Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Urbanisierung kostet weltweit wertvolle Ackerflächen

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright:
Copyright:
Die international fortschreitende Urbanisierung beansprucht in zunehmendem Maß Ackerflächen und dürfte bis 2030 für den Verlust eines Areals in der Größe Deutschlands sorgen.
Zu diesem Ergebnis sind Forscher des Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) im Rahmen einer Studie zu den Auswirkungen der rasanten Verstädterung in weiten Teilen der Welt auf die Landwirtschaft gekommen.
Laut den Berechnungen der Wissenschaftler werden bis zum Jahr 2030 global etwa 300 000 km2 Ackerland verlorengehen. Verschlimmert werde diese Entwicklung durch die Tatsache, dass die betroffenen Gebiete oft zu den fruchtbarsten Flächen dieser Länder gehörten.
„Hotspots des Ackerlandverlusts liegen häufig in einem Flussdelta, etwa im Goldenen Dreieck des Jangtse bei Schanghai oder im Perlfluss-Delta bei Hongkong“, erläuterte der Leitautor Christopher Bren d’Amour. Regional könne dieser Nahrungsmittelverlust nicht immer ausgeglichen werden, was wiederum Auswirkungen auf das Welternährungssystem haben könnte. Insgesamt dürfte mit den von der Urbanisierung bedrohten Agrarflächen die Nahrungsgrundlage von etwa 300 Millionen Menschen entfallen.
Laut den MCC-Forschern wird der Verlust von Ackerland in Asien und Afrika besonders drastisch ausfallen. Dabei weise Afrika die höchsten Urbanisierungsraten auf, während in Asien der absolute Anstieg der Stadtbevölkerung am stärksten sei. Allein China wird der Analyse zufolge mit einem Viertel des globalen Verlusts von landwirtschaftlicher Fläche zu kämpfen haben.
Die Studie zeigt allerdings auch auf, dass die Landnutzungskonflikte zwischen Verstädterung und Nahrungsmittelproduktion unter den richtigen Voraussetzungen auch abgeschwächt werden können. Beispielsweise vollziehe sich die Verstädterung in Indien langsamer und auf niedrigerem Niveau als in China. Dabei gehe deutlich weniger Ackerland verloren als in anderen Ländern, so die Forscher des MCC. AgE (28.12.2016)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Bundestag
Erneut Debatte zur Waldpolitik
10.12.2019 — Der Bundestag befasst sich in seiner vorletzten Sitzungswoche dieses Jahres noch einmal ausführlich mit dem Wald. Gut eine Stunde debattieren die Abgeordneten am kommenden Freitag in der Kernzeit zum Thema "Waldschutz". Aller Voraussicht nach wird der Koalitionsantrag mit dem Titel "Unser Wald braucht Hilfe" beschlossen.
GAP-Reform
DVL-Gemeinwohlprämie möglicher Ansatzpunkt für Eco-Schemes
10.12.2019 — Ein möglicher Ansatzpunkt für die im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) geplanten Eco-Schemes könnte nach Ansicht des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) seine eigene punktebasierte Gemeinwohlprämie sein.
Green Deal
EU-Kommission will chemischen Pflanzenschutz bis 2030 halbieren
09.12.2019 — Die neue EU-Kommission will den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel in der Europäischen Union bis zum Jahr 2030 halbieren. Das geht zumindest aus einem Dokument der Brüsseler Behörde über die Zielmarken des "Green Deal" hervor, das am Mittwoch dieser Woche in Brüssel vorgestellt werden soll.
Ackermanager
Das ABC des Pflanzenbaus
Verschaffen Sie sich für alle Kulturen einen Überblick – von EC-Stadien über alle wichtigen Anbaubereiche wie Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutz. Ungefähr die Hälfte der Fläche der Bundesrepublik Deutschland wird für die Landwirtschaft genutzt. Der Ackerbau macht davon etwa 70 % aus. Für eine wettbewerbsfähige Produktion von pflanzlichen Erzeugnissen sind hohe und sichere Erträge notwendig, die nur erzielt werden können, wenn die Regeln der guten fachlichen Praxis eingehalten werden.
Polen
Forderungen nach intensiver Wildschweinbejagung werden lauter
09.12.2019 — In Polen wird Kritik laut am Umgang der Politik mit dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Westen des Landes. Die Landwirtschaftskammer der Wojewodschaft Großpolen warf den zuständigen Behörden und Amtsträgern am Wochenende vor, dem Virus "hinterherzulaufen" und nicht alle möglichen Schritte zur Eindämmung der Seuche zu unternehmen.

xs

sm

md

lg

xl