erreichen mit breiten Schneidwerken die höchsten Kampagneleistungen.
Daher werden die Erntevorsätze ständig breiter und somit schwerer. Darüber hinaus müssen
die Einstellungen der Baugruppen an breiten Schneidwerken oft an beiden Antriebsseiten
durchgeführt werden. Das Schneidwerk Ultralight 800 der Fa. BISO-Schrattenecker mit
einer Arbeitsbreite von 12 m ist erstmalig aus speziellen, zum Patent angemeldeten Aluminium
Hohlblockelementen gefertigt. Diese tragenden Elemente sind nach dem Baukastenprinzip
miteinander verschraubt und bilden sowohl die Basis für unterschiedliche Arbeitsbreiten,
als auch ein leichtes Tragwerk für die anderen Baugruppen. Sämtliche Einstellungen
zur Anpassung an verschiedene Erntebedingungen erfolgen entweder elektrohydraulisch
oder an zentralen Spindeln. Das auf größere Arbeitsbreiten erweiterbare Schneidwerk
in Leichtbauweise ist eine zukunftsweisende Weiterentwicklung.
• „Intelligente Pflanzenschutzmitteldatenbank mit integriertem aktiven Vorschlagswesen
auf Datenbasis der Pflanzenbausoftware AGRO-NET“
CLAAS Agrosystems GmbH & Co. KG, Gütersloh, Deutschland,
Halle 16, Stand A11
Durch die Integration der Proplant-Datenbank mit tagesaktuellen Informationen aller zugelassenen
Pflanzenschutzmittel in die Agro-Net Ackerschlagkartei wird Betriebsleitern der
Pflanzenschutzmitteleinsatz erheblich vereinfacht. Mit der Kopplung an die webbasierte
Datenbank ist der Anwender nicht nur in Bezug auf die Zulassung auf der sicheren Seite,
sondern wird auch bei der Mittelauswahl aktiv unterstützt. In Kombination mit der Ackerschlagkartei
werden Informationen zum Bestand, zum Schlag und zur Historie mit der Indikationsliste
der Pflanzenschutzmitteldatenbank abgeglichen und Mittelvorschläge entsprechend
den zulassungsrechtlichen Anforderungen erstellt. Die Innovation gibt nicht nur Sicherheit,
sondern lässt in der Bestandsführung auch eine Arbeitszeitersparnis erwarten.
• „Smart-Braking-System“
New Holland Agriculture Equipment Spa, Turin, Italien,
Halle 3, Stand C21
Das ABS-System von New Holland bietet nicht nur die allgemein bekannten Sicherheitsvorteile,
sondern wird auch den besonderen Ansprüchen der Landwirtschaft gerecht. So ermöglicht
es erstmalig die beim Wendevorgang beliebte Einzelradbremsung mit entspreDLG-
Pressemitteilung, 25. September 2009 Seite 11
chend kleinem Wenderadius. Proportional zum Lenkeinschlag wird das kurveninnere Rad
gezielt verzögert, ohne dass jedoch ein Blockieren mit Spurschäden auftritt. Das System
dient ebenfalls als Anfahrhilfe am Berg, schont den Boden und entlastet den Fahrer.
• „Reifendruckregelanlage für Fendt 900 Vario“
AGCO GmbH, Marktoberdorf, Deutschland,
Halle 9, Stand E18
Der Forderung der Praxis nach einer integrierten Reifendruckregelanlage als Werksausrüstung
mit den Garantiebedingungen des Gesamtfahrzeuges erfüllt Fendt erstmalig bei Standardtraktoren.
Die bedarfsgerechte Anpassung des Reifenluftdrucks bedeutet mehr Sicherheit
bei weniger Reifenabrieb auf der Straße und Bodenschonung, verbunden mit einer
höheren Effizienz der Zugkraftübertragung auf dem Acker. Das System wird komfortabel
über das Varioterminal bedient und bietet neben einer Sicherheitsstruktur auch die Möglichkeit,
über den ISO-Bus den Druck in den Reifen des Anhängers einzustellen.
• “EasyGuide Center Link von John Deere”
John Deere Vertrieb, Bruchsal, Deutschland,
Halle 13, Stand A43
Bei heute üblichen schweren hydraulischen Oberlenkern wird der Geräteanbau zu einem
Kraftakt, der viele Bediener an die Grenzen ihrer Kräfte bringt und somit Verletzungsgefahren
birgt. Dies gilt erst recht bei Anbaugeräten, die beim Koppelvorgang nur einen eingeschränkten
Bewegungsraum zulassen. John Deere löst dieses Problem mit einer Entlastungsfeder,
die den Oberlenker mit trägt und so das Einklinken mit Hilfe eines Seiles aus
der sicheren Kabine ermöglicht. Dabei wird der Oberlenker von einer Zentrierfeder auch
seitlich stabilisiert.
