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Strohpreise auf 5-Jahreshoch

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Die Versorgung mit Grundfutter gestaltet sich in diesem Jahr schwierig, es fehlt an den nötigen Qualitäten und nun verzögert sich auch noch der Beginn der neuen Saison.


Bei ungebrochen lebhafter Nachfrage nach guten Qualitäten
bewegen sich die Forderungen für Heu und Stroh weiter nach oben.
Wie bereits abzusehen, kommen jetzt auch noch einmal die kleineren
Abnehmer, wie private Pferdehalter und suchen Ware. Aber sie stoßen
auf einen geräumten Markt. Bereits HD-Ballen sind rund 30 EUR/t
teurer als Großballen, Kleinballen kosten bis zu 50 EUR/t und mehr.
Heu im Großballen kostete im März durchschnittlich 120 EUR/t und
war damit 2 % teuer als im Vormonat. Das war so viel wie zuletzt im
Juni 2016. Hier zeigt sich auch ein Nord-Süd-Gefälle, dass in
diesem Wirtschaftsjahr besonders ausgeprägt ist, da der Norden
unter den massiven Regenfällen am stärksten gelitten hat. In
Niedersachsen werden um 145 EUR/t für Großballen genannt,
während in Bayern von 110 EUR/t gesprochen wird. Und bis zum
Saisonanfang dürften die Forderungen noch weiter steigen. Ganz
besonders aufgrund der ungünstigen Vegetationsbedingungen.
Jetzt ist es bereits Anfang April und immer noch zu kalt. Das
schmälert die Aussichten auf den ersten Grasschnitt, der dringend
benötigt wird. Als Alternative bietet sich Maissilage an, die
zuletzt ebenfalls fester bewertet wurde und in der Gunst der
Milchviehbetriebe steigt. Im Schnitt wurden 35,80 EUR/t für
Partien mit einem Trockensubstanzgehalt von 30 % gezahlt,
wobei die Preise zwischen 32,50 EUR/t in Hessen und
39 EUR/t in Schleswig-Holstein schwanken. Damit ist Maissilage
so teuer wie seit November 2015 nicht mehr.
Und auch Stroh erreicht neue Höchststände. Im März 2018 wurden
bundesweit 96,65 EUR/t für Großballen ab Hof ermittelt.
HD-Ballen waren rund 15 EUR/t teurer. So viel wurde für Stroh
seit 5 Jahren nicht mehr verlangt. Die Nachfrage ist ungebrochen,
so dass in Schleswig-Holstein Stroh in HD-Ballen bereits genau so
viel kostet wie Heu. In den vergangenen zwei Jahren lag die
Differenz bei rund 20 EUR/t.
In den kommenden Monaten dürften die Grundfutterpreise weiter
steigen. Die Vegetationsbedingungen stellen die Weichen für die
Preise 2018/19. Während die Grasmengen noch in den Sternen stehen,
ist es aufgrund der Aussaatflächen für Weizen und Gerste bereits
ziemlich sicher, dass die Strohmengen auch 2018/19 begrenzt bleiben
dürften, denn die ertragsstarken Winterungen konnten im Herbst 2017
nicht nach Plan angebaut werden, weil im Norden das Wetter zu
schlecht war. Und als ob das noch nicht reichen würde, auch für die
Sommergetreide sieht es derzeit nicht so gut aus. Viele Flächen
konnten wegen der Nässe nicht bestellt werden. Möglicherweise kommt
dann doch mehr Mais zum Zuge als anfänglich geplant. Das hilft dem
Strohangebot aber wenig.(AMI) (04.04.2018)
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