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Sehen Sie die Landwirtschaft als Hauptverursacher für nitratbelastetes Grundwasser? (27.06.2018, 1542 Antworten)

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Am 30.06.2018 schrieb Ursachenforschung:
Schon mal jemand an adblue gedacht? Nitrat wird angeblich immer mehr, die Landwirtschaft wird aber immer besser ( düngeverodnung, övv, ausbringtechniken, usw...) das Verkehrsaufkommen auf deutschen Straßen steigt stetig und damit auch die Abgase, adblue wandelt Abgas um in Wasserdampf und Stickstoff, der Stickstoff landet in der Luft und auf der Straße und beim nächsten regen im Graben, Bach, Fluss oder rückhaltebecken, und dementsprechend auch im Grundwasser! Soll nur mal ein gedankenanstoss sein, da an die Automobilindustrie eh keiner dran geht!

Am 30.06.2018 schrieb Nachdenklich:
Übe den Wasserverbrauch schreibt hier keiner!!
die Wasserwerke saugen das Wasse rföhrmlich aus dem Boden ohne Rücksicht auf Verluste.
Kein Wunder wenn hier Nitrat dabei ist.
Unsere Pflanzen brauchen auch Wasser nicht nur der Mensch und die Industrie zum Vergeuten

Am 29.06.2018 schrieb Eylert Ahrens:
Das der N-Einsatz der Landwirtschaft nicht die alleinige Ursache sein kann, erkennt man z.B. auch daran, dass der höchste in NS gemessene Nitratwert auf dem "Truppenübungsplatz Munsterlager" zu finden ist
ÜBER 300 Mg !!!!

Am 28.06.2018 schrieb Hopsing:
geehrter Dr. Korn, baue schon seit vielen Jahren Ackerbohnen und Erbsen als heimisches Eiweiß an. 'Der geringe Ertrag wurde durch die Anerkennung als Ökologische Vorrangfläche etwas kompensiert. Nun wurde aber dieses Jahr auf drängen der grünen Sekte und bürokratischen Besserwissern der Pflanzenschutz auf diesen Flächen verboten. Wenn ich mir jetzt meine Bohnen und Erbsen Äcker anschaue kommt mir das kalte Grausen, Unkraut über Unkraut und von Insekten abgefressene Blätter an den Nutzpflanzen. Wie ich hier überhaupt noch an einen Ertrag kommen soll bereitet mir schlaflose Nächte. Bei den derzeitigen Pachtpreisen kann ich mir ein solches Desaster nicht noch einmal leisten. Ich werde zukünftig den Eiweißbedarf meiner Tiere wieder mit Soja befriedigen. Ein Dank an alle Praxisfremde Weltverbesserer.

Am 28.06.2018 schrieb Jörg:
Meines Erachtens ist das Ganze ohnehin ein falsches Spiel.
Bis 2007 war Nitrat kein Thema. Das EU Nitratmessnetz in Deutschland brachte es auf eine Messstelle pro 30km²; was schon wenig ist, um flächendeckend mit präzisen Daten zu arbeiten.
In der Messperiode 2008 bis 2011 wurden dann durch das Bundesumweltministerium alle Messstellen gestrichen, die Nitratfrei waren. Damit reduzierte sich die Zahl der Messpunkte auf 700 also ca.1 pro 1000km². Diese negativen Stichproben wurden dann zum Nitrat verseuchten Grundwasser aufgeblasen.
Die Wiedergeburt der Nitratlüge.
Sehr zur Freude von Umweltschutzorganistionen die damit ihre Spendentöpfe füllen konnten, der Grünen - die damit Wählerstimmen fangen konnten und der Wasserversorger, weil niemand sich dafür interessiert, daß die Nitratwerte vor allem in Wassergewinnungsgebieten hoch sind - unabhängig von der landwirtschaftlichen Nutzung.

