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Zuckererträge

Ertragseinbußen verringern Zuckerproduktion

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In Deutschland wie auch in anderen großen EU-Produktionsländern dürfte 2018/19 weniger Zucker hergestellt werden als im Vorjahr. Trockenheit und Hitze beeinträchtigen vielerorts die Ertragsbildung. EU-weit dürften rund 9 % weniger Weißzucker produziert werden als in der zurückliegenden Kampagne.


Der heiße und trockene Sommer hat auch den Zuckerrüben in
Deutschland zugesetzt. Bereits die Aussaat verlief nicht optimal,
ein später Frühling sorgte für Verzögerungen bei den Feldarbeiten.
Dem folgte dann zwar ein warmer Mai, schon ab Juni wurde es dann
aber heiß und trocken und gerade im Nordosten Deutschlands blieben
Regenfälle über Wochen aus. Das wird die Zuckerrübenerträge 2018/19
deutlich verringern. Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V.
(WVZ) bezifferte die Rübenerträge in ihrer zweiten Ernte- und
Erzeugungsschätzung 2018, die sie Mitte September veröffentlichte,
nur noch auf 68,4 t/ha, das entspräche einem Rückgang von
18,7 % gegenüber dem Vorjahr. Die etwas größere Anbaufläche
und der gegenüber dem Vorjahr wohl höhere Zuckergehalt werden nicht
verhindern können, dass die Weißzuckerproduktion unter
Vorjahreswert sinkt. Rund 4,4 Mio. t dürften 2018/19
zusammenkommen, was 14,5 % weniger wären als im Vorjahr.
EU-28: Kräftige Produktionssteigerungen nach
Quotenende

Die Zuckerproduktion in der EU-28 im Wirtschaftsjahr 2017/18,
dem ersten Jahr ohne Quote, lag nach Einschätzung der EU-Kommission
bei 21,14 Mio. t Weißzuckeräquivalent, was 25,6 %
mehr als im Vorjahr waren. Die größten Teilmengen an der
EU-Gesamtproduktion wurden wie üblich von folgenden Mitgliedstaaten
gestellt: Frankreich (6,1 Mio. t), Deutschland
(5,2 Mio. t), Polen (2,3 Mio. t), Vereinigtes
Königreich (1,4 Mio. t) und Niederlande
(1,3 Mio. t). Die produzierten Mengen übertrafen das
Vorjahresergebnis damit wie folgt: Frankreich +47,5 %,
Deutschland +44,7 %, Polen +18 %, Vereinigtes Königreich
+48,7 % und Niederlande +51,9 %. Diese Ergebnisse sind
auf Anbauflächenvergrößerungen für Zuckerrüben, teilweise aber auch
auf Ertragssteigerungen zurückzuführen. (AMI) (23.10.2018)

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