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Zahl der Woche: 21

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Anteil der Erzeugererlöse im Durchschnitt auf 21 Prozent beziffert
Für Nahrungsmittel wenden die Bundesbürger nur noch gut 11 Prozent ihrer Konsumausgaben auf - Anteil hat sich seit Mitte des Jahrzehnts aber stabilisiert - Lebensmittel als Inflationsbremse
Trotz Silvesterkarpfen und Weihnachtsgans: Der Anteil der Nahrungsmittel an den Konsumausgaben nimmt in Deutschland langfristig ab. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mit Blick auf Daten des Statistischen Bundesamtes zur Jahreswende erklärte, wendeten die privaten Haushalte in Deutschland zuletzt nur noch 11,2 % ihrer Konsumausgaben für Nahrungsmittel auf. Der Anteil von Genussmitteln wie alkoholischen Getränken und Tabakwaren lag 2009 bei 3,2 %. Mittelfristig ist es aber immerhin zu einer Stabilisierung gekommen. So weist die Statistik für 2005 einen Anteil der Nahrungsmittel an den Konsumausgaben von lediglich 11,0 % aus. Zum Vergleich: Im Jahr 1970 waren es noch 18,8 %, bevor der Anteil zwanzig Jahre später auf 13,4 % gesunken war. Im Gegenzug erhöhten sich die Ausgaben für Mieten, Heizung und Strom von 17,6 % im Jahr 1970 auf 24,5 % im Jahr 2009. Der Konsumanteil im Bereich „Verkehr, Nachrichtenübermittlung“ kletterte im gleichen Zeitraum um 4,6 Prozentpunkte auf 17,1 %. Auf Bekleidung und Schuhe entfielen zuletzt nur noch 5,2 % der Konsumausgaben, nach 9,7 % vor rund 30 Jahren.
Höchster Anteil bei der Milch

Wie der DBV weiter berichtet, erhält der Landwirt von einem Euro der Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel heute nur noch 21 Cent, nach 47,5 % Anfang der siebziger Jahre. Demzufolge wirke sich der rückläufige Trend der Erzeugerpreise in einem ständig geringer werdenden Anteil an den Nahrungsmittelausgaben aus. Bei Milch- und Milcherzeugnissen beträgt der Erzeugererlösanteil laut DBV-Angaben 34,4 %, bei Fleisch- und Fleischwaren sind es 20,4 %, bei Brotgetreide und daraus hergestellten Produkten lediglich 4,0 %. Seit 1950 seien die Löhne um das Zwanzigfache, die Brotpreise um knapp das neunfache gestiegen, die Getreidepreise hingegen deutlich zurückgegangen. Der Industriearbeiter habe sich damit für seinen Stundenlohn mehr als doppelt so viel Brot kaufen können wie noch vor etwa 60 Jahren, nämlich 5,4 kg, erläuterte der DBV. AgE (05.01.2011)
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