Dänisches Agrarressort steigt in Projekt zur antibiotikafreien Schweinemast ein

Nachdem der dänische Schlachtriese Danish Crown (DC) gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis gut zwei Jahre Erfahrungen mit der antibiotikafreien Haltung von Schlachtschweinen gesammelt hat, steigt nun auch das Kopenhagener Landwirtschaftsministerium in das Projekt ein. Eigenen Angaben zufolge wird das Ressort das bis 2021 laufende Forschungsvorhaben mit umgerechnet 1,7 Mio Euro fördern.

Landwirtschaftsminister Esben Lunde Larsen sieht das Projekt als wichtigen Beitrag zur weiteren Senkung des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung an und verspricht sich von dem Ansatz von Danish Crown wertvolle Impulse für die gesamte dänische Schweinehaltung. DC-Vorstandschef Jais Valeur zeigte sich überzeugt, dass die im Zuge des Projekts entwickelten Verfahren mittelfristig breite Anwendung finden dürften.

Bei der antibiotikafreien Aufzucht erhalten die Schweine nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums im Idealfall von der Geburt bis zur Schlachtung keinerlei Medikamente zur Behandlung von Infektionen. Erkranke ein Tier, werde es aber selbstverständlich entsprechend behandelt. Mit der Behandlung werde das Tiere allerdings ausgesondert und als herkömmlich gehaltenes Schwein geschlachtet.

Laut Danish Crown sind die Schlachtzahlen der nach diesen Vorgaben gehaltenen Schweine seit dem Start des Projekts kontinuierlich gestiegen. In diesem Jahr soll die Produktion der garantiert antibiotikafreien Schweine auf rund 200 000 Tiere zulegen. Bis 2021 werden jährliche Schlachtzahlen von 1,5 Millionen Tieren angepeilt. AgE