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EU-Milchmarkt: Was ist 2018 zu erwarten?

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Anfang 2018 war das Milchaufkommen in der EU anhaltend hoch und die Märkte zumeist ausreichend mit Ware versorgt. Die EU plant in diesem Jahr umfangreiche Auslagerungen von Interventionsware und für Ankäufe hat sie den Rahmen geändert. Zudem nehmen weltweit Protektionismus und Instabilitäten zu. Der EU-Milchmarkt steht damit 2018 vor großen Herausforderungen.

Zum Jahresbeginn bestimmten in der EU ein anhaltend hohes
Milchaufkommen und, im Vergleich zum Herbst des Vorjahres,
reduzierte Erlösmöglichkeiten das Bild. In Folge der zu
Jahresbeginn saisonal ruhigeren Nachfrage kam es zunächst zu
weiteren Preisrückgängen. Der Markt verlief jedoch, trotz des
umfangreichen Rohstoffaufkommens, insgesamt recht stabil. Hierzu
hat auch die im Verlauf des ersten Quartals erfolgte Belebung der
Exporte beigetragen.

Die Milchanlieferung in der Gemeinschaft befand sich in den
ersten Monaten von 2018 in den meisten Mitgliedsstaaten weiterhin
auf Wachstumskurs, teils sogar deutlich. Hierzu dürften die, trotz
der erfolgten Korrekturen, nach wie vor über 30 Ct/kg
liegenden Erzeugerpreise beigetragen haben. Durch die verbesserte
Liquidität auf den Höfen wurde wieder vermehrt Leistungsfutter
eingesetzt. Zudem wirkte sich die gute Qualität des Grundfutters
aus, das auf den Betrieben produziert worden ist. Auch im weiteren
Verlauf wird die Milchanlieferung voraussichtlich zunächst weiter
über der Vorjahreslinie liegen. Dabei dürfte sich das Wachstum der
Milchanlieferung jedoch sukzessive abschwächen, wodurch sich die
Milchmengen im Jahresverlauf an das Vorjahresniveau annähern und
möglicherweise zum Herbst hin sogar wieder unterschreiten.
In der Jahressumme 2018 wird die Anlieferungsmenge in der EU
voraussichtlich deutlich zunehmen. Die erwarteten Anstiege bei den
beiden größten Milcherzeugern der Gemeinschaft, Deutschland und
Frankreich, werden dazu wahrscheinlich einen wesentlichen Beitrag
leisten. Insgesamt dürfte der Mengenanstieg in der EU im Vergleich
zum Rest der Welt, und auch in Relation zu den anderen großen
Exporteuren, 2018 überdurchschnittlich ausfallen.(AMI) (27.03.2018)
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