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Anlegen Vorbereitung
Saatgut Aussaat
Weder Boden noch spätere Pflege bestimmen die Qualität eines Rasens so stark wie das Saatgut. Im Saatgut sind die Eigenschaften und das Leistungsvermögen genetisch festgelegt. Gute Rasenmischungen enthalten speziell für die Rasennutzung gezüchtete Gräser. Diese Mischungen sind teurer als Mischungen mit billigen Futtergräsern, sie sind aber auf jeden Fall ihr Geld wert. Auch bei bester Pflege gelingt es nicht, aus Mischungen mit stark wachsenden Futtergräsern einen qualitativ hochwertigen Rasen zu erzeugen. Da bei der Vielfalt von Angeboten und Preislagen die Trennung der Spreu vom Weizen für den Laien schwer fällt, sollten Sie sich beim Saatgutkauf beraten lassen. Vollmundig klingende Namen wie „Berliner Tiergarten, Englischer Rasen, Teppichrasen, Fürst Pückler" u.a. sind keine Gewähr für gute Rasenmischungen. Der beste Zeitraum für die Aussaat ist Mitte August bis Mitte September. Der Boden hat die Wärme des Sommers gespeichert und die Niederschläge im Herbst erleichtern das Feuchthalten des Keimbettes. Bei Aussaaten im Frühjahr ist meist die Bodentemperatur noch zu gering und die Keimung verzögert. Oft gibt es im Mai auch schon ausgeprägte Hitze- und Trockenperioden. Sie erschweren das ausreichende Feuchthalten des Keimbettes. Viele Aussaaten im Frühjahr sind deshalb Misserfolge und es entwickelt sich kein gleichmäßig dichter Rasen.
Die gleichmäßige Verteilung des Saatgutes erfolgt am besten mit einem Streuwagen. Er garantiert die richtige Saatmenge und verhindert Über- oder Unterdosierungen. Noch ein Tipp zur Saatgutmenge: Hier gilt nicht der Satz "Viel hilft viel". Im Gegenteil. Bei zu viel Saatgut behindern sich die Gräser gegenseitig in der Entwicklung und es kommt sehr häufig zu Pilzkrankheiten, die die Gräser zerstören. Im Allgemeinen ist eine Saatgutmenge von 35 bis 40 g/qm für die Entwicklung eines dichten Rasens absolut ausreichend. Häufig liegen jedoch gerade bei ungeeigneten Billigmischungen die empfohlenen Aufwandmengen deutlich höher |
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