Am 28.06.2018 schrieb Ackerbauer:
Der Eintrag von Nitrat in das Grundwasser über den Boden ist ein Prozess von Jahrzehnten. Vor zwanzig oder dreißig Jahren herrschten andere Standards. Man kann daher nicht einfach einen Hebel umlegen und alles ist wieder gut. Heute müssen landwirtschaftliche Betriebe ihre Düngung strikt nach der überarbeiteten Düngeverordnung bemessen, sonst drohen neben der Ahndung von CC-Verstößen Nachschulungen und erhebliche Bußgelder! Betrieben mit N-Überschüssen, ganz gleich wie sie zustandekommen, bleibt also zwangsläufig nichts Anderes übrig, als diese an aufnahmefähige Höfe abzugeben.
Umweltverbände torpedieren den mühsam ausgehandelten Kompromiss der novellierten Düngeverordnung und kehren die Bemühungen der Betriebe zur N-Reduzierung nicht nur einfach unter den Teppich, sie fordern darüber hinaus auch eine Verschärfung der DüV, ohne die Wirkung der neuen Vorschriften abwarten zu wollen.
Die Landwirtschaft wird meines Erachtens eine überzeugende Kommunikation zur Richtigstellung des Sachverhaltes gegenüber dem Ökopopulismus nicht schaffen. Linke Strömungen beherrschen die öffentliche Meinung.

Am 28.06.2018 schrieb Dr. Horst Korn :
Es ist nicht "die" Landwirtschaft, sondern bestimmte landwirtschaftliche Praktiken (wobei die Reststoffe aus den Biogas-Anlagen ja auch meist aus der Landwirtschaft stammen), die zu den Problemen führen. Wir müssen wieder zu einer flächengebundenen Viehhaltung zurückkehren und mehr auf Qualität als auf Quantität setzten. Soja kommt aus Übersee, das Fleisch wird exportiert und bei uns bleibt die Scheiße. Auch die Exportorientierung ist ein Fehler. Ich hoffe inständig, dass mit der neuen Förderperiode der GAP endlich vernünftige Anreize gesetzt werden, um diesem Wahnsinn der derzeitigen Landwirtschaft ein Ende zu bereiten. Einige wenige verdienen daran, doch die Gesellschaft als Gesamtheit muss es ausbaden.

Am 28.06.2018 schrieb Anynom:
An Mistverkäufer. Den Mist, den du an die Gärtner verkaufst, stammt doch aus der Landwirtschaft, also egal wo er ausgebracht wird bist du doch der Erzeuger.

Am 28.06.2018 schrieb Spezi:
Ja, das ist so. Dazu sollten wir stehen und endlich was dagegen tun.

Am 28.06.2018 schrieb Mistverkäufer:
Wenn ich sehe welche Mistmengen zum Teil in den Gärten ausgebracht werden, zum Teil auch 2-3 mal jährlich, dann würde ich auch hier einen ordentlichen Beitrag zum Nitratgehalt vermuten.

Am 27.06.2018 schrieb Hopsing:
Ich bin der Meinung, dass die Biogasanlagenbetreiber ( Speiseabfälle etc.) auch einen massgeblichen Beitrag dazu leisten. Vielleicht wird hier der Landwirtschaft mit Tierhaltung von der Grünen Sekte auch wieder etwas unterstellt um die Tierhaltung in Deutschland zu minimieren.

Am 27.06.2018 schrieb Mitdemlandwirtschafter:
Hauptverursacher ist nicht die gesamte Landwirtschaft, sondern sind die intensiven Betriebe, die Zukauf- und Importfutter einsetzen und keine flächengebundene Landwirtschaft betreiben. Eigentlich ist der Begriff Landwirtschaft der falsche für diese Betriebe, denn sie bewirtschaften kein Land, sondern verschmutzen es und bringen die gesamte Landwirtschaft in Misskredit. Schade wir alle sollen das ausbaden.


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