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1 700 Kilometer Stromtrassen werden unterirdisch verlegt

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Auf mehr als 1 700 km schätzt der Energiebeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thomas Bareiß, den Umfang der Gleichstromkabel, die in den nächsten Jahren in der Erde verlegt werden. Bei der gestrigen Debatte des Gesetzes zur Beschleunigung des Energieleitungsausbaus im Bundestag begrüßte Bareiß ebenso wie der energiepolitische Koordinator der SPD-Bundestagsfraktion, Johann Saathoff, den in dem Gesetz festgelegten Vorrang für die Erdverkabelung bei der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) als Beitrag zur Akzeptanz des notwendigen Baus neuer Stromtrassen.
Laut Saathoff werden die geplanten großen Nord-Süd-Trassen wie SuedLink und die Süd-Ost-Passage damit zu 80 % bis 90 % unterirdisch verlegt. Während das Gesetz für Gleichstromleitungen einen generellen Vorrang für die Erdverkabelung vorsieht, werden Erdkabel im Wechselstrombereich auf elf Pilotstrecken begrenzt. Hier müssen zudem bestimmte Abständen zu Wohnbebauungen unterschritten oder Naturschutzbelange betroffen sein.
Bareiß begründete die Beschränkung insbesondere mit den höheren Kosten und dem erheblichen Landschaftseingriff. Die Breite der unterirdischen Wechselstromleitungen veranschlagte der CDU-Politiker auf 40 m bis 50 m und damit das Doppelte der HGÜ-Leitungen. Beim einzigen derzeit laufenden Vorhaben beliefen sich die Kosten auf rund 9 000 Euro pro Meter.
Der Sprecher der grünen Bundestagsfraktion für Energiewirtschaft, Oliver Krischer, kritisierte den generellen Vorrang für die Erdverkabelung bei Gleichstromleitungen. Seiner Einschätzung nach wird dies zu Konflikten mit der Landwirtschaft und dem Naturschutz führen. Das Gesetz wurde mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Linksfraktion bei Enthaltung der Grünen beschlossen. AgE (07.12.2015)
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