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Rukwied: Keine Massentierhaltung in Deutschland

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Zu einer Versachlichung der Diskussion um die Tierhaltung in Deutschland hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim R u k w i e d , aufgerufen. „Von ‚Massentierhaltung’ kann in Deutschland keinesfalls die Rede sein“, sagte Rukwied in der traditionellen Fragestunde des Verbandes Deutscher Agrarjournalisten (VDAJ) im Vorfeld der Grünen Woche in Berlin. Der DBV-Präsident verwies auf durchschnittliche Bestandsgrößen bei Sauen von 113 und bei Milchkühen von 49 Tieren. Rund 75 % der Milchkühe stünden in Beständen mit weniger als 200 Tieren. Gleichzeitig seien jedoch bäuerliche Unternehmen weder an Tierzahlen noch am Umfang der bewirtschafteten Fläche festzumachen. Rukwied: „In bäuerlichen Betrieben liegen die wirtschaftliche Verantwortung und Entscheidungsfreiheit beim Unternehmer.“
Der DBV-Präsident betonte zugleich die Notwendigkeit, heutige Tierbestandsgrößen, moderne Haltungsverfahren und erst recht Eingriffe am Tier intensiv in die Gesellschaft hinein zu erklären. Dabei müsse man auch darauf hinweisen, dass gerade die deutschen Tierhalter beim Tierschutz „weltweit ganz vorne“ rangierten. Zudem werde die Tierhaltung kontinuierlich weiterentwickelt. „Jeder Stallbau bedeutet ein Mehr an Tierschutz“ betonte der Verbandspräsident. Derzeit arbeite der DBV gemeinsam mit dem Lebensmitteleinzelhandel an einer Tierwohlinitiative. Voraussetzung für deren Erfolg sei allerdings, dass die Erfüllung höherer Anforderungen im einzelnen landwirtschaftlichen Betrieb mit einem direkten finanziellen Ausgleich versehen werde. Konkrete Ergebnisse der laufenden Gespräche erwartet Rukwied bis kommenden Mai. AgE (21.01.2013)
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