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Theorie und Praxis in der Sauenhaltung klaffen auseinander

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(AMI) Die 3-K-Fragen: Kastration, Kupierverzicht, Kastenstand sind derzeit das Gesprächsthema Nummer eins in Deutschland. Innovative Lösungen für neue und immer anspruchsvollere Vorgaben sind gefragt, aber immer noch nicht greifbar. Die Branche hofft deshalb auf eine Fristverlängerung, um praktikable Lösungswege zu finden.


Zusätzlich sind die Verluste der Sauenhalter in Deutschland und
auch in der EU sehr hoch. Relativ teure Futtermittel, nicht
kostendeckende Erlöse, ein harter Wettbewerbsdruck um die Gunst der
Abnehmer sowie große Unsicherheiten ab 2019 treffen die Sauenhalter
mit voller Wucht.
Schon seit September 2017 können sauenhaltende Betriebe mit
durchschnittlichen biologischen Leistungen und einer mittleren
Kostenstruktur nicht mehr Vollkosten deckend arbeiten. So mussten
Sauenhalter im September nach der Modellrechnung der Agrarmarkt
Informationsgesellschaft-GmbH (AMI) durch erhöhte Kosten und
zusätzlich gesunkener Erlöse mit Verlusten von 17,20 EUR/Ferkel
leben. Durch die relativ gering ausgefallene Getreideernte steigen
die Kosten für das Futter. Dramatischer wirkt sich der Einbruch bei
den Ferkelpreisen aus. Mit einem Erlös von 44,20 EUR/Ferkel im
September 2018, erzielten die Ferkelerzeuger rund ein Drittel
weniger als ein Jahr zuvor.
Preise 2018 weit unter Vorjahr
Über das gesamte Jahr 2018 erscheint für Ferkel im Durchschnitt
bundesweit je 28 kg-Tier und 100er Gruppe im Handel, ab Hof des
Sauenhalters, ein Preis zwischen 43 und 45 EUR realistisch.
Niedriger waren die Preise zuletzt im Jahr 2015. Im Jahr 2017 lag
der Schnitt dagegen bei 60 EUR/Tier und 2016 waren es 51 EUR/Tier.
Demgegenüber stehen wie erwähnt hohe Futterkosten, relativ niedrige
Schlachtschweinepreise und düstere Zukunftsaussichten für die
deutschen Sauenhalter. Profitieren werden voraussichtlich
Ferkelexporteure aus Dänemark und den Niederlanden. Ein zu
befürchtender stärkerer Strukturbruch als schon üblich in der
deutschen Sauenhaltung ist eine Verkaufsförderung für dänische und
niederländische Vermarkter.
Daneben haben die vermehrten Nachweise von Afrikanischer
Schweinepest unter Wildscheinen in Belgien in Westeuropa eine neue
Dimension erreicht.
Mit welchen Szenarien ist zu rechnen, wenn es Deutschland
trifft? Welche Trends und Prognosen gibt es in der Vieh- und
Fleischwirtschaft in Deutschland, Europa und der Welt? Wie tickt
der Verbraucher?

Diese und mehr Antworten bekommen Sie im "https://www.ami-informiert.de/ami-shop/produkte/markt-seminare/markt-seminar-fleisch-06112018.html">
Markt Seminar Vieh und Fleisch
am 06. November 2018
zum Thema ?Gibt es neue Impulse für gesättigte Märkte??. Erhalten
Sie Einblicke in den Markt und diskutieren Sie mit Teilnehmern der
gesamten Wertschöpfungskette. (12.10.2018)
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