• „Fliegl-Hubdach Toplift“
Fliegl Agrartechnik GmbH, Töging, Deutschland,
Halle 25 Stand A12
Auch Ladegut mit Schüttkegel lässt sich mit der hydraulisch betätigten Abdeckhaube
schnell und sicher abdecken. Dadurch kann der Fahrtwind das Gut nicht mehr abblasen
und die Nahrungsmittel sind vor Vogelkot und Regen geschützt. Dies bedeutet nicht nur
mehr Sicherheit für andere Verkehrsteilnehmer, auch das manuelle Abdecken in bis zu 4 m
Höhe entfällt und erhöht somit die Sicherheit des Anwenders.
DLG-Pressemitteilung, 25. September 2009 Seite 12
• „Rollbandwagen Bandit“
Krampe Fahrzeugbau GmbH, Coesfeld, Deutschland,
Halle 25, Stand C12
Die Ent- und Beladung dieses Muldenanhängers erfolgt über ein Gewebeband, das wechselweise
von je einem Hydromotor am vorderen und hinteren Ende der Ladefläche aufgewickelt
wird und so das Ladegut verschiebt. Diese Konstruktion bietet gegenüber einem
Abschiebewagen den Vorteil einer höheren Nutzlast und eines geringeren hydraulischen
Leistungsbedarfs. Empfindliche Güter, wie Kartoffeln, können schonend entladen und Paletten
sowie Stückgut an der Heckklappe aufgesetzt und zum Beladen nach vorne transportiert
werden.
• “Soil Load Monitor (SLM)”
GRASDORF WENNEKAMP GmbH, Holle, Deutschland
Halle 12, Stand C13
Ein Ultraschallsensor in der Felge misst kontinuierlich die Reifeneinfederung und liefert
somit eine Kennzahl, nach der last- und geschwindigkeitsabhängig jeweils der minimale
Reifendruck eingestellt werden kann. Damit kann in jeder Situation die maximale Aufstandsfläche
(= Bodenschonung) erzielt werden. Der temperaturkompensierte Messwert
wird kabellos vom rotierenden Rad in die Kabine übertragen. Somit können der minimal
zulässige Reifendruck sicher eingestellt und eine Überlastung des Reifens mit Folgen für
Lebensdauer und Sicherheit ausgeschlossen werden.
• „Condition Monitoring System für John Deere Feldhäcksler“
John Deere Vertrieb, Bruchsal, Deutschland,
Halle 13, Stand A43
Die Vermeidung eines reparaturbedingten Ausfalls gewinnt mit der zunehmenden Leistung
von Erntemaschinen an Bedeutung und birgt ein entscheidendes Potenzial zur Senkung
der Kosten und Steigerung der Einsatzsicherheit. Mit der Installation von Beschleunigungssensoren
an den kritischen Lagern eines Feldhäckslers wird erstmalig bei mobilen Arbeitsmaschinen
eine Ausfallfrüherkennung möglich. Durch eine präventive Reparatur können
nicht nur der Ausfall während der Arbeit mit dem Stillstand der gesamten Silierkette, sondern
auch die mit einem Lagerschaden häufig verbundenen Folgeschäden vermieden werden.
Das Überwachungssystem ist in das Telematiksystem JD Link integriert, das neben
der Fehlerdokumentation auch die Möglichkeit der Alarmierung über das GSM Netz bietet.
DLG-Pressemitteilung, 25. September 2009 Seite 13
• „Belarus 3023“
Traktorenwerk Minsk, Minsk, Weißrussland,
Halle 5, Stand D35a
Der 220 kW-Standardtraktor hat einen dieselelektrischen Antrieb mit einer modernen Steuerungselektronik
und gutem Wirkungsgrad. Die Frontzapfwelle wird elektrisch angetrieben
und ist folglich auch in der Drehzahl weitgehend unabhängig vom Verbrennungsmotor. Aus
dem internen Gleichstromhochspannungsnetz können bis zu 172 kW elektrische Leistung
an externe Verbraucher mit entsprechendem Leistungsbedarf abgegeben werden.
• „STIHL MS 441 C-M“
STIHL Vertriebszentrale AG & Co. KG, Dieburg, Deutschland,
Halle 26, Stand K21
Die Motorsäge STIHL MS C-M ist die erste Profi-Motorsäge, die über ein serienmäßig eingebautes
voll elektronisch geregeltes Motor-Management (M-Tronic) verfügt. Die M-Tronic
verbessert das Startverhalten und optimiert den Motorlauf bei unterschiedlichsten Betriebsbedingungen
und sorgt damit für höhere Betriebssicherheit und Anwenderfreundlichkeit.